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Headhunter werden und lukrative Provisionen einstreichen

Veröffentlicht am 18 Jul 2016
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Immer mehr Menschen machen es sich zum Ziel, ein Headhunter zu werden. Das liegt an den attraktiven Gehältern und hohen Aufstiegschancen in der Branche. Headhunter arbeiten als Personalberater auf hohem Niveau. Besonders häufig sind es Quereinsteiger mit Personal- und Branchenkenntnissen, welche am Ende Headhunter werden wollen. Wie Sie es schaffen können, in dieser Branche Fuß zu fassen und warum der Headhunter ein attraktiver Beruf ist, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Berufsbild

Ein Headhunter ist ein Berater im Personalwesen, welcher überwiegend für große Unternehmen und Firmen arbeitet. An vielen Stellen überschneiden sich die Berufsbilder des Headhunters und des Personalberaters. Im Gegensatz zum Berater im Personalwesen arbeitet der Kopfjäger daran, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu vermitteln oder gar abzuwerben. Es ist sehr häufig so, dass ein Unternehmen mit einem Personalwunsch auf einen Kopfjäger zukommt, welchen dieser in einem vorgegebenen Zeitraum erfüllen soll. Der Headhunter beginnt seine Arbeit, indem er eine Vorauswahl bei den Bewerbern trifft. Der erste Kontakt mit den Bewerbern findet telefonisch oder persönlich statt. Nicht selten wird das erste Gespräch unangekündigt gesucht. So verhindert der Headhunter eine eventuelle Vorbereitung des Kandidaten und kann diesen auf Herz und Nieren prüfen. Ab und zu nimmt der Kopfjäger auch direkt am Arbeitsplatz Kontakt auf. Hier muss man aufpassen! Angestellte am Arbeitsplatz abzuwerben ist gesetzlich verboten und sollte daher niemals stattfinden. In der zweiten Phase ist die taktische Gesprächsführung das wichtigste Instrument des Headhunters. Danach entscheidet sich, ob der Wunsch des Unternehmens erfüllt werden könnte, oder eben nicht. Im Erfolgsfall wartet eine beachtliche Provision auf den Kopfjäger.

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Headhunter werden – Voraussetzungen

Ein besonderes Überzeugungs- und Organisationstalent sollte vorhanden sein, wenn man als Kopfjäger aktiv sein will. Darüber hinaus helfen Kontaktfreudigkeit und eine gewisse Ausdauer im Personalwesen. Als Headhunter will man kompetente und erfahrene Fach- und Führungskräfte vermitteln. Der ständig wechselnde Kontakt und die unterschiedlichen Wünsche von Unternehmen gestalten den Beruf als ziemlich abwechslungsreich. Außerdem suchen immer mehr Unternehmen nach Headhuntern, da sie bei der Personalsuche immer mehr Hilfe brauchen. Die Chance ein erfolgreicher Kopfjäger zu werden, war selten höher als in der heutigen Zeit. Des Weiteren kann natürlich auch das üppige Gehalt ein Grund sein umzusteigen. Headhunter sind meist bei Personalberatungsfirmen beschäftigt, welche offene Stellen bei Unternehmen mit den bestmöglichen Bewerbern besetzen. Dabei sind sie auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert, wie die Industrie, den Banken- und Versicherungssektor oder auf Juristen. Das gewährleistet eine gewisse Erfahrung, um auch branchenspezifisch das richtige Personal auswählen zu können.

Headhunter werden leicht gemacht

Grundsätzlich kann jeder Mensch ein Headhunter sein. Die Berufsbezeichnung ist nicht gesondert geschützt und bedarf dementsprechend auch keiner Aus- bzw. Weiterbildung. Um Headhunter zu werden, sollten Sie sich aber folgende Empfehlungen zu Herzen nehmen:

  • Für den Einstieg in den Beruf eines Headhunters sollten Sie eine Fortbildung zur Fachkraft für Personalberatung und Personalvermittlung (IHK) absolvieren. Hier werden Ihnen die Grundlagen des Personalwesens näher gebracht und erläutert. Nach erfolgreichem Abschluss bekommen Sie zudem ein IHK-Zertifikat.
  • Branchenkenntnisse und praktische Erfahrungen sind das A und O, um Kopfjäger zu werden. Sie gelten in Fachkreisen sogar als noch wichtiger als bestimmte Lehrgänge oder Fortbildungen. Als Quereinsteiger können Sie zudem internes Wissen vorzeigen.
  • Fachliche Referenzen in der Personalberatung und -vermittlung sollten Sie auch mitbringen. Sie schinden Eindruck und stärken das eigene Selbstbewusstsein.

Gehaltsvorstellungen

Viele Menschen finden den Beruf Headhunter interessant, da das Gehalt deutlich über dem Durchschnitt liegt. Das liegt vor allem an der Vermittlungsprovision. Diese ist neben dem Grundgehalt der wichtigste Faktor eines Headhunters. Die Provision ist immer verhandelbar. Je nachdem welche Referenzen und Erfahrungen Sie mitbringen können, desto höher können Sie die Gebühr ansiedeln. Auch eine erfolgsabhängige Provision ist möglich. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines angestellten Personalberaters liegt bei etwa 37.500 € brutto pro Jahr. Dazu kommen aber noch ca. 4.000 € Provision. Diese kann aber deutlich schwanken. Sollten Sie zur Führungskraft aufsteigen, verdienen Sie schnell ein Bruttogehalt von 78.000 € im Jahr.

Ein Fazit

Für viele Menschen ist der Kopfjäger ein Traumberuf. Es ist auch gar nicht so schwer, diesen auszuüben. Es gibt keine staatliche Prüfung. Selbst die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Lediglich der Bereich Personalwesen sollte im Lebenslauf vorkommen. Viel wichtiger scheinen persönliche Fähigkeiten und Eigenschaften zu sein. Man muss einfach zur richtigen Zeit, am richtigen Ort sein. Das schafft man nur, wenn man fleißig ist und viel Ausdauer hat. Kommunikation ist außerdem ein wichtiger Faktor. Eine ausgeklügelte Kommunikation muss gekonnt sein, um in diesem Beruf weiterzukommen. Die Gehälter sind überdurchschnittlich hoch und überzeugen auch Pessimisten. Über 70.000 € brutto sind keine Seltenheit. Dazu kommen hohe Vermittlungsgebühren. Aber auch hier kommt es darauf an, welche Kunden bedient werden und wie hoch Vermittlungsprovisionen ausfallen.