Gründungsratgeber
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Wie eine Nachhilfeschule gründen und führen?

Veröffentlicht am 17 Jul 2019
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Wer eine Nachhilfeschule gründen will, verbindet gute Verdienstmöglichkeiten mit positiver gesellschaftlicher Wirkung. Durch eine Nachhilfeschule werden Kinder mit individueller Förderung an Wissen und Bildung herangeführt. Nachteile im Lernen, die die Schule nicht ausgleichen kann, können hier überwunden werden. Die Kinder kommen wöchentlich zum Unterricht, die Eltern zahlen pro Stunde Gebühren.

Nachhilfeschule gründen im Wettbewerbsumfeld

Wer eine Nachhilfeschule gründen will, benötigt zunächst einen Standort für die Unterrichtsräume.

  • Das Studieren der Wettbewerber, deren Standorte und Preise ist empfohlen. Um eine Nachhilfeschule zu gründen, sollte bei der Einrichtung der Räume nicht gespart werden.
  • Wer eine Nachhilfeschule gründen will, sollte den Zugang zu Studenten als Nachhilfelehrer sicherstellen. Bei Bewerbern sollten stets die pädagogischen Fähigkeiten geprüft werden. Hier hilft ein Verband, in dem man Mitglied werden kann und der mit Know-how unterstützt.
  • Um unabwägbare Risiken zu vermeiden, sollten die Verträge mit den Nachhilfelehrern so gestaltet sein, dass diese nur eingesetzt werden, wenn es Nachfrage gibt.
  • Es sollte mit unterschiedlichen Preisen Einzelnachhilfe und Kleingruppennachhilfe angeboten werden.
  • Mit dem Angebot unverbindlicher Probetermine können sich die Schüler für die Teilnahme entscheiden.
  • Wenn die Nachhilfe bei den Schülern zu Hause durchgeführt wird, dann sollte nur Einzelunterricht angeboten werden. Hier steht man im Wettbewerb zu Lehrern, die ihre Dienste im Internet auf Plattformen anbieten.

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Mit einem Businessplan starten

Zunächst muss ein Businessplan entwickelt werden, der alle Investitionskosten, die Betriebskosten und verschiedene Varianten für schlechte, mittlere und gute Geschäftsverläufe enthalten sollte.

  • Wer ein Nachhilfeinstitut gründen will, benötigt Unterrichtsräume, Möbel und Schulbücher. Es sollte eine Wohlfühlatmosphäre geboten werden.
  • Miete wird fällig, Rücklagen für Renovierungen und Schulferien sind zu bilden. Festanstellungen sollten vermieden werden und Reserven einkalkuliert sein, bis sich das Geschäft etabliert hat.
  • Wer eine Nachhilfeschule gründen will, kann sich von der regionalen Wirtschaftsförderung beraten lassen. Diese berät und wird unter Umständen mit einem Gründungszuschuss unterstützen. Dort wird auch der Businessplan zur Prüfung vorgelegt. Wer eine Nachhilfeschule gründen will, dem verhilft die Wirtschaftsförderung zu den notwendigen Genehmigungen. Möglicherweise gibt es auch Beihilfen durch die Bundesanstalt für Arbeit, wenn man dort in die Förderdatenbank eingetragen wird.
  • Beim Bundeswirtschaftsministerium gibt es eine Förderdatenbank für die Abhaltung von Kursen für Migranten. Das ist ein weiterer Geschäftszweig, wenn man eine Nachhilfeschule gründen will.

Rechtliche Rahmenbedingungen des Betriebs eines Nachhilfeinstituts

Jeder kann eine Nachhilfeschule gründen. Es wird kein Hochschulabschluss verlangt. Wenn man eine Nachhilfeschule gründen will, wird man im Finanzamt als Freiberufler geführt. Schwieriger kann es beim Gewerbeamt werden, das unter Umständen den freiberuflichen Status ablehnt, da möglicherweise weder der Unternehmer noch die Lehrkräfte über Hochschulabschlüsse verfügen. Hier liegt ein Risiko, das zusammen mit der Wirtschaftsförderung geprüft werden sollte, wenn man eine Nachhilfeschule gründen will.

  • Es muss kein Kontakt mit dem Gewerbeamt aufgenommen werden. Vielleicht meldet dies sich jedoch irgendwann.
  • Wenn man kein Freiberufler ist, muss man Gewerbesteuer zahlen. Auch hierzu berät die regionale Wirtschaftsförderung.
  • Es muss geprüft werden, ob in eine Rentenkasse eingezahlt werden muss. Das ist der Fall, wenn einer der Lehrkräfte mehr als 450,00 Euro im Monat verdient.
  • Bei der Einrichtung von Unterrichtsräumen muss darauf geachtet werden, ob im fraglichen Objekt die Ausübung von Gewerbe möglich ist. Bei der Genehmigung hilft die Wirtschaftsförderung.

Nachfragesicherung durch Marketing und Produktqualität

  • Wer eine Nachhilfeschule gründen will, sollte eine eigene, professionell gestaltete Website betreiben. Die Seite muss so gestaltet werden, dass Preise und Bedingungen des Unterrichts erkennbar werden. Es sollten Formulare für die Kontaktaufnahme und idealerweise auch für die Anmeldung vorhanden sein.
  • Es ist außerdem hilfreich, Handzettel an Schulen zu verteilen und, mit Genehmigung des Schulsekretariats, Aushänge an den Schulen zu machen.
  • Über die Jobcenter lassen sich Möglichkeiten für Kurse für Arbeitssuchende und Migranten organisieren.

Neben allem Marketing ist aber die Unterrichtsqualität entscheidend für den Geschäftserfolg. Kein Marketingmittel wirkt intensiver als die Mundpropaganda, falls man eine Nachhilfeschule gründen will. Zufriedene Kunden, seien es Schüler oder ihre Eltern, werden die Schule weiterempfehlen. Die Zertifizierung der Schule kann durch einen Verband erreicht werden. Es werden verschiedene, teils aber aufwendige Zertifizierungsverfahren angeboten. Durch Angebote und Produkte wie Computerarbeitsplätze, Beamer und innovative Hilfsmittel können die Wettbewerber übertroffen werden, das wirkt stärker als ein Preiskampf.