Eigentum statt Miete – für viele Menschen ein langersehnter Traum und ein wichtiger Stein für die Altersvorsorge. Wusstest Du, dass über 90 Prozent der Rumänen mindestens eine Immobilie besitzt? In Deutschland liegt dieser Anteil bei nur knapp über 50 Prozent. Für alle, die sich eine Immobilie finanzieren möchten, haben wir diese 9 Tipps bereitgestellt.

Auf einen Blick

  • Vereinbare im Immobilienkreditvertrag die Möglichkeit auf Sondertilgungen
  • Wenn möglich: Verzichte auf einen großen Garten
  • Achte bei der Immobilienfinanzierung nicht nur auf den Immobilienpreis, sondern auch auf die Erwerbsnebenkosten

Immobilie finanzieren

Immobilie finanzieren: 9 Tipps für Dein Eigenheim

Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung überprüfen

Je mehr Geld Du aus eigener Kraft beisteuern kannst, desto niedriger werden die Zinsen für Deinen Immobilienkredit. Etwa 10 bis 20 Prozent des Immobilienpreises plus Kosten für Grunderwerbssteuer, Notar und Grundbucheintrag solltest Du mit eigenen Mitteln finanzieren können. Überprüfe daher möglichst genau, wie viel Eigenkapital Sie aufbringen kannst.

Belastung genau durchrechnen

Die Faustregel bei der Immobilienfinanzierung: Mitsamt den Fixkosten solltest Du monatlich nicht mehr als 40 Prozent Deines Nettoeinkommens bezahlen. Beachte, dass während der Rückzahlung immer etwas Unvorhersehbares passieren kann. Wir empfehlen Dir daher, unbedingt einen Notgroschen anzusparen.

Lesetipp: So sparst Du Dir schnell einen finanziellen Notgroschen an

Sondertilgungen für den Immobilienkredit vereinbaren

Wer zwischenzeitlich etwas mehr Geld auf der Kante hat, sollte Sondertilgungen vornehmen. So wirst Du Deinen Kredit schneller los. Tipp: Zusätzliche Tilgungen sind nur erlaubt, wenn sie vertraglich vereinbart sind. Informiere Dich also vorab, ob und in welcher Höhe Sondertilgungen bei Deinem Darlehensgeber möglich sind.

Lesetipp: Mit diesen 13 Tipps erhöhst Du Deine Kreditwürdigkeit

Mit Anwohnern sprechen

Erkunde Deine potenzielle Wohngegend genaustens und halte Deine Ohren stets offen. Zahlreiche Immobilien werden nicht über Internetportale vergeben. Sprich zum Beispiel mit Anwohnern – so erhältst Du im besten Fall gute Tipps, in welcher Straße gerade eine Wohnung oder ein Haus zum Verkauf steht.

Auf Schnickschnack verzichten

Je ausgefallener Ihre Immobilie, desto teurer der Gesamtpreis. Wer auf besondere Luxus-Accessoires wie Marmorsäulen, Verzierungen oder Mauervorsprünge verzichten kann, entlastet sein Budget für die Immobilienfinanzierung erheblich.

Erwerbsnebenkosten beachten

Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Grundbucheintrag sind sogenannte Erwerbsnebenkosten. Wer einen Makler engagiert, muss zusätzlich mit einer Maklerprovision zwischen 3,5 und 7 Prozent des Kaufpreises rechnen. Beachten solltest Du ebenfalls Anfahrtskosten für Besichtigungstermine, zum Architekten oder Makler, sowie sogenannte Schätzkosten. Diese fallen an, wenn Banken einen Gutachter oder Berater zur Bewertung der Immobilie heranziehen. Auch mit einem Bereitstellungszins solltest Du rechnen: Das ist der Zinssatz, den die Bank für Dich erhebt, bis Du den Immobilienkredit für die Immobilienfinanzierung endgültig in Anspruch nimmst.

Die Höhe der Grunderwerbssteuer ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wie hoch die Grunderwerbssteuer in Deinem Bundesland ist, erfährst Du auf der Webseite Deines Landesministeriums.

Sich über Zuschüsse informieren

Erkundige Dich auf jeden Fall, welche Förderung Du für Deine Immobilienfinanzierung in Anspruch nehmen kannst. Wir haben Dir einige Möglichkeiten aufgelistet:

  • Wohn-Riester
  • Wohngeld und soziale Wohnraumförderung
  • Baukindergeld
  • KfW-Darlehen (vor allem für energieeffiziente Immobilien)
  • Eigenheimförderung der einzelnen Länder und Kommunen
  • Förderung der Kirchen (Informationen erhältst Du auf der Webseite Deiner Landeskirche bzw. Ihres Bistums)
  • Scheue Dich auch nicht, Deinen Arbeitgeber nach einem Arbeitgeberdarlehen zu fragen

Auf einen Keller verzichten

Mehrere zehntausend Euro sparst Du bei der Immobilienfinanzierung, wenn Du auf einen Keller verzichten – vorausgesetzt, Du benötigst ihn nur für den Stromkasten und Waschmaschine. Boiler, Gastherme oder Waschmaschine finden auch in der Wohnung ihren Platz und benötigen nicht zwingend einen Keller.

Gartengröße berücksichtigen

Vor allem in den Städten sind Grundstücke sehr teuer. Überlege Dir also gut, ob Du wirklich einen großen Garten benötigst. Du sparst mehrere zehntausend Euro, wenn Du Deinem Garten 200 statt 500 Quadratmeter gibst.

Fazit: Immobilie finanzieren

Eine Immobilie zu finanzieren, gehört zu den teuersten Vorhaben überhaupt. Nur wer genug Eigenkapital zur Verfügung hat, eine gute Bonität für einen Immobilienkredit vorweisen kann und seine potenzielle Belastung genaustens berechnen kann, ist für das Projekt Immobilienfinanzierung bestens gewappnet. Wer unsere 9 Tipps zur Immobilienfinanzierung umsetzt, spart an vielen Stellen auf dem Weg zur Traumimmobilie bares Geld. Wir drücken Dir auf jeden Fall die Daumen!

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