Hohe Kontoführungsgebühren, kostenpflichtige Überweisungen und Kontoauszüge: Ein Girokonto bei einer Filialbank kann inzwischen ziemlich teuer sein. Kunden einer Direktbank zahlen im Schnitt weitaus weniger, denn viele der Services sind kostenlos. Um Geld zu sparen, raten wir zu einem Wechsel – und der ist ganz einfach.

 

Girokonto wechseln: Mit Kontowechselhilfe

Das Gute vorweg: Grundsätzlich sind Banken und Sparkassen gesetzlich dazu verpflichtet, Kunden beim Wechsel des Girokontos zu unterstützen. Die Hilfe kann schriftlich oder online erfolgen.

Girokonto online wechseln

  1. Direktbank auswählen und neues Girokonto eröffnen.
  2. Im Online-Banking-Portal mit Ihren Zugangsdaten einloggen.
  3. Menüpunkt „Kontowechsel“ anklicken.
  4. Im Eingabefeld die bisherigen Zugangsdaten Ihrer alten Bank mit PIN eingeben. Es öffnet sich das Programm Ihres bisherigen Kontos mit allen Zahlungspartnern.
  5. Wählen Sie Ihre gewünschten Zahlungspartner aus.
  6. Zum Schluss Vorgang mit einer TAN-Nummer bestätigen. Die neue Bank informiert Ihre Zahlungspartner über die geänderte Bankverbindung. Das Konto wird eingerichtet – fertig.

Girokonto schriftlich wechseln

  1. Zuerst ein Girokonto bei einer Online- bzw. Direktbank Ihrer Wahl eröffnen.
  2. Danach telefonisch oder online ein sogenanntes Ermächtigungsformular für einen Kontowechsel beantragen.
  3. Das Ihnen per Post zugesandte Formular schriftlich ausfüllen und an die Direktbank zurückschicken.

Den Rest erledigen die Kreditinstitute untereinander: Ihre alte Bank übermittelt alle Lastschriften, Daueraufträge und Terminüberweisungen an Ihre neue Bank. Zum Schluss wird Ihr neues Konto mit allen übermittelten Daten eingerichtet. Keine Sorge: All Ihre bisherigen Zahlungspartner werden über die geänderte Bankverbindung natürlich informiert. Laut Gesetz darf der Kontowechsel nicht länger als 12 Tage dauern.

Girokonto wechseln: Ohne Wechselservice selbst durchführen

Auch ohne schriftlichen oder digitalen Wechselservice der Banken können Sie Ihr Girokonto bequem wechseln. Wichtig: Alle Kontoauszüge aus dem letzten Jahr gut aufbewahren. Gehen Sie dann folgendermaßen vor:

 

1. Konto bei der neuen Bank eröffnen

Eröffnen Sie ein Girokonto bei der Onlinebank Ihrer Wahl. Zur Identifikation genügt der Gang zur Post. Personalausweis oder Reisepass reicht.

 

2. Zahlungsein- und ausgänge prüfen

Ihre alten Kontoauszüge helfen Ihnen dabei, sich einen Überblick über sämtliche Daueraufträge und Zahlungspartner zu verschaffen. So wissen Sie, wen Sie alles über die neue Kontoverbindung informieren müssen.

 

4. Daueraufträge ändern

Ihr neues Konto ist eingerichtet und einsatzbereit? Dann sollten Sie als nächstes Ihre Daueraufträge auf dem alten Girokonto löschen und auf das neue übertragen.

 

5. Zahlungspartner über Ihre neue Bankverbindung informieren

Wer regelmäßig Geld auf Ihr Konto überweist oder per Lastschrift vom Konto einzieht, muss Ihre neue Bankverbindung kennen. Ob per E-Mail, als Brief oder telefonisch – solange jeder Bescheid weiß, sind Sie in trockenen Tüchern. Unser Tipp: Vielleicht stellen Sie beim Kontowechsel fest, dass Sie den einen oder anderen Vertrag gar nicht mehr brauchen oder zu besseren Konditionen bekommen. Ein Blick in ein Vergleichsportal lohnt sich.

 

6. Altes Konto schließen

Etwa drei Monate lang sollten Sie beide Konten gleichzeitig nutzen. Erst danach können Sie Ihr altes Girokonto besten Gewissens kündigen. Um sich gegen Abbuchungen und anfallende Mahngebühren abzusichern, ist ein kleiner Betrag auf dem alten Konto sinnvoll – vielleicht wurde der ein oder andere Zahlungspartner übersehen. Bitten Sie Ihre alte Bank schließlich, die restliche Geldsumme auf Ihr neues Konto zu überweisen.

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