Rund 2400 Euro – so viel Geld geben die Deutschen im Schnitt pro Jahr für Versicherungen aus, deutlich mehr als der europäische Mittelwert. Doch um sich ausreichend zu schützen, sind viele Policen gar nicht nötig. Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wir verraten es Ihnen.

Welche Versicherungen braucht man?

Gesetzliche Krankenversicherung und Kfz-Haftpflichtversicherung

Sofern Sie Fahrzeughalter oder nicht bereits privat krankenversichert sind, kommen Sie an einer Kfz-Haftpflicht- und einer Krankenversicherung nicht vorbei – beide sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Faustregel: Je größer das Risiko und je existenzbedrohender der Schadensfall, desto wichtiger die Versicherung. Übrigens: Wenn Sie zu einer günstigeren Kfz-Haftpflichtversicherung wechseln möchten, dann vergessen Sie nicht, Ihre bestehende zu kündigen – Stichtag ist immer der 30. November.

Private Haftpflichtversicherung

Unachtsame Momente oder leichtsinnige Aktionen – kleine Unglücke sind schnell passiert. Klar ist: Wer anderen Personen unabsichtlich Schaden zufügt, muss für die Kosten aufkommen. In solchen Fällen springt die private Haftpflichtversicherung ein. Sie abzuschließen ist zwar freiwillig, wird aber dringend empfohlen. Achten Sie in jedem Fall auf ausreichenden Schutz – im Extremfall kann ein hoher Schadensersatzanspruch sogar Ihre Existenz bedrohen.

Hausratversicherung

Welche Versicherungen braucht man?

Sie können nach einem Brand, Hagelsturm oder Einbruch nicht für die Kosten Ihrer Haus- oder Wohnungseinrichtung aufkommen? Dann macht es Sinn, eine Hausratversicherung abzuschließen. Der monatliche Preis für eine Hausratversicherung hängt von der Größe Ihrer Wohnung, Ihrem Wohnort und den individuell vereinbarten Zusatzleistungen ab. Abgedeckt werden zum Beispiel Möbel, Kleidung sowie Haushaltsgeräte. Wertgegenstände wie Schmuck oder Gold sind durch die Police im Normalfall nur bis zu einem bestimmten Betrag versichert.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Ob Unfall, Krankheit oder andere unvorhersehbare Ursachen: Wer unverhofft aus dem Arbeitsleben gerissen wird, läuft schnell Gefahr, in eine finanzielle Notlage zu geraten – vor allem ohne Absicherung. Empfohlen wird in solchen Fällen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie deckt Ihren finanziellen Bedarf ab, wenn Sie Ihren Job nicht mehr ausüben können. Sinnvoll ist diese Versicherung besonders dann, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt ausschließlich von Ihrem Arbeitseinkommen bestreiten. Unser Tipp: Je früher Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto günstiger der monatliche Beitrag.

Die häufigsten Versicherungen in Deutschland (Stand: 2018)

Versicherungen, auf die Sie verzichten können

Welche Versicherungen braucht man?

 

Weniger wichtig sind Versicherungen, die nur kleinere Schäden absichern: Darunter fallen Reiserücktritts- oder Glasbruchversicherungen, aber auch Versicherungen für Fährräder, Handys oder Brillen. In den seltensten Fällen sind die Kosten so hoch, dass sie Sie in den finanziellen Ruin treiben. Welche Versicherungen überflüssig sind, sehen Sie in der Tabelle:

 

Überflüssig Sinnvolle Ergänzung ++
Glasbruchversicherung Hausratversicherung
Brillenversicherung Rechtsschutzversicherung (je nach persönlicher Lebenslage sinnvoll)
Krankenhaustagegeldversicherung Teilkasko-, Vollkaskoversicherung (sofern Fahrzeugbesitzer)
Reisegepäckversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung (sofern abhängig vom Arbeitseinkommen)
Handyversicherung Risikolebensversicherung (für Familien)
 Versicherung gegen „häusliche Notfälle“ Haftpflichtversicherung (dringend empfohlen)
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr
Insassenunfallversicherung
Hochzeitsrücktrittskostenversicherung
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr
Kälteschutz-/Heizkostenversicherung

Versicherungen, auf die Sie verzichten können

Welche Versicherungen braucht man?

 

Weniger wichtig sind Versicherungen, die nur kleinere Schäden absichern: Darunter fallen Reiserücktritts- oder Glasbruchversicherungen, aber auch Versicherungen für Fährräder, Handys oder Brillen. In den seltensten Fällen sind die Kosten so hoch, dass sie Sie in den finanziellen Ruin treiben. Welche Versicherungen überflüssig sind, sehen Sie in der Tabelle:

 

Überflüssig Sinnvolle Ergänzung ++  
Glasbruchversicherung Hausratversicherung  
Brillenversicherung Rechtsschutzversicherung (je nach persönlicher Lebenslage sinnvoll)  
Krankenhaustagegeldversicherung Teilkasko-, Vollkaskoversicherung (sofern Fahrzeugbesitzer)  
Reisegepäckversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung (sofern abhängig vom Arbeitseinkommen)  
Handyversicherung Risikolebensversicherung (für Familien)  
 Versicherung gegen „häusliche Notfälle“ Haftpflichtversicherung (dringend empfohlen)  
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr    
Insassenunfallversicherung    
Hochzeitsrücktrittskostenversicherung    
Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr    
Kälteschutz-/Heizkostenversicherung    

Tipps und Tricks: Welche Versicherungen braucht man?

  1. Bevor Sie eine Versicherung abschließen, durchforsten Sie das Internet und nutzen Sie Vergleichsportale. Sie werden sehen: Bei zahlreichen Versicherungsanbietern gibt es trotz gleicher Leistungen enorme Unterschiede im Preis.
  2. Sparen können Sie auch, wenn Sie mehrere Versicherungen beim selben Anbieter abschließen. In vielen Fällen kann ein Mengenrabatt die Beitragssumme um bis zu fünf oder zehn Prozent reduzieren.
  3. Die Kosten für eine Police können Sie zusätzlich drücken, wenn Sie im Vorfeld eine Selbstbeteiligung mit dem Anbieter vereinbaren.
  4. Basic-Tarife sind meist weniger umfangreich als ein Premium-Schutz, sind aber vor allem eins: günstiger. Prüfen Sie im Vorhinein, welche Leistungen Sie wirklich benötigen und entscheiden Sie sich für einen passenden Tarif, der auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten ist.

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