Die Erziehung eines Kindes ist nicht nur anstrengend, sondern kostet auch jede Menge Geld. Doch weißt Du, welche finanziellen Mittel Dir gesetzlich überhaupt zustehen? Wir verraten Dir alles zum Thema staatliche Förderung.

Auf einen Blick

  • Die staatliche Förderung wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, bei Schulausbildung, Berufsausbildung oder Studium auch bis zum 25. Lebensjahr gewährt
  • Eine steuerliche Alternative zu den Kindergeld-Zahlungen sind Kinderfreibeträge
  • Die bis zu dreijährige Elternzeit ermöglicht es Dir als Elternteil, sich um die Betreuung und Erziehung intensiv zu kümmern

Noch mehr Infos

staatliche Förderung

Für wen ist die staatliche Förderung gedacht?

Kindergeld-Zahlungen sind nicht etwa Sozialleistungen, sondern dienen der Steuerbefreiung des Elterneinkommens in Höhe des Existenzminimums eines Kindes, zu dem auch der Bedarf für Betreuung und Erziehung beziehungsweise Ausbildung des Kindes gehört.

Wer hat einen Kindergeldanspruch?

Kindergeldzahlungen erfolgen an eine Person, in deren Obhut sich das Kind befindet. Zu den möglichen Bezugsberechtigten gehören die Eltern und andere Erziehungsberechtigte (z.B. Adoptiv-, Stief- und Pflegeeltern sowie Großeltern, soweit die Kinder in deren Haushalt leben).

Staatliche Förderung: Deutsche und ausländische Bezugsberechtigte

Deutsche und Ausländer mit einer Niederlassungserlaubnis für Deutschland können Kindergeld-Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Im Ausland lebende, aber in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige deutsche Staatsangehörige erhalten ebenfalls Kindergeld.

Kindergeld

Kindergeldanspruch nach dem Alter der Kinder

Die staatliche Förderung wird für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gewährt, unter bestimmten Voraussetzungen auch länger.
Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres besteht ein Kindergeldanspruch, solange sich ein Kind in einer Ausbildung befindet. Kindergeldzahlungen erfolgen auch für Übergangszeiten von maximal vier Kalendermonaten (z.B. zwischen einem Schulabschluss und dem Beginn einer Berufsausbildung oder eines Bundesfreiwilligendienstes).

Für Kinder mit einer Behinderung, die sich selbst nicht unterhalten können, wird die staatliche Förderung auch über das 25. Lebensjahr gezahlt.

Ab wann bekomme ich kein Kindergeld mehr?

Der Kindergeldanspruch erlischt zum Ende des Monats, in dem das Kind volljährig wird – es sei denn, das Kind durchläuft noch eine Schul- oder Berufsausbildung oder ein Studium.
Der Kindergeldanspruch fällt weg, wenn das Kind eine „anspruchsschädliche Erwerbstätigkeit“ aufnimmt. Schädlich ist eine Berufstätigkeit, wenn eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden vereinbart wurde.

Staatliche Förderung: Wie hoch ist das Kindergeld?

Die monatlichen Kindergeldzahlungen werden nach Anzahl der Kinder gestaffelt:

  • 219 Euro für das erste und zweite Kind
  • 225 Euro für das dritte Kind
  • 250 Euro für jedes weitere Kind.

Die Kindergeld-Auszahlung erfolgt durch die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit. Die staatliche Förderung je Kind soll rückwirkend zum 1. Januar 2015 um monatlich vier Euro und am 1. Januar 2016 nochmals um zwei Euro erhöht werden.

Welche Kinder erhalten eine staatliche Förderung durch Kindergeld?

Als Kinder werden berücksichtigt

  • mit dem Antragsteller verwandte (auch adoptierte) Kinder
  • Stiefkinder,
  • Enkelkinder, die im Haushalt der Großeltern leben,
  • Pflegekinder.

Zusätzliche staatliche Förderung: Der Kinderzuschlag

Über die Kindergeld-Zahlungen hinaus erhältst Du unter bestimmten Voraussetzungen einen Kinderzuschlag als zusätzliche staatliche Förderung in Höhe von maximal 205 Euro.

Ab wann bekommt man einen Kinderfreibetrag?

Der Kinderfreibetrag ist ein Freibetrag, der bei der Berechnung der Einkommensteuer gewährt wird. Kinderfreibeträge vermindern die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer in Höhe des für Kinder steuerrechtlich geltenden Existenzminimums.

Was benötige ich für die Eintragung des Kinderfreibetrages?

Je nach Antragssituation ist eine Geburtsurkunde des Kindes oder z. B. ein Nachweis zur Berufsausbildung vorzulegen (bei den regionalen Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit).

Elternzeit

Was bedeutet Elternzeit?

Nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) haben beide Elternteile einen Anspruch auf eine bis zu dreijährige Elternzeit-Periode nach der Geburt eines Kindes, um sich der Kindesbetreuung und Erziehung widmen zu können.
Mit Arbeitgeber-Zustimmung können bis zu 12 Elternzeit-Monate auf den Zeitraum zwischen drittem und achtem Geburtstag des Kindes verschoben werden. Für Geburten ab Juli 2015 ist eine Verschiebung von bis zu 24 Monate der Elternzeit, ohne dass eine Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich ist.
Nach Elternzeit-Beendigung verfügen die Eltern über einen Rückkehr-Anspruch zu ihrer früheren Arbeitszeit.

Staatliche Förderung: Für wie lange kann man Elternzeit beantragen und ab wann beginnt sie?

Elternzeiten können für bis zu drei Jahre beantragt werden. Der Elternzeit-Beginn kann auf unmittelbar nach Geburt des Kindes aber auch zu einem späteren Zeitpunkt beginnen, falls ein Elternzeit-Zeitabschnitt verschoben wird.

Wie weit im Voraus sollte die Elternzeit beim Arbeitgeber beantragt werden?

Arbeitnehmer müssen dem Arbeitgeber ihren Elternzeit-Wunsch schriftlich und spätestens 7 Wochen vor deren Beginn mitteilen. Für ab dem 1. Juli 2015 geborene Kinder gilt eine 13-wöchige Anmeldefrist für Verschiebungen eines Elternzeit-Anteiles auf den Zeitraum zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag des Kindes.

Welches Amt ist für Elternzeit zuständig?

Zuständig für die Ausführung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes sind die von den Bundesländern festgelegten Behörden.

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