Mit dem Sommer kommt die Urlaubszeit und ohne Corona-Beschränkungen sind auch Reisen ins Ausland wieder problemlos möglich. Damit alles perfekt läuft, muss natürlich einiges vorbereitet werden. Aber bei aller Planung kann trotzdem immer etwas schieflaufen. Was passiert, wenn man krank wird oder sogar ins Krankenhaus muss? Lohnt sich eine zusätzliche Krankenversicherung fürs Ausland?

Die Vorteile einer Auslandskrankenversicherung

Grundsätzlich lohnt sich eine Auslandskrankenversicherung, wenn man nicht riskieren will, dass man auf den Kosten sitzen bleibt. Dabei ist unterscheidet man allerdings zwischen der EU und anderen Ländern. Reist man nämlich innerhalb der EU, ist gesetzlich versichert und hat die internationale Krankenversicherungskarte dabei, sind die Chancen auf eine Kostenübernahme deutlich höher. Es gibt nämlich ein sogenanntes Sozialabkommen. Außerhalb der EU ist das nicht der Fall. Wer sich von einem teuren Krankenhausaufenthalt also nicht die Reise verderben lassen möchte, sollte vor der Reise eine zusätzliche Versicherung abschließen. Dadurch werden nicht nur Kosten für Medikamente und medizinische Eingriffe übernommen, sondern es gibt auch Hilfe bei der Verständigung in einer Fremdsprache, bei der Benachrichtigung von Angehörigen und bei der Suche nach einer passenden medizinischen Einrichtung. Auch der Rücktransport ist ein wichtiger Faktor. Laut Stiftung Warentest kann der Rücktransport mit dem Ambulanz-Flugzeug von Mallorca aus bereits 12.000 Euro kosten. Von Italien aus sind es 20.000 Euro, von den USA aus 60.000 Euro.

 

Was man von der Auslandskrankenversicherung erwarten kann

Nicht alle Versicherungen bieten dieselben Leistungen an. Grundsätzlich kann man aber damit rechnen, dass von Zahnschmerzen bis Schwangerschaftskomplikationen sämtliche wichtigen medizinischen Leistungen abgedeckt sind. Reha sowie Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht dazu. Bei Vorerkrankungen und chronischen Erkrankungen lohnt es sich, vor der Reise mit einem Arzt und der Versicherung zu sprechen. Den Kontakt zu seiner Versicherung sollte man ebenfalls suchen, wenn abzusehen ist, dass die Behandlung sehr teuer wird. So kann man vorher eine Bestätigung einholen, dass die Kosten tatsächlich übernommen werden.

 

Auslandskrankenversicherung ab 10 Euro im Jahr

Mit dem Leistungsumfang variieren auch die Kosten für eine Auslandskrankenversicherung. Am günstigsten sind in der Regel Jahrespolicen, mit denen man in einem Jahr bis zu 56 Tage auf Auslandsreisen verbringen kann. Versicherungen für Einzelpersonen starten ab zehn Euro pro Jahr, Familientarife gibt es ab 20 Euro. Hier sollte man prüfen, bis zu welchem Alter Kinder miteingeschlossen sind. Für Aufenthalte von drei Monaten zahlt man etwa 200 Euro, für ein ganzes Jahr sind es circa 400-900 Euro. Dabei ist nicht nur der Anbieter, sondern auch der Geltungsbereich entscheidend. Nimmt man die USA und Kanada mit dazu, wird die Versicherung deutlich teurer, weil dort die Behandlungen sehr teuer sind. Studierende, Auszubildende und Au-Pairs finden häufig extra auf sie zugeschnittene Angebote. Das gilt auch für Personen, die viel beruflich reisen. Mit dem Alter werden die Beiträge höher. Übrigens: Arbeitnehmer, die für eine deutsche Firma im Ausland arbeiten, müssen sich trotzdem in Deutschland versichern. Arbeitet man bei einer ausländischen Firma, benötigt man eine Versicherung für das entsprechende Land.

Kurz gesagt lohnt sich der Abschluss einer Versicherung fürs Ausland also definitiv auch bei kürzeren Reisen, insbesondere aber bei langen Aufenthalten. Und wenn das erledigt ist, kann man sich ganz entspannt auf den Weg in den Urlaub machen.

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