Mal Hand aufs Herz: Geld auszugeben macht viel mehr Spaß als Geld zu sparen. Doch wusstest Du, dass die Deutschen zu den größten Sparfüchsen überhaupt gehören? Im Schnitt legen wir rund 10 Prozent unseres Einkommens beiseite. Doch welche Länder haben bei der Sparquote die Nase vorn? Die volle Liste gibt’s hier.

Was ist die Sparquote?

  • Die Sparquote sagt aus, wie viel Geld vom Nettoeinkommen nach Abzug Deiner Konsumausgaben übrig bleibt.
  • Sie drückt das Verhältnis Deiner Ersparnisse zum verfügbaren Nettokommen in Prozent aus.

sparquote

Sparquote: In diesen EU-Ländern leben die größten Sparfüchse

Platz 5: Deutschland (10 %)

Genau 10 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens legen die Deutschen jeden Monat auf die hohe Kante. Damit sind die deutschen Privathaushalte weitaus sparsamer als der EU-Durchschnitt, der bei nur 3,4 Prozent liegt. Trotzdem reicht das nur für Platz 5.

Platz 4: Frankreich (13,4 %)

Sparsamer als die Deutschen sind unsere westlichen Nachbarn: Französische Privathaushalte haben im Schnitt eine Sparquote von über 13 Prozent und verfehlen die Top 3 nur knapp.

Platz 3: Luxemburg (13,9 %)

Auf dem Siegertreppchen landet der Mini-Staat Luxemburg. Mit einer Sparquote von fast 14 Prozent schafft es das Großherzogtum auf den dritten Platz.

Platz 2: Schweden (16,10 %)

Vize-Europameister im Sparen sind die Schweden. Eine Sparquote von über 16 Prozent katapultiert den größten Staat Skandinaviens auf Platz 2 in unserem Ranking.

Platz 1: Schweiz (18,20 %)

Die größten Sparfüchse in der Europäischen Union wohnen in der Schweiz. Mit einer sensationellen Sparquote von über 18 Prozent steht der Binnenstaat an vorderster Stelle, wenn’s ums Thema Sparen geht.

Gut zu wissen: Brutto-Sparquote

Wirft man einen Blick auf die einzelnen Sparquoten ohne Abzug der Sozialabgaben, sieht das Ranking etwas anders aus: Hier landet Deutschland auf Platz 3 – hinter der Schweiz und dem Spitzenreiter Luxemburg.
Dass die Menschen in der Schweiz und Luxemburg zu den sparsamsten Europas gehören, ist übrigens wenig verwunderlich: Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 82.483 Dollar bzw. 115.838 Dollar pro Kopf sind es die beiden reichsten Länder der Welt. Zum Vergleich: Das deutsche Pro-Kopf-BIP lag 2019 bei 46.472 Dollar. Das reicht nur für Platz 18.
Quelle: Handelsdaten.de; Stand: 2019.

Ist meine Sparquote hoch genug?

Als Faustregel gilt: Lege mindestens 20 Prozent Deines monatlichen Einkommens zum Sparen beiseite. Wer mehr Geld zur Seite legen kann, umso besser. Wichtig ist außerdem, dass Du auf unvorhergesehene Situationen vorbereitet bist. Ob plötzlich anfallende Reparaturen im Haushalt oder überraschende Schicksalsschläge: Wer 3 Netto-Monatsgehälter griffbereit hat, ist für solche Notsituationen sehr gut gewappnet. Empfohlen wird eine Barreserve oder ein Tagesgeldkonto, auf das Du jederzeit zugreifen kannst.
 
Wie Du einfach einen Notgroschen aufbaust, erfährst Du hier.
 
Tipp: Wer seine Sparquote monatlich ausrechnet, hat einen besseren Überblick über seinen Finanzen. Wird Deine Sparquote beispielsweise von Monat zu Monat geringer, solltest Du versuchen Deine Ausgaben herunterschrauben. Hervorragend klappt das mit einem Finanzplan, in dem Du konkrete Sparziele festlegst.

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