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Fintech Startup Givve
Veröffentlicht am 30 Jul 2018

Fintech-Startup Givve wechselt für 20 Millionen Euro den Besitzer

Veröffentlicht am 30 Jul 2018
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Das Münchener Fintech Givve wurde laut Handelsblatt-Informationen für 20 Millionen Euro von der französischen Up Group gekauft.

Millionen-Exit für Givve nach acht Jahren am Markt

Givve wurde 2010 von Christoph Pietzsch und Patrick Löffler unter dem Namen Bonayou gegründet. Zunächst verkaufte das Finanz-Startup Guthabenkarten an Endkunden, die man beispielsweise wie einen Geschenkgutschein verschenken konnte. 2013 änderte das Fintech sein Geschäftsmodell und bietet seither Firmen Prepaid-Kreditkarten an. Diese können sozialabgaben- und steuerfrei mit Geld aufgeladen und den Mitarbeitern, die damit beispielsweise tanken oder einkaufen können, ausgehändigt werden. Laut Angaben des Unternehmens verwenden bereits 6.000 Firmenkunden in Deutschland die Givve-Karten, insgesamt soll es 250.000 Kartennutzer geben.

Die Givve-Käufer verdienen ihr Geld mit einem ähnlichen Geschäftsmodell. Die Up Group, die in Deutschland unter dem Namen UpCadhoc auftritt, vergibt ebenfalls Gutscheinkarten an Unternehmen. Diese werden an die Mitarbeiter weitergegeben und können dann beispielsweise für die Essensversorgung genutzt werden oder zum kostenlosen Tanken. Für einen Kaufpreis von 20 Millionen Euro für 100 Prozent der Unternehmensanteile geht das Fintech Givve nun in den Besitz der Up Group über.

Zu den Investoren von Givve, die ihre Anteile nun ebenfalls an die Franzosen verkauften, gehören unter anderem Event-Unternehmer Jochen Schweizer, der ehemalige Payback-Manager Andreas Berninger, der schweizer VC Redalpine Venture Partners, sowie Torsten-Jörn Klein, der frühere Auslandsvorstand von Gruner + Jahr. Das Management-Team um Vorstandschef Patrick Löffler soll jedoch nach Medieninformationen auch nach der Übernahme mit an Bord bleibt.

Vom Kauf profitieren beide Seiten

Vor einigen Jahren musste Givve eine finanzielle Durststrecke überwinden. Doch laut Handelsblatt-Informationen soll das Fintech mittlerweile wieder schwarze Zahlen schreiben. Spätestens nach dem Millionen-Exit sollten finanzielle Sorgen vorerst der Vergangenheit angehören. Die Up Group hat durch den Kauf von Givve nun einen Fuß in der Tür des deutschen Marktes. Die Franzosen sind bereits in 19 Ländern aktiv, waren jedoch in Deutschland nie wirklich präsent – Dies könnte sich nun ändern.

Bildquelle: shutterstock.com

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.