Weihnachtsmann oder Christkind, ausschweifende Mahlzeiten und verschiedene Termine. Fast auf der ganzen Welt feiern die Menschen Weihnachten. Doch nicht überall läuft das gleich ab. Im Gegenteil: Einige andere Bräuche sind ganz schön speziell. Wir stellen ein paar davon vor.

Weihnachtssitten

Niederlande

Der heilige Abend spielt bei unseren Nachbarn gar nicht die Hauptrolle. Die nimmt jemand anderes ein. Sinterklaas, der Nikolaus kommt bereits mit einem prächtig geschmückten Dampfschiff voll Päckchen an. Zusammen mit seinen Helfern, den Zwarten Pieten, beschert er die Kinder schon am 5. Dezember. Am 25. Dezember steht dann ein festliches Menu „kerstdiner“ mit der ganzen Familie an.

Schweden

In Schweden werden auch bereits an Heiligabend die Geschenke ausgepackt. Anschließend wird gemeinsam geschlemmt: Das traditionelle Weihnachtsbuffet „Julbord“ besteht aus mehreren Gängen. Erst gibt es einen Glühwein „Glögg“, dann folgt als erster Gang eingelegter Hering und Lachs. Als Hauptgericht werden gerne Fleischbällchen „Köttbullar“ und Wildspezialitäten wie Elch serviert. Lustiger Brauch: Für die Hausgeister stellt man Milchbrei vor die Tür.

Großbritannien

An Heiligabend, dem „Christmas Eve“, werden die Geschenke durch Father Christmas gebracht. Ausgepackt werden sie dann erst am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags. Am Abend versammelt sich die ganze Familie zum Weihnachtsmahl. Zum Dessert wird meistens der klassische Christmas Pudding (Plumpudding) serviert. Darin finden sich oft Münzen oder Glücksbringer für die Kinder als Überraschung.

Frankreich

In Frankreich ist der 24. Dezember ein normaler Arbeitstag, erst abends wird es mit einem ausgiebigen Weihnachtsmahl dann festlich. Oft gibt es Austern, Hummer, Schnecken und Gänseleber. Dazu wird Wein getrunken. Auch Truthahn mit Walnüssen kommt bei vielen Familien auf dem Tisch. Der »bûche de Noël«, ein traditionelles französisches Weihnachtsgebäck, ist jedoch ein Muss. Geschenke finden die Kinder am 25. in den bereit gestellten Schuhen. Die brachte Père Noël bereits in der vorangegangenen Nacht durch den Schornstein.

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Italien

Erst seit wenigen Jahren stellt der Weihnachtmann den Kindern in der Nacht zum 25. Dezember die Geschenke ans Bett. Zuvor war Weihnachten ein Fest, bei dem die Familie zusammenkam – jedoch ohne Bescherung. Damals wurden die Kinder erst am Dreikönigstag beschenkt. Und zwar von der hässlichen, aber weisen alten Hexe „Befana“, die durch den Kamin rutscht, um ein Geschenk im bereitgestellten Schuh oder Strumpf zu hinterlassen.

Spanien

In Spanien bekommen die Kinder erst am 6. Januar statt vom Weihnachtsmann oder Christkind ihr Geschenk von den Heiligen Drei Königen. Die unartigen Kinder bekommen dabei statt Geschenken nur – essbare – Kohlestücke. Umzüge begleiten in vielen Städten die Ankunft der Drei Könige bereits am 5. Januar. Am Heiligabend selbst steht nach alter Tradition ein Abendessen im Kreis der Familie mit anschließendem Besuch der Mitternachtsmesse an. Die Weihnachtsfeiertage „Navidad“ sind der 25. und 26. Dezember. Auch am ersten Weihnachtsfeiertag wird traditionell mit der Familie zu Mittag gegessen. Ein weiterer ganz wichtiger Termin ist in Spanien in der Weihnachtszeit die Weihnachtslotterie „Lotería de Navidad“ am 22. Dezember.

Polen

Während des gesamten Tages wird am 24. gefastet. Erst bei der festlichen Tafel „Wigilia“ werden 12 fleischlose Gerichte aufgetischt. Begonnen wird jedoch erst, wenn der erste Stern am Himmel erschienen ist. Zuerst werden Weihnachtsoblaten geteilt und man wünscht sich „Frohe Weihnachten“. In vielen polnischen Familien kommt ein zusätzliches Gedeck auf den Tisch für den Fall, dass ein unerwarteter Gast kommt. Nach dem Essen dürfen Kinder und Erwachsene die Geschenke auspacken.

Russland

Weihnachten wird in Russland typischerweise am 7. Januar gefeiert. Denn das entspricht im Julianischen Kalender dem 25. Dezember. Die Geschenke bringt dort Väterchen Frost aber schon am 31. Dezember. Am Abend des 7. Januars versammeln sich die Familien um einen Tannenbaum und essen gemeinsam das traditionelle Mahl – ohne tierische Produkte, denn schließlich endet erst um Mitternacht wochenlange Fastenzeit. Insgesamt müssen es zwölf Gerichte sein, eines für jeden Apostel.

USA

In den USA freuen sich die Kinder auf die Bescherung am Morgen des 25. Dezembers. Die bringt Santa Claus in der Nacht vom 24. auf den 25. in seinem Schlitten. Schließlich gelangt er über den Kamin ins Haus. Dort füllt er seine Gaben in lange Strümpfe, die die Familie am Kamin aufgehängt hat. Als Dank gibt es zum Aufwärmen eine Tasse warme Milch für ihn und einige Zuckerstücke für seine Rentiere.

Japan

Obwohl kein offizieller Feiertag: Weihnachten ist in Japan mittlerweile sehr populär. Im Gegensatz zum Westen ist Weihnachten in Japan die Gelegenheit für Paare, sich kennenzulernen, Verliebte tauschen Geschenke aus, haben ein romantisches Date und spazieren an den Weihnachtsbeleuchtungen vorbei. Die werden von Firmen und Behörden gesponsert, um so für eine romantische Stimmung zu sorgen. Neujahr wird dafür zusammen mit der Familie begangen. Typisch: eine weiße Weihnachtstorte verziert mit Erdbeeren als Geburtstagstorte für das Christkind.

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