Gründungsratgeber
Selbstständig durch eine Galerie

Galerie eröffnen: Das erwartet Sie

Veröffentlicht am 09 Mai 2016

Wenn Sie eine Galerie eröffnen wollen, also einen Raum für das Ausstellen und den Verkauf von Kunstwerken schaffen möchten, ist es vorteilhaft, sich auf höchstens zwei Galerieprogramme zu begrenzen. So gibt es neben den klassischen Galerien für Malerei und Zeichnungen, auch solche für Fotografie, Skulptur oder Editionen.

Bevor Sie eine Galerie eröffnen

Ihnen sollte bereits im Vorhinein bewusst werden, dass der Kunstmarkt zu jeder Zeit hart umkämpft war und es auch in den nächsten Jahren bleiben wird, sodass Sie als potenziell neuer Galeriebetreiber mit einer x-beliebigen Galerie nicht weit kommen werden. Vielmehr müssen Sie und Ihre Kunst sich von der Masse abheben, um wirklich von einer solchen Galerie leben und nennenswerte Gewinne erzielen zu können. Um eine Galerie eröffnen zu können, sollten Sie außerdem über eine solide Ausbildung im Bereich der Kunst und deren Geschichte verfügen, sodass Sie ein Wissensfundament in Ihre Arbeit mitbringen können und Ihre Kunden dementsprechend beraten können. Auch haben Städte wie Berlin, Köln oder München zwar eine große Kunstszene, sind allerdings deswegen auch voll von Galerien. In einem solchen Markt haben es sowohl Künstler als auch Galerien schwer, neben der Konkurrenz zu bestehen und von der Kunst zu leben.

Voraussetzungen, um eine Galerie eröffnen zu können

Falls Sie sich fragen, ob es festgelegte Voraussetzungen gibt, damit Sie Ihre Galerie eröffnen können, so lässt sich dies gleich zu Beginn verneinen. Allerdings sollten Sie sich, wie bereits angesprochen, im Klaren darüber sein, dass zwischen irgendeiner und einer erfolgreichen Galerie Welten liegen und der Erfolg in erster Linie von Ihnen als Galeriebetreiber abhängig sein wird. In der Regel ist zwar kein spezieller Ausbildungsnachweis für die Gründung einer Galerie erforderlich, allerdings besitzen die meisten Galeriebetreiber einen akademischen Hintergrund im Bereich Kunst oder Kultur (beispielsweise Kunsthistoriker). Zunächst lässt sich zu den Rahmenbedingungen, wenn Sie eine Galerie eröffnen wollen, Folgendes festhalten:

  • Eine Galerie zu eröffnen bzw. zu gründen ist genehmigungsfrei
  • Anzumelden ist eine neue Galerie bei dem für Ihren Betriebssitz zuständigen Wirtschaftsamt
  • Sie benötigen ein exzellentes Verständnis für Kunst
  • ein gutes Gespür für aufkommende Trends und für Potenziale der Künstler ist erfolgsentscheidend
  • bereits bestehende und weitreichende Kontakte in die Kunstszene (Künstler, Sammler) sind ratsam
  • Eigenkapital wird benötigt

Was Sie finanziell beachten sollten

Im Vergleich zu einigen anderen Branchen ist der Investitionsbedarf, wenn Sie eine Kunstgalerie eröffnen, überdurchschnittlich hoch und liegt je nach Anspruch bei rund 50.000 Euro und mehr. Dabei sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie über eine gute Lage verfügen müssen, die gleichzeitig den größten Posten als Mietkosten mit sich bringt. Darüber hinaus fallen gegebenenfalls Messe- sowie Transportkosten, Kosten für Ihre Öffentlichkeitsarbeit (Anzeigenschaltung, Katalogproduktion etc.), Einrichtung und für eine Selbstständigkeit übliche Kosten an, die Sie bei zu geringem Eigenkapital schnell an Ihre Grenzen bringen können. Auch muss bedacht werden, dass keine Galerie innerhalb von Wochen erfolgreich sein wird, sodass Sie über ausreichend Kapital verfügen sollten, um den Anfangszeitraum, in dem Sie noch nicht genügend Kunstwerke und Gemälde verkaufen, entsprechend ausgleichen zu können.
Für die Eröffnung der Kunstgalerie benötigen Sie deshalb unter Umständen Hilfe durch Fremdfinanzierung. Diese dient dazu, erste Bilder, Gemälde oder Kunstwerke anzuschaffen, die Räumlichkeiten einzurichten oder die ersten Monate zu finanzieren. Der Beitrag, den Banken zur Finanzierung der Kunst bereitstellen, ist allerdings eher gering: Meist werden Selbstständige und Gründer abgelehnt. Ein Kredit von Privatanlegern mit auxmoney kann eine Lösung für Sie darstellen.

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Was Sie als Galerist erwarten wird

Falls Sie noch nicht allzu viel mit dem Aufgabenfeld eines Galeriebetreibers verbinden können, wäre es eventuell empfehlenswert ein oder mehrere Praktika bei erfolgreichen Galerien zu absolvieren, um so ein erstes Gefühl für die Aufgaben eines Galeristen zu bekommen. Dies ist wichtig, damit Sie sich, bevor Sie eine Galerie eröffnen, sicher sein können auch langfristig Spaß und somit Motivation für Ihr Geschäft aufzubringen. Denn das Ziel einer jeden Galerie muss es sein, wenn diese sich wirtschaftlich rechnen soll, eine Stellung auf dem Kunstmarkt zu erlangen, in der Sie mit Ihren Verkäufen auch schwarze Zahlen schreiben. Dafür müssen Sie einerseits die entsprechenden Beziehungen zu (Nachwuchs-)Künstlern haben, mit denen Sie die entsprechenden Ausstellungen planen und umsetzen, und sich andererseits mit Ihrer Galerie als entsprechende Marke auf dem Kunstmarkt etablieren, um genügend Käufer anzulocken.

Wie Sie nach dem Atelier eröffnen bekannt werden

Wie Sie bereits erkannt haben dürften, ist der Erfolg maßgeblich vom Bekanntheitsgrad Ihrer Galerie abhängig. Um diesen zu steigern, sind das entsprechende Marketing und der erfolgreiche Vertrieb das Mittel der Wahl. Denn in erster Linie sind es jene Verkäufe eines Galeristen, vorzugsweise in Museen und Privatsammlungen, die Sie bekannter und damit erfolgreicher machen. Um diesen Weg erfolgreich gehen zu können, sollten Sie am besten mehrere Künstler unter Vertrag haben und Ihrer Galerie gemeinsam mit diesen ein unverkennbares Profil geben, damit die kaufkräftigen Sammler sich entsprechend orientieren können und Sie Ihre Galerie auch erfolgreich und einzigartig vermarkten können.

Wir wünschen Ihnen auf Ihrem Weg in den Kunsthandel viel Erfolg!

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