Gründungsratgeber

Kita gründen: erfolgreich mit Kindern arbeiten

Veröffentlicht am 10 Okt 2016
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Wer eine Kita gründen möchte, ist oft mit dem Herzen und sehr viel Engagement bei der Sache. Kein Wunder, denn die Arbeit mit Kindern ist eine spannende Aufgabe, mit der man auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten kann. Darüber hinaus fehlen an vielen Orten freie Kita-Plätze. Wenn Sie also gründungswillig sind, sollten Sie sich nicht von den vielen Vorschriften abschrecken lassen und gut informiert Ihr Projekt starten.

Eine Kita gründen – ein Projekt mit großem Potenzial

Wer selbst kleine Kinder hat, Personen mit kleinen Kindern kennt oder einen pädagogischen Beruf ausübt, weiß es längst: Kitaplätze sind mancherorts so heiß begehrt, dass man sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss und nicht immer den Wunsch-Platz erhalten kann. Aus diesem Grund liegt die Schlussfolgerung oft nahe, selbst unternehmerisch tätig zu werden. Eine eigene Kita gründen und damit richtig durchstarten, das trifft also heute auf eine breite Nachfrage vonseiten der jungen Eltern. Obwohl die Geburtenraten nicht sonderlich hoch ist, fehlen vor allem für die Kinder unter drei Jahren sehr viele Plätze. Zum Teil ist es sogar schon üblich, dass man während der Schwangerschaft den Kindergartenplatz bzw. den Krippenplatz reserviert.

Vorschriften beachten

Kinder genießen in unserem Land glücklicherweise einen sehr umfassenden Schutz. Daher gibt es auch für die Gründung und für den Betrieb einer Kindertagesstätte viele Vorschriften, die Sie als Gründer beachten sollten. Idealerweise verfügen Sie beispielsweise selbst über entsprechende pädagogische Kompetenzen und sind als Erzieher/in ausgebildet und erfahren genug, eine Kita zu leiten. Ist dies nicht der Fall, gilt es von Anfang an das richtige Personal an Bord zu haben.  Wenn Sie sich danach erkundigen möchten, welche genauen Vorschriften an Ihrem geplanten Standort gelten, wenn Sie das Projekt „Kita gründen“ angehen, dann sollten Sie sich bei der Landesregierung erkundigen bzw. sich von dort die aktuellen Informationen zukommen lassen. Der Hintergrund für diesen Tipp: In Deutschland sind die meisten Kita-Vorschriften Ländersache und werden nicht bundeseinheitlich geregelt. In jedem Bundesland gibt es daher ein eigenes Kindertagesstättengesetz, welches Sie kennen und berücksichtigen müssen, wenn Sie eine Kita eröffnen.  Zu den Aspekten, die im Kindertagesstättengesetz geregelt sind, gehören unter anderem:

  • Grundsätze der Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten
  • Mitwirkung der Eltern
  • Öffnungszeiten
  • Angebote im Kindergarten
  • Tagesbetreuung von Schulkindern
  • Tagesbetreuung der Kleinkinder
  • Regelungen zur Planung und Sicherstellung der Kita inklusive Trägerschaft, Qualitätssicherung etc.
  • Aufbringung der Kosten (z.B. Personalkosten, Elternbeiträge, Kosten für Neu- und Umbauten)

Auch viele Details werden Ihre Planung beeinflussen, zum Beispiel

  • die Vorgaben zur benötigten Quadratmeterzahl pro Kind,
  • zur Raumaufteilung,
  • zur Sicherheit der Kinder,
  • zur Hygiene und mehr.

In vielen Fällen ist es auch eine sehr große Herausforderung, passende Räumlichkeiten zu finden, in denen eine Kita betrieben werden darf und die zur Einhaltung aller Vorschriften geeignet ist. Hier sollten Sie sich gut beraten lassen, um nicht von zu niedrigen Kosten oder ähnlichem auszugehen.

Mit einem tragfähigen Geschäftsmodell die eigene Kita gründen

Eine Kita gründen, das ist kein preisgünstiges Unterfangen. Gerade weil es in vielen Bereichen sehr auf Sicherheit und Qualität ankommt, entstehen oft hohe Kosten. Sie sollten eine genaue Bedarfsplanung aufstellen und möglichst früh Angebote einholen. Dazu gehört beispielsweise

  • der Einbau der Waschräume,
  • die Anschaffung von Klettergerüsten und anderen Spielgeräten,
  • die Einrichtung einer Küche oder sogar
  • der Bau oder Umbau eines Gebäudes.

Da Sie mit Ihrer Kita auch wirtschaftlich handeln müssen, gehört auch die Einnahmenseite zur Planung. Wenn Sie eine Kita gründen möchten, ist es daher wichtig, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Erstellen Sie einen kompletten Businessplan. Diesen Plan sollten Sie mit Experten mit verschiedenen Kompetenzen besprechen – beispielsweise mit Pädagogen, Eltern und Steuerberatern.

Finanzierungsfragen durchdacht angehen

Nicht nur dann, wenn zum Kita gründen ein kompletter Neubau geplant wird, kommt es in den meisten Fällen zu einem gewissen Finanzierungsbedarf. Hier sollten Sie alle Stellen mit einbeziehen, die Ihnen als Berater zur Verfügung stehen. Banken tun sich bei der Finanzierung in der Regel schwer, wenn es um Selbstständige bei der Existenzgründung geht. Eine Alternative ist ein Kredit für Selbstständige bei auxmoney, denn diesen erhalten Sie auch ohne Businessplan!

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Foto von Brazhnykov Andriy/Shutterstock.com