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Künstliche Befruchtung: Kosten, Methoden und Erfolgschancen

Veröffentlicht am 30 Okt 2017
  • Künstliche Befruchtung kann kinderlosen Paaren zu einem Baby verhelfen, wenn der Kinderwunsch nicht auf natürliche Weise erfüllt werden kann
  • Krankenkassen übernehmen nur bei verheirateten Paaren künstliche Befruchtung-Kosten
  • Neu: seit 2016 beteiligen sich einige Bundesländer bei den Kosten für unverheiratete Paare

 
Kinderlosigkeit ist selten geplant. Viele Paare wünschen sich Nachwuchs, um ihr Glück vollkommen werden zu lassen. Doch einigen wird dieser Wunsch leider verwehrt. Oftmals bleibt ihnen nur die künstliche Befruchtung, um Kinder zu kriegen. Eine künstliche Befruchtung ist ein medizinischer Eingriff, der zur Herbeiführung einer Schwangerschaft dient. Die Medizin greift bei der künstlichen Befruchtung in den Zeugungsakt ein und entkoppelt den Vorgang von der natürlichen Sexualität eines Paares. Daher wird diese Zeugung des Kindes als „künstlich“ bezeichnet. Entsprechend der Befruchtung beim Geschlechtsverkehr, verschmelzen auch bei der künstlichen Befruchtung die Eizelle der Frau mit der Samenzelle des Mannes. Somit unterscheidet sich lediglich der Weg zur Befruchtung.

Künstliche Befruchtung: Kosten für den Nachwuchs

Krankenkassen übernehmen einen Teil der künstlichen Befruchtung-Kosten. In Deutschland liegen die künstliche Befruchtung-Kosten je nach Methode und Anbieter bei mindestens 2.000 Euro pro Versuch. Da aber nicht jeder Versuch zu einer Schwangerschaft führt, müssen Paare vor der Behandlung mit viel höheren Kosten rechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei verheirateten Paaren unter bestimmten Voraussetzungen anteilig die Kosten einer künstlichen Befruchtung für bis zu drei Versuche. Seit 2016 beteiligen sich auch einige Bundesländer an künstliche Befruchtung-Kosten bei unverheirateten Paaren, damit diese nicht weiter benachteiligt werden.

Damit die Krankenkasse Kosten übernimmt, sollte die Voraussetzung für die künstliche Befruchtung einer ärztlichen Feststellung entsprechen und eine hinreichende Aussicht auf Erfolg versprechen. Außerdem müssen sich Ehepaare vor der anteiligen Übernahme der künstlichen Befruchtung-Kosten einer Beratung unterziehen. Hinzu kommt, dass bei der Befruchtung nur eine homogene Insemination durchgeführt werden darf. Das heißt es dürfen nur Ei- und Samenzellen der Ehegatten verwendet werden.

Krankenkassen verlangen auch, dass die Durchführung der künstlichen Befruchtung nur in Einrichtungen stattfindet, die von der zuständigen Landesbehörde eine entsprechende Genehmigung erteilt bekommen hat. Zugleich gelten Altersgrenzen: die Eheleute müssen mindestens 25 Jahre alt, wobei die Frau nicht älter als 40 und der Mann nicht älter als 50 Jahre sein darf.

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Künstliche Befruchtung-Kosten hängen von der Methode ab

Auf Basis der individuellen Voraussetzungen klärt der behandelnde Arzt, ob und welche der Methoden bei der künstlichen Befruchtung dem Paar helfen kann, um Kinder zu kriegen. Wesentlich ist die bewusste Einstellung der Paare: es sind mehrere Untersuchungen und Behandlungsschritte notwendig und keine der Techniken garantiert das Eintreten einer Schwangerschaft. Paare, die sich für eine künstliche Befruchtung entscheiden, sollten daher viel Geduld und psychische Stärke mitbringen.

Methode:
 
Vorgehensweise: Kosten pro Versuch:
In-Vitro-Fertilisation (IVF): → „Befruchtung im Glas“
→ Eizellen werden mit aufbereitetem Sperma in einem Reagenzglas zusammengebracht
ca. 2.000 Euro
Insemination: → „Samenübertragung“
→ Befruchtungsfähige Samenzellen des Mannes werden in die Gebärmutter der Frau übertragen
bis zu 1.000 Euro
Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): → Die Samenzelle des Mannes wird direkt in das Zytoplasma einer Eizelle eingespritzt ca. 3.000
Intratubarer Gametentransfer (GIFT): → Mischform aus Insemination und In-Vitro-Fertilisation
→ Sowohl Samenzellen und auch Eizellen werden mit einem Katheter in den Eileiter eingebracht
ca. 3000-4000 Euro

Erfolgschancen durch die Kosten der künstlichen Befruchtung:

Künstliche Befruchtung-Kosten hängen auch von der Art der Behandlung ab. Die Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung sind unterschiedlich. Sie hängen von der jeweiligen Methode und ganz persönlichen Faktoren, wie Alter des Paares, der psychischen Stabilität und Qualität der Ei-, sowie Samenzellen ab. Oft sind mehrere Behandlungen notwendig bis eine Schwangerschaft einsetzt. Pro Zyklus liegen beispielsweise die Erfolgsaussichten bei IVF und ICSI durchschnittlich bei 15 bis 25 Prozent. Rein statistisch gesehen liegen vor allem die Chancen von 30-Jährigen schwanger zu werden, bei knapp 40 Prozent. Bei 40-Jährigen hingegen sind es nur noch ungefähr die Hälfte. Besonders das Alter der Mutter spielt somit bei der Erfolgsaussicht der Kinderwunschbehandlung eine wichtige Rolle.

Dennoch bergen die Methoden der künstlichen Befruchtung unterschiedliche Risiken. Durch die Hormonstimulation können zum Beispiel Mehrlingsschwangerschaften die Folge sein. Auch können durch die operativen Eingriffe Verletzungen an Mann und Frau entstehen. Überdies können neben den körperlichen Komplikationen auch psychische Belastungen das Paar überfordern. Bevor man sich für einen solchen wichtigen Schritt entscheidet, sollte man sich daher über die künstliche Befruchtung bezüglich Kosten, Durchführung und Folgen genauestens informieren. Falls Sie weitere Fragen zur Betreuung oder Erziehung von Kindern haben sollten, dann lesen Sie sich unsere anderen Artikel auf auxmoney-Spartipps durch.