Gründungsratgeber
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Einen Backshop zu eröffnen ist aussichtsreich

Veröffentlicht am 13 Mrz 2019
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Fast jeder mag am Morgen ein frisches Brötchen oder Croissant verdrücken, mittags einen leckeren Snack und abends frisches Brot mit nach Hause nehmen. Einen Backshop zu eröffnen, benötigt überschaubare Investitionen und Liebe zum Produkt. So öffnet sich eine Perspektive für den fleißigen Unternehmer mit Spaß am Verkaufen.

Backshop eröffnen – möglichst mit Partnern

Ideal ist, die Familie in das Projekt einzubinden. So werden Personalkosten gespart, wenn Sie einen Backshop eröffnen. Zu Beginn steht die Auswahl eines Standortes, der für Absatzchancen und Kosten entscheidend ist. Es folgt der Businessplan. Für diesen gelten folgende Maßnahmen und Leitlinien:

  • Gegenüberstellung von Plankosten und Markterwartungen
  • Detaillierte Standortanalyse bezüglich Laufkundschaft und Wettbewerb
  • Wettbewerber in der Nähe sind kein Hindernis, wenn Sie besser sind.
  • Bedenken Sie Investitionskosten und Betriebskosten.

Treffen Sie die Grundentscheidung, ob Sie mit oder ohne Franchisegeber den Backshop eröffnen. Beides hat Vor- und Nachteile.

  • Der Franchisegeber versorgt Sie mit Maschinen, Rohmaterial, einer Marke und Know-how beim Backshop eröffnen. Er steht Ihnen zur Seite, will dafür aber seinen Anteil am Kuchen.
  • Prüfen Sie originelle Franchisegeber mit neuen Konzepten wie der provenzalischen Backstube mit Brasserieambiente oder anderen Ideen.
  • Betreiben Sie das Geschäft allein, sind Sie unabhängiger, aber es kommen Risiken auf Sie zu. Dann sollten Sie professionelle Erfahrungen haben.

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Realismus und Vielfalt als Erfolgsfaktoren

Seien Sie bei Ihren Planungen für das Backshop eröffnen realistisch.

  • Rechnen Sie unbedingt mit einer Verlustphase von mehreren Monaten am Anfang, nachdem Sie einen Backshop eröffnen.
  • Falls Sie vor Bezug umbauen müssen, kalkulieren Sie auch diese Kosten und mögliche Verzögerungen auf der Baustelle mit ein.
  • Bilden Sie eine Position für Unvorhergesehenes im Kostenbudget. Sie sollte bei mindestens 10% der Gesamtkosten liegen.
  • Vermeiden Sie, soweit irgend möglich, fixe Kosten wie die Festanstellung von Personal oder unflexible Lieferantenverträge mit Zwangsmengen.
  • Beobachten Sie die Wettbewerber und setzen Sie marktgerechte Preise fest.

Erkundigen Sie sich genau, welche Genehmigungen Sie von Behörden benötigen. Lassen Sie sich hinsichtlich der optimalen Rechtsform durch einen Anwalt oder, kostengünstiger, durch die örtliche Wirtschaftsförderung beraten. Dort bekommen Sie unter Umständen auch Fördermittel in der Gründungsphase, wenn Sie einen Backshop eröffnen. Die Wirtschaftsförderer helfen durch den Behördendschungel von der Gewerbeanmeldung über das Finanzamt bis zur Gewerbeaufsicht und Bauaufsicht beim Backshop eröffnen.

Das Geheimrezept Qualität ist der Schlüssel

Das wichtigste Erfolgsrezept ist die Qualität von Waren und Service. Das Produkt ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn Sie einen Backshop eröffnen. Es gibt keine bessere Werbung als zufriedene Kunden.

  • Sind die Backwaren frisch aufgebacken und sehen schön aus, spricht sich das von selbst herum.
  • Vermeiden Sie ungesunde Inhaltsstoffe, verkaufen Sie Ihre Produkte als besonders gesund und bleiben Sie transparent und ehrlich.
  • Investieren Sie in die Inneneinrichtung und machen Sie es zum Vergnügen, Ihr Geschäft zu betreten. Schaffen Sie eine unverwechselbare Genusswelt. Scheuen Sie nicht einige Kosten.
  • Finden Sie einen originellen, trendigen Namen, bevor Sie den Backshop eröffnen.

Sie müssen verstehen, dass das Lächeln eines Kunden mehr wert ist als Geld. Sorgen Sie für beste Qualität Ihrer Produkte durch die Auswahl der Lieferanten. Im Backshop ohne Meister werden gelieferte Rohlinge aufgebacken, deshalb sind Sie von den Lieferanten abhängig. Der Erfolg kommt niemals nur über den Preis, sondern über die Qualität.

Mit Vielfalt punkten

Bieten Sie nicht nur das übliche, sondern setzen Sie Akzente. Zeigen Sie, dass Sie einen Backshop eröffnen, weil Sie Ihre Waren lieben. Wählen Sie den Franchisegeber auch nach der Vielfalt seines Angebots aus und vermeiden Sie Fabrikatmosphäre im Laden.

  • Gleichen Sie den Nachteil des Backshops gegenüber der klassischen Bäckerei durch vielfältige und liebevoll präsentierte Produkte aus.
  • Verkaufen Sie alles, was man für ein gutes Frühstück braucht, beispielsweise Brioche, eine große Gebäckauswahl und Bioeier vom Bauernhof.
  • Bieten Sie Sahne an, wenn Sie Kuchen verkaufen.
  • Prüfen Sie, ob Sie Biowaren in gleichbleibender Qualität anbieten können.
  • Verkaufen Sie fantasievoll belegte, gesunde Brötchen mit Wurst vom Biometzger.
  • Investieren Sie in eine gute Kaffeemaschine und bieten Sie, wie ein Barista, verschiedene Kaffeesorten an.
  • Eröffnen Sie ein kleines Backbistro. Solange das nicht zum Hauptgeschäft wird, Sie keinen Alkohol ausschenken und der Sitzbereich 40 Quadratmeter nicht überschreitet, benötigen Sie weder Sanitäranlagen noch eine Konzession.