Ob Fasching oder Fasnacht, ob Jeck oder Narr, ob Helau oder Alaaf – wenn an Weiberfastnacht um 11:11 Uhr unter brünstigem Jubel wieder das Fass angestochen wird, ist klar: Das bunte Treiben kann beginnen, die Narren sind los!

Als waschechte Düsseldorfer haben wir von auxmoney 11 Fakten für Sie herausgefunden, die Sie über Karneval bestimmt noch nicht wussten:

1. Karneval

„Fleisch, lebe wohl!“ – das ist die deutsche Übersetzung des Begriffs „carnevale“, der sich aus dem Altitalienischen ableitet. Das Wort weist auf den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit hin. Auch der in der Region rund um Mainz verwendete Begriff „Fasnacht“ oder das süddeutsche „Fasching“ entstammen aus dieser Tradition.

2. Zum Anbeißen

Was wir hier in Deutschland als Berliner, Pfannkuchen oder Krapfen bezeichnen, kennt man in den Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich als „Fasnacht“. Die süße Sünde wird in den USA für gewöhnlich vor der Fastenzeit angeboten.

4. Bis zu 100 Tonnen

So viel zusätzlicher Müll wird am Rosenmontag produziert – allein in Düsseldorf! 27 Kehrmaschinen sorgen im Anschluss für klar Schiff.

5. Aua!

Am Rosenmontag beim Karnevalsumzug werden auf Deutschlands Straßen jedes Jahr 300 Tonnen Kamelle geworfen. Je nach Größe und Gewicht der Süßigkeit kann die schon mal ziemlich wehtun. Nur zur Info: Wer durch eine Leckerei verletzt wird, hat laut Gesetzgeber keinen Anspruch auf Schadensersatz.

6. Über 2.000 Gläser

So viel Altbier wird stündlich allein in den Düsseldorfer Brauhäusern an Weiberfasnacht gezapft. Apropos Bier: 46 Prozent aller Deutschen sind davon überzeugt, dass Karneval ohne Alkohol nicht funktioniert.

7. Wildes Treiben

Nicht selten bringt die Kombination aus ausgelassener Stimmung und Alkohol einige Jecken derart aus der Fassung, dass die Grenze zwischen Tanz und Techtelmechtel verhängnisvoll verschwimmt. Denn: 44 Prozent aller Männer geben zu, an Karneval schon einmal fremdgeknutscht zu haben. Bei den Frauen waren es gerade mal 22 Prozent. Immerhin: Für 90 Prozent aller Frauen und 75 Prozent aller Männer in Deutschland ist Fremdgehen an Karneval ein absolutes No-Go!

8. Feierabend!

In Düsseldorf und auch in anderen Teilen des Rheinlands gilt Weiberfastnacht inoffiziell als Feiertag. Ab Mittag heißt es in den meisten Büros: Schunkeln statt Schuften!

9. Heijo!

Das ist übrigens der in Berlin gebräuchliche Begriff für Helau oder Alaaf.

10. Zynischer Schachzug

Die bunten Uniformen der karnevalistischen Tanzgarden und Musikgruppen finden ihren Ursprung in preußischen und französischen Soldatengewändern während der Besatzungszeit. Mit imposanten Militärparaden versuchte man, die Bürger einzuschüchtern. Doch die Rheinländer zeigten sich unbeeindruckt: Sie überspitzten die Uniformen der Fremdherrscher, um ihr Militärgehabe ordentlich auf die Schippe zu nehmen.

11. Die Zahl 11

Warum eigentlich 11:11 Uhr? Das ist bis heute tatsächlich unklar. Mitunter steht die Zahl für die Gleichheit aller Menschen, weil sich Eins und Eins gegenüberstehen. Auch Napoleon trug der Bedeutungshistorie dieser Zahl bei: Im Zuge der Französischen Revolution brachte er den Dreiklang „Egalité, Liberté und Fraternité“ unter dem Kürzel ELF ins Rheinland. Laut einer anderen Theorie war im Mittelalter der 11. November Tag der Auszahlung: Mägde und Knechte bekamen für ihre Arbeit auf den Feldern ihren Lohn und feierten mit dem Geld ein großes Fest.

In diesem Sinne: Helau! Alaaf! Hejo! Ahoi!  

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