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SAP-Aktie

Die SAP-Aktie – Portrait und Potenzial

Veröffentlicht am 02 Mai 2017

Seit der Gründung im Jahr 1972 konnte sich die „SAP Systemanalyse und Programmentwicklung GbR“ von einem ambitionierten Startup-Unternehmen zum global agierenden DAX-Konzern und einem der größten Softwarehersteller weltweit entwickeln. Das klingt nach Voraussetzungen, die das Unternehmen auch für Anleger interessant machen – aber für wen eignet sich die SAP-Aktie tatsächlich?

Die SAP-Story – ein langer Weg bis zur SAP-Aktie

Im Jahr 1972 traten in Weinheim fünf einstige IBM-Mitarbeiter an, um eine gemeinsame Vision zu verwirklichen: die Verarbeitung von Unternehmensdaten in Echtzeit. Doch nicht nur dieser Ansatz war revolutionär, auch in anderen Bereichen gilt das Unternehmen als Wegbereiter in der Softwareentwicklung. So war es bereits mit frühen Versionen des Systems von SAP möglich, dass mehrere Abteilungen über eine Plattform auf die Daten zugreifen konnten und verschiedene Prozesse somit vereinfachte und beschleunigte. Zudem entwickelte SAP die Software als Standardsoftware, die nicht nur auf die Bedürfnisse eines Kunden ausgerichtet war, sondern sich für den Einsatz in Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen eignete. Ein so universeller Ansatz war in den 1970er-Jahren noch vollkommen unüblich und für die Entwicklungen in der Branche wegweisend.

In den folgenden Jahren wurde die Software von SAP stetig um Funktionen erweitert. Zudem wurden weitere Standorte gegründet und es erfolgte die Umwandlung in eine GmbH. Der große Schritt an die Börse kam schließlich 1988. Zunächst wurde das Unternehmen im August in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, Anfang November wurde die SAP-Aktie dann erstmals an den Börsen von Frankfurt und Stuttgart gehandelt. Der Emissionspreis lag bei 750 DM.

In den 1990er-Jahren folgten mehrere Kapitalerhöhungen und Aktiensplits, sodass die Zahl der ausgegebenen SAP-Aktien von anfangs 1,2 Millionen Stück bis 1999 auf über 100 Millionen Stück anstieg. Ein Jahr zuvor konnte SAP einen weiteren wichtigen Schritt in der Unternehmensgeschichte verbuchen: Die Notierung der SAP-Aktien an der New Yorker Börse. Als 2000 die Dotcom-Blase an der Wall Street und anderen Börsenhandelsplätzen auf der Welt platze, blieb auch die SAP-Aktie nicht vor Kursverlusten verschont, schließlich war das Vertrauen der Anleger in Technologiewerte stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Allerdings konnte der allgemeine Abwärtstrend die SAP-Aktie und deren Kursverlauf nicht dauerhaft schädigen.

Die SAP-Aktie im neuen Jahrtausend

2001 wurden die Vorzugsaktien von SAP in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt, in der Folge gab es dann nur noch geringe Kapitalerhöhungen. Der Kurs der Aktie entwickelte sich ab 2002 sehr positiv, sackte Ende 2006 aber durch eine Kapitalerhöhung aus Geschäftsmitteln deutlich ab. im Rahmen dessen wurde die SAP-Aktie gesplittet, sodass die Zahl der Anteilsscheine 2006 von 300 Millionen auf über 1,2 Milliarden anstieg.

In der Folge entwickelte sich die SAP-Aktie sehr positiv. Trotz einiger leichter Schwankungen stieg der Kurs zwischen 2006 und 2016 fast auf das Doppelte. Für 2016 erwarten einige Fachleute einen Anstieg auf bis zu 85 Euro.

Die SAP-Aktie für Anleger – Daten und Aussichten

Die SAP-Aktie hat sich als eine feste Größe unter den DAX-Werten etabliert. Rund 75,6 Prozent der Wertpapiere befinden sich im Streubesitz, 2,6 Prozent werden vom Unternehmen selbst und 21,6 Prozent von den Gründern gehalten. Angesichts eines weltweiten Marktanteils von rund 20 Prozent, den SAP beim Vertrieb von ERP-Software hat, gehen Analysten weiterhin von einer stabilen Wertentwicklung der Aktie aus. Grundsätzlich ist natürlich eine Investition in ein einzelnes Unternehmen mit einem höheren Risiko verbunden als beispielsweise eine Fondsanlage. Die Anteile der SAP SE sind aber schon über einen längeren Zeitraum sehr stabil. Zudem zählt SAP zu den absoluten Größen der Branche, sodass das Risiko für Anleger hier überschaubar bleibt. Einige Fachleute raten aufgrund der Stabilität sogar, die SAP-Aktie unbedingt ins Portfolio aufzunehmen. Die Kursentwicklung der Aktie sowie die in den letzten Jahren gezahlte Rendite scheint den Experten recht zu geben, wie Sie an der untenstehenden Tabelle ablesen können, die den Verlauf der Dividende von 2003 bis 2016 abbildet.

DatumDividende in EuroDividenden-Rendite in Prozent
12.05.20161,151,57
20.05.20151,101,89
21.05.20141,001,60
04.06.20130,851,40
23.05.20120,752,64
25.05.20110,601,39
08.06.20100,501,39
19.05.20090,501,63
03.06.20080,501,42
10.05.20070,461,32
09.05.20060,360,82
12.05.20050,280,87
06.05.20040,200,64
09.05.20030,150,65

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die SAP-Aktie vor allem für Anleger eignet, die das Risiko einer Investition in ein Einzelunternehmen nicht scheuen, dabei aber auf einen stabilen Wert setzen möchten, sodass das Risiko für sie möglichst gering ist. Die Renditeerwartungen dürfen durchaus gehoben sein, sollten aber nicht zu übertrieben ausfallen – denn selbst bei guter Kursentwicklung schmälern Depotgebühren und Transaktionsgebühren den Gewinn.

Zusammenfassung: SAP-Aktie

  1. 1988 machte SAP mit einem Emissionspreis von 750 DM den Schritt an die Börse.
  2. In den 1990er-Jahren stieg die Zahl der ausgegebenen SAP-Aktien von anfangs 1,2 Millionen Stück bis 1999 auf über 100 Millionen Stück.
  3. Zwischen 2006 und 2016 stieg der Kurs der SAP-Aktien fast auf das Doppelte.
  4. Aufgrund der Stabilität des Aktienkurses bleibt das Risiko überschaubar.

 

Originally posted 2017-01-11 15:23:53.

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