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Einen Schuhladen eröffnen – was zu beachten ist

Veröffentlicht am 03 Jan 2019
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Wer ein besonderes Faible für Schuhe hat oder sogar schon einmal im Schuhgeschäft tätig war, mag auf den Gedanken kommen, sich mit einem Schuhladen selbstständig zu machen. Eine gute Idee, denn es besteht immer Nachfrage nach Schuhen. Allerdings sind bei der Planung einige Faktoren, insbesondere der große Wettbewerb im Einzelhandel, zu berücksichtigen.

Den eigenen Schuhladen eröffnen

Am Anfang der Planung steht die Frage, an welchem Standort sich das Ladenlokal befindet, in dem der Schuhladen eröffnen soll. Deshalb ist eine Standortanalyse unverzichtbar, bevor ein neuer Schuhladen eröffnen kann. Der Existenzgründer muss sich beispielsweise darüber informieren, ob es in der Umgebung bereits ähnliche Geschäfte gibt. Da die Konkurrenz groß ist und der Schuhladen zudem mit dem Onlinehandel konkurriert, ist es wertvoll, wenn das neue Geschäft über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt. Vielleicht ist es auf Kinderschuhe oder auf Übergrößen spezialisiert? Bei den Vorüberlegungen sollte bedacht werden, welche Bevölkerungsgruppe im Viertel wohnt. Vor der Eröffnung des Schuhladens müssen auch die voraussichtlichen monatlichen Kosten kalkuliert werden: Neben der Miete für das Ladenlokal, in dem der Schuhladen eröffnen soll, machen vor allem die Personalkosten einen hohen Anteil aus. Außerdem sollte der Gründer sich kritisch fragen, ob er die persönlichen Voraussetzungen mitbringt, um ein derartiges Geschäft erfolgreich zu führen. Besonders wichtig ist naturgemäß Verkaufstalent.

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Einen Businessplan für das Schuhgeschäft erstellen

Wer einen Schuhladen eröffnen möchte, verfügt voraussichtlich nicht über die finanziellen Mittel, um sämtliche anfänglich anfallenden Kosten allein tragen zu können. Deshalb muss in den meisten Fällen ein Kreditgeber gefunden werden. Regelmäßig handelt es sich dabei um eine Bank. Diese möchte natürlich wissen, ob das neue Geschäft sich langfristig tragen kann. Um sie hiervon zu überzeugen, ist ein sorgfältig erstellter Businessplan notwendig, damit der Schuhladen eröffnen kann. Darin sollte zum Beispiel ein mögliches Alleinstellungsmerkmal, über das der Schuhladen verfügt, herausgestellt werden. Auch die zu Beginn erforderlichen Investitionen müssen aufgelistet werden. Dazu gehören neben den Anschaffungskosten für die Schuhe und die Ladeneinrichtung beispielsweise die Kosten für eine notwendige Renovierung oder gar einen Umbau der Räumlichkeiten, in denen das Schuhgeschäft eröffnen soll. Außerdem sollte der Schuhladen über ein finanzielles Polster verfügen, damit die Miete sowie die Gehälter auch dann bezahlt werden können, wenn das Geschäft in der Anfangsphase noch keinen Gewinn abwirft.

Mit Erfolg ein Schuhgeschäft eröffnen

Die Bank wird aber die kalkulierten Kosten sicherlich nicht vollständig finanzieren. Wer einen Schuhladen eröffnen möchte, sollte deshalb Eigenkapital von mindestens 15 Prozent besitzen. Existenzgründer sollten sich außerdem darüber unterrichten, welche Fördermöglichkeiten bestehen und ob finanzielle Zuschüsse gewährt werden, wenn sie einen Schuhladen eröffnen. Diese müssen unter Umständen, anders als ein Kredit der Bank, nicht zurückgezahlt werden oder sind jedenfalls zinsgünstiger. Darüber hinaus ist die Anmeldung eines Gewerbes zwingend vorgeschrieben. Wer einen Schuhladen eröffnen möchte, sollte sich ferner mit den ansonsten einzuhaltenden Vorschriften auskennen, damit es beispielsweise keine böse Überraschung gibt, wenn eine Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht erfolgt. Dabei ist unter anderem Folgendes zu prüfen:

  • Müssen sanitäre Anlagen für Kunden vorhanden sein?
  • Sind Parkplätze bereitzustellen, bevor der Schuhladen eröffnen kann?
  • Welche Öffnungszeiten sind einzuhalten?

Weitere Überlegungen, bevor das Schuhgeschäft eröffnen kann

Existenzgründer sollten sich die zentrale Frage stellen, wie sie ihre Zielgruppe ansprechen und auf das neue Geschäft aufmerksam machen können. Es kann sehr lohnenswert sein, gezielt Werbung zu betreiben. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • So können Anzeigen geschaltet werden.
  • Bereits im Vorfeld können Flyer verteilt werden, die potenzielle Kunden darüber informieren, wann und mit welchem Sortiment der Schuhladen eröffnen wird.
  • Außerdem kann am Eröffnungstag eine werbewirksame Feier veranstaltet werden, die dazu beiträgt, Neukunden in das Ladenlokal zu locken.
  • Vielleicht soll das Schuhgeschäft auch einen eigenen Internetauftritt bekommen.

Auch hier kann die Einschaltung eines Fachmanns, etwa eines Webdesigners, ausgesprochen empfehlenswert sein.

Der Existenzgründer sollte des Weiteren darüber nachdenken, wie er sich in Zukunft über neue Trends auf dem Laufenden hält. Gibt es in der Branche regelmäßige Publikationen, die über Neuerungen informieren? Welche Messen sollen besucht werden? Unverzichtbar ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung. Sinnvoll kann es außerdem sein, dass sich der Existenzgründer durch einen Versicherungsvertreter beraten lässt, welche weiteren Versicherungen ratsam sind. Zu denken wäre etwa an folgende Möglichkeiten:

  • Kann das Inventar versichert werden?
  • Soll für den Fall einer Betriebsunterbrechung Vorsorge getroffen werden?

Nicht zu vergessen ist die Frage, ob der Existenzgründer auch als Selbstständiger weiter in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sein will.

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