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Motorradführerschein: das sind die Kosten

Motorradführerschein: Kosten und Sparmöglichkeiten

Veröffentlicht am 10 Feb 2016

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Haben Sie bereits einen Führerschein absolviert, können Sie Kosten sparen
  • Je nach Alter und Erfahrung können Sie verschiedene Motorradklassen fahren
  • Die Wahl der richtigen Fahrschule ist entscheidend

 

Das Motorrad – für viele Menschen mehr als ein Transportmittel. Wenn Sie sich auch nach dem Gefühl von Freiheit sehnen und einen Motorradführerschein machen wollen, können Sie sich hier über die anfallenden Kosten informieren.

Einen Motorradführerschein kann man in unterschiedlichen Klassen absolvieren. Die Klassen sind dabei zum einen vom Alter der Person abhängig, zum anderen von der Leistung sowie vom Hubraum des Motorrads. Je nach dem für welche Klasse man sich entscheidet und welche Fahrerlaubnis bereits vorhanden ist, variieren die Kosten für den Motorradführerschein.

Motorradführerschein Kosten

Der Ablauf bis zum Abschluss der Fahrprüfung für einen Motorradführerschein ähnelt dem für einen PKW-Führerschein der Klasse B. Somit sind auch die Gebühren vergleichbar.

Nach der Anmeldung werden theoretische und praktische Fahrstunden absolviert. Die Praxis unterteilt sich in sogenannte Übungsstunden und Sonderfahrten. Bei Übungsstunden handelt es sich um reguläre Fahrstunden in denen Sie auf dem Motorrad vor dem Fahrlehrer fahren, wobei Sonderfahrten aus Nachtfahrten oder Touren auf der Autobahn bestehen. Jeder Fahrschüler absolviert mindestens 12 Sonderfahrten; die Anzahl der Übungsstunden hängt vom individuellen Lernerfolg und den Fähigkeiten des Schülers ab. Des Weiteren sind auch ein aktueller Sehtest und ein Erste-Hilfe-Kurs erforderlich, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Haben Sie den Erste-Hilfe-Kurs bereits für eine andere Fahrerlaubnis, beispielsweise die PKW-Führerscheinklasse B, absolviert, reicht eine Bescheinigung dieser Maßnahme aus. Um den Führerschein bei der Stadt zu beantragen, benötigen Sie alle notwendigen Dokumente sowie ein Passfoto. Es kommen Verwaltungskosten von ca. 50 Euro auf Sie zu.

Die Motorradführerschein Kosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

1. Anmeldegebühr (inklusive Theoriestunden & Lernmaterial) 100 – 200 Euro
2. Übungsstunden 20 – 40 Euro / Stunde
3. Sonderfahrten (mindestens 12) 40 – 60 Euro / Stunde
4. Prüfungsgebühr Theorie 20 – 80 Euro
5. Prüfungsgebühr Praxis 200 – 300 Euro
6. Verwaltungskosten 50 Euro
7. Sehtest 10 Euro
8. Erste-Hilfe-Kurs 15 – 30 Euro
9. Passfoto 5 – 15 Euro

 

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Motorradführerschein Kosten steigen mit der Zeit

Konzentrieren Sie sich voll auf den Führerschein, um Kosten zu sparen.

Ist der Motorradführerschein Ihre erste Fahrerlaubnis, und benötigen Sie insgesamt 10 Übungsstunden und 12 Sonderfahrten, so liegen die Motorradführerschein Kosten bei durchschnittlichen Preisen bei etwa 1.450 Euro. Benötigen Sie mehr Fahrstunden, steigen die Gesamtkosten. Haben Sie bereits einen Führerschein, lägen die Kosten darunter: die Theorieprüfung, sowie Erste-Hilfe-Test und eventuell Teile der Anmeldegebühren entfallen. Auch die praktische Prüfung, deren Kosten aus einem Anteil für TÜV und einem für den Fahrlehrer bestehen, ist in diesem Fall günstiger.

Sollten Sie die praktische oder theoretische Führerscheinprüfung nicht bestehen, kommen weitere Übungsstunden auf Sie zu, die den Gesamtpreis weiter steigern. Zudem muss für die zweite Prüfung eine erneute Prüfungsgebühr gezahlt werden. Im Zweifelsfall kann es somit ratsam sein, lieber für eine Fahrstunde mehr zu bezahlen, als die Kosten des Nichtbestehens zu tragen.

Führerscheinklassen & Aufstieg

Es gibt verschiedene Führerscheinklassen für Motorräder, die in Verbindung mit der Leistung der Maschinen stehen. Auch unterscheiden diese sich im Führerschein-Mindestalter.

  • A1 (Mindestalter 16 Jahre): Leichtkraftrad mit Hubraum von 125 ccm und einer Leistung von 11 kW
  • A2 (Mindestalter 18 Jahre): Motorräder mit einer Leistung von 35 kW
  • A (Mindestalter 24 Jahre oder vorherige Absolvierung einer Führerscheins Klasse A2): Krafträder ohne Leistungsbeschränkung

 

Für den Aufstieg in Klasse A muss bereits ein Führerschein der Klasse A2 vorhanden sein, wenn der Prüfling jünger als 24 Jahre alt ist. Zwischen der Ablegung der A2 und der A Prüfung müssen allerdings zwei Jahre liegen, um ein gewisses Maß an Fahrpraxis zu gewährleisten. In diesem Fall muss der theoretische Teil nicht erneut abgelegt werden.

Motorradführerschein – das sollten Sie beachten

Interessieren Sie sich für einen Motorradführerschein, sollten Sie in jedem Fall die Kosten der infrage kommenden Fahrschulen miteinander vergleichen. Auch ist es wichtig, der Fahrschule vertrauen zu können – theoretisch können Fahrlehrer Ihre Motorradführerschein Kosten künstlich in die Höhe treiben, indem sie weitere Praxisstunden anordnen. Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf das Projekt Motorradführerschein, um das Durchfallen durch die Prüfung zu vermeiden und so Kosten zu sparen bzw. unnötige Gebühren zu umgehen.