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Label gründen – Checkliste

Veröffentlicht am 03 Apr 2019
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Ein eigenes Label gründen bedeutet gleichzeitig rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung zu übernehmen. In jedem Fall müssen Sie sich einige Gedanken machen, wenn Sie erfolgreich sein und mit berühmten Künstlern zusammenarbeiten wollen. Es ist durchaus eine Herausforderung, ein Plattenlabel zu gründen:

Die folgenden Tipps unterstützen Sie bei der Gründung Ihres Labels.

Die Geschäftsidee
Lizenzen und die finanzielle Seite
An alles gedacht?
Wichtige Codes

Die Geschäftsidee und erste Schritte

Einige der Überlegungen, mit welchen Sie sich auseinandersetzen sollten, wenn Sie ein Label gründen möchten, sind folgende:

  • Warum ein neues Label?
  • Welcher Labelname?
  • Welches Logo?

Machen Sie sich Gedanken, warum gerade Ihr Label so besonders ist, dass potenzielle Partner bei Ihnen einen Vertrag abschließen sollten. Was hebt Ihr Label von den anderen Labels ab? Welchen besonderen Service möchten Sie bieten? Nur mit Alleinstellungsmerkmalen kann sich Ihr Label auf dem Markt behaupten. Was genau wollen Sie verkaufen? Haben Sie also wirklich eine Marktlücke entdeckt oder möchten Sie einfach ein gewöhnliches Label gründen? Wenn Sie ein überzeugendes, ein gutes Konzept vorweisen zu können, stellen Sie sich die Frage nach dem Namen.

Gedanken zu einem ansprechenden Namen und Logo

Der Name Ihres Labels sollte kreativ, gut einprägsam und möglichst nicht zu lang sein. Des Weiteren müssen Sie natürlich prüfen, ob es Ihren gewünschten Namen bereits gibt. Auch das Logo ist ein wichtiger Punkt, wenn Sie ein Label gründen möchten. Investieren Sie lieber etwas mehr Zeit in das Design des Logos, denn möglicherweise wird es auf zahlreichen Merchandising Produkten Ihres Labels zu finden sein. Entwerfen Sie Ihr Logo am besten komplett neu, um nicht gegen die Copyright-Gesetze zu verstoßen. Tragen Sie Ihre Marke und Ihr Logo anschließend beim Patentamt ein, um zu verhindern, dass jemand Ihr Logo und Ihren Namen verwendet. So besitzen ausschließlich Sie die Rechte an Ihrer Marke.

Die Lizenzen und die finanzielle Seite

Zu der Organisation gehört zudem das Einholen von Genehmigungen, die Sie benötigen, sofern Sie ein Label gründen wollen. Es ist erforderlich, dass Sie Kontakt mit der GEMA aufnehmen, wenn Sie ein Plattenlabel gründen möchten. Melden Sie sich dort als Unternehmerin oder Unternehmer und fordern Sie die Lizenzformulare an. Die Kosten richten sich nach den Lizenzen, welche Sie benötigen, wenn Sie ein Label gründen wollen. Sofern Sie die Geschäftsform Einzelunternehmer oder GbR wählen, müssen Sie beim Ordnungsamt einen Gewerbeschein beantragen. Entscheiden Sie sich für die Gründung einer GmbH, dann ist ein Kapital in Höhe von 25.000 Euro erforderlich, wobei 12.500 Euro in Sachwerten erbracht werden können. Sie müssen Ihr Label im Handelsregister eintragen lassen oder es im Bundesanzeiger veröffentlichen. Um die richtige Rechtsform zu wählen kann es hilfreich sein, einen Anwalt zu kontaktieren. Dieser kann für Sie spezifische Einzelheiten klären, die wichtig sind, falls Sie ein Label gründen.

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Da der Eigenkapitalanteil für viele Menschen schwer ohne Weiteres zu stemmen ist kommt für oftmals eine Finanzierung in Frage. Um potenzielle Geldgeber von Ihrem Vorhaben zu überzeugen ist oftmals ein Businessplan nötig, mit dem Sie Ihre finanzielle Planung darlegen. Dazu gehören zum Beispiel die erwarteten Gewinne und Kosten. Wer keinen Businessplan erstellen möchte kann zum Beispiel auf eine Finanzierung mit auxmoney zurückgreifen.

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Weitere wichtige Gesichtspunkte, wenn Sie ein Label gründen

Auch diese Aspekte können wichtig sein, wenn Sie ein eigenes Label gründen möchten:

  • Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen?
  • Welche Musik wollen Sie veröffentlichen?
  • Welche Geschäftsform passt zu Ihrem Unternehmen?
  • Ist Ihre Liquidität gewährleistet?

