Gründungsratgeber

Fahrradladen eröffnen – so klappt es bestimmt

Veröffentlicht am 22 Okt 2018
Kommentare: Aus

Gerade in den großen Städten nutzen immer mehr Menschen ein Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Dieses ist nicht nur umweltschonender und kostengünstiger in der Anschaffung und Unterhaltung als ein Auto, sondern angesichts der steigenden Verkehrsdichte häufig sogar schneller. Die Eröffnung eines Fahrradladens ist deshalb eine gute Geschäftsidee. Im Folgenden erklären wir, was bei der Geschäftsgründung zu beachten ist.

Mit einem Fahrradladen zur Selbstständigkeit

Wer darüber nachdenkt, einen Fahrradladen zu eröffnen, stellt sich häufig zuerst die vielen verschiedenen Arten von Fahrrädern vor, die dort zum Verkauf angeboten werden sollen. Doch bevor es in die Detailplanung geht, muss ein passendes Ladenlokal gefunden werden. Dabei ist die Wahl des richtigen Standortes von ganz entscheidender Bedeutung. Deshalb sollte die Standortanalyse sehr sorgfältig durchgeführt werden. Der Existenzgründer, der einen Fahrradladen eröffnen wird, sollte sich zunächst Gedanken darüber machen, ob sich die Region, in der er den Fahrradladen eröffnen möchte, überhaupt für den Handel mit Fahrrädern eignet. In den Bergen ist die Nachfrage nach Fahrrädern wahrscheinlich geringer als in flacheren Regionen. Ist die Entscheidung für eine bestimmte Stadt gefallen, ist zu untersuchen, ob und in welchen Stadtteilen schon Fahrradgeschäfte vorhanden sind. In größeren Städten, in denen schon einige Fahrradläden existieren, sollten Gründer auch eine Spezialisierung in Betracht ziehen, um sich von der Konkurrenz positiv abzuheben.

auxmoney Kredit für Selbstständige

Fahrradladen eröffnen – finanzielle Aspekte

Wer einen Fahrradladen eröffnen möchte, muss nicht nur den Standort sorgfältig auswählen. Auch finanzielle Aspekte spielen selbstredend eine große Rolle. Im Vordergrund stehen die Fragen

  • Wie groß soll das Ladenlokal sein?
  • Wie viel Personal wird benötigt, um den Fahrradladen zu eröffnen?



Die Miete für das Fahrradgeschäft hängt neben der Lage entscheidend von dessen Größe ab. Gründer, die einen Fahrradladen eröffnen, sollten den Platzbedarf berücksichtigen. Dabei müssen sie sich entscheiden, ob sie ausschließlich mit Fahrrädern handeln oder auch Reparaturen durchführen wollen. Denn dann wird neben der notwendigen Ausstellungsfläche auch Raum für eine Werkstatt benötigt. Wie viel Personal eingestellt werden soll, richtet sich neben der Größe des Geschäfts auch danach, wie viel Arbeitszeit der Ladeninhaber persönlich leisten möchte. Gründer, die einen Fahrradladen eröffnen, dürfen außerdem nicht vergessen, dass das Geschäft mit Fahrrädern saisonalen Schwankungen unterliegt. Im Winter wird deshalb weniger Personal benötigt als in der schönen Jahreszeit.

Einen Businessplan erstellen

Steht fest, wo der Gründer sein Fahrradgeschäft eröffnen wird, muss der anfängliche Finanzbedarf ermittelt werden. Zu bedenken ist zum einen, welche Anschaffungskosten erforderlich sind.

  • Müssen Mittel aufgewandt werden, um das Geschäftslokal zu renovieren?
  • Was kostet die Einrichtung des Ladenlokals und der Erwerb der Fahrräder?



Zum anderen müssen Existenzgründer, die einen Fahrradladen eröffnen, berücksichtigen, dass ihr Geschäft wahrscheinlich nicht schon in der Anfangszeit Gewinn abwerfen wird. Deshalb muss eine finanzielle Reserve vorhanden sein. Die wenigsten Gründer, die einen Fahrradladen eröffnen, können alle Kosten aus Eigenmitteln aufbringen. Deshalb wird in der Regel die Aufnahme eines Kredits notwendig. Bevor Existenzgründer einen Termin mit der Bank vereinbaren, sollten folgende Fragen geklärt sein:

  • Wie hoch sind die laufenden Kosten des Fahrradgeschäfts pro Monat?
  • Welche Einnahmen sind monatlich zu erwarten?



Da die Einkünfte jahreszeitabhängig schwanken können, sollten Gründer, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Fahrradladen zu eröffnen, wissen, wie die Schwankungen aufgefangen werden sollen.

Voraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb des Fahrradladens

Bevor Gründer ihren Fahrradladen eröffnen können, müssen bestimmte formale Voraussetzungen erfüllt sein. Zwingend erforderlich ist die Anmeldung eines Gewerbes bei der zuständigen Behörde. Sollen in dem Geschäft auch Fahrräder repariert werden, muss der Inhaber Mitglied einer Handwerkskammer sein, sofern es sich bei den Reparaturen nicht nur um einen Hilfsbetrieb oder unerheblichen Nebenbetrieb im Sinne der Handwerksordnung handelt. Zu prüfen ist außerdem, ob zumindest ein Angestellter einen Meisterbrief besitzen muss. Schließlich sollte eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Diese ist zwar keine gesetzliche Pflichtversicherung, in jedem Fall aber sinnvoll. Denn sollte ein Kunde zu Schaden kommen, können leicht hohe Regressansprüche gegen den Betriebsinhaber bestehen. Ehe das Fahrradgeschäft die Türen öffnet, sollte außerdem feststehen, ob zusätzliche Leistungen angeboten werden, welche die Attraktivität steigern und zu einer Kundenbindung führen. Dabei kann es sich um weitere Verkaufsangebote handeln, etwa Zubehör, dass die Kunden im Fahrradgeschäft kaufen können. Denkbar ist aber auch, dass der Gründer Kurse abhält.

Bildquelle: Shutterstock.com