Dies sind natürlich nur einige der zahlreichen weiteren Punkte, die Sie beachten müssen, wenn Sie ein Label gründen. Sofern Sie einen Musikverlag gründen möchten, bedeutet dies vor allem eine gründliche organisatorische Arbeit.

Die Codes für die Labelgründung

Sobald Sie Ihren Gewerbeschein erhalten haben, meldet sich entweder das Finanzamt von selbst bei Ihnen oder Sie übernehmen diesen Schritt. Vom Finanzamt erhalten Sie auch Ihre Steuernummer und können weitere wichtige Schritte klären. Wenn Sie ein Label gründen, dann benötigen Sie einen Labelcode. Diesen können Sie bei der GVL beantragen. Um den Labelcode zu erhalten, müssen Sie beispielsweise Ihre Tonträger einreichen, Ihren Gewerbeschein vorlegen oder auch eine Kopie der Künstlerverträge einreichen, sofern Sie schon Künstler unter Vertrag genommen haben.

Falls Sie ein Musiklabel gründen, haben Sie die Pflicht, Beiträge an die Künstlersozialkasse zu zahlen. Legen Sie dort die Honorare vor, die Sie gezahlt haben. Der Abgabesatz kann von Jahr zu Jahr variieren, bewegt sich aber meistens immer um 5,2 Prozent. Die Industrie- und Handelskammer wird Sie kontaktieren, sobald Sie Ihren Gewerbeschein beantragt haben. Möglicherweise müssen Sie auch bei der IHK Beiträge entrichten, wenn Sie ein Label gründen.

Sie sollten einen ISRC Code bei der IFPI beantragen. Die Kosten liegen zwischen 100 und 150 Euro. Bei der GSI bekommen Sie auf Wunsch einen EAN-Code, welchen Sie unter anderem auf Ihren Tonträgern nutzen können. Was Sie für diesen Code bezahlen müssen, hängt von Ihrem jährlichen Umsatz und der Häufigkeit der Verwendung ab. Bei dem EAN Code handelt es sich um eine Kennzeichnung, die Ihre Artikel als unverwechselbare Produkte markiert.

Weitere Punkte, die Sie in Betracht ziehen sollten, falls Sie ein eigenes Label gründen, sind das Equipment, die Verträge oder auch die Buchhaltung. Sicher werden Sie feststellen, dass es sehr aufwendig sein kann, sofern Sie tatsächlich ein Label gründen. Wagen Sie den Schritt und überzeugen Sie durch gute Konzepte, wenn Sie sich selbständig machen.

Eröffnung eines Tonstudios

Für den Aufbau eines Labels ist die Eröffnung eines Tonstudios durchaus sinnvoll. Nicht nur könnte man den unter Vertrag genommenen Künstlern eine Anlaufstelle bieten, sondern wäre ein Tonstudio hilfreich beim Markenaufbau, der Entdeckung von neuen Talenten und dem Erschließen von weiteren Einnahmequellen. Zunächst gilt es zu beachten, dass die professionelle Produktion und Bearbeitung von Musik modernste Tontechnik erfordert, sowie fundierte Kenntnisse entsprechend einem Tontechniker oder -ingenieur. Außerdem ist man bei der Kapitalbeschaffung für Ausrüstung und den anfänglichen Fixkosten wie z.B. Miete auf externe Geldquellen angewiesen. Bei der Standortwahl sollte man wert darauf legen, nicht mit anderen Tonstudios in Konkurrenz zu treten, gerade weil es sich hier um einen Nischenmarkt handelt. Bereits vorm Eröffnen sollte klar sein, dass beim Angebotspaket es besser ist eine breitere Zielgruppe anzuvisieren. Nicht nur Musiker haben Bedarf an professionellem Recording, auch Privatkunden wollen anlässlich besonderer Lebensereignisse wie z.B. Junggesellenabschiede sich musikalisch verewigen. Eine weitere Einkommensquelle können sein: Schnupperseminare, Aufnahme von Hörbüchern, Film- und Computerspieltönen. Auch aus Marketingsicht können einige Hebel in Bewegung gesetzt werden. Ziel sollte es sein sich als „Studio der Region“ zu etablieren, durch z.B. Werbung im Radio, günstige Konditionen für Nachwuchsbands oder der kostenlosen Aufnahme von Musikwettbewerbgewinnern.