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vorteile und nachteile von bitcoin
Veröffentlicht am 11 Jan 2021

Lohnt sich der Bitcoin-Handel?

Veröffentlicht am 11 Jan 2021
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Seitdem Bitcoins im Jahr 2009 als erste Kryptowährung auf den Markt kamen, hat sich ihr Wert vervielfacht: Während man 2011 noch zwei bis vier Euro für einen Bitcoin bezahlte, sind es heute über 25.000 Euro. Was sind die Vor- und Nachteile des Bitcoin-Handels im Vergleich zu klassischen Währungen wie dem Euro?

Bitcoin ermöglicht schnelle Transaktionen

Der Bitcoin ist eine dezentrale, digitale Währung und ist damit unabhängig vom Bankensystem sowie von Behörden. Stattdessen wird der Wert durch die Nutzer reguliert. Die Anzahl der Coins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Da sie anders als Papiergeld nicht beliebig vervielfältigt werden können, sind sie vor einem Wertverlust durch Inflation geschützt. Transaktionen mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin sind schnell, günstig und überall möglich. Anstatt mehrere Tage zu benötigen, sind Überweisungen innerhalb von Stunden beim Empfänger. Es werden dabei keine sensiblen Daten ausgetauscht. Man muss sich auch nicht entscheiden, ob man Kryptowährungen oder eine andere Währung nutzen möchte. Bitcoin und Co. werden auf die gleiche Weise genutzt und können über Tauschbörsen in andere Währungen umgetauscht werden.

Kauf, Verkauf und Aufbewahrung von Bitcoins

Wenn man Bitcoins kaufen möchte, sucht man sich ein Angebot aus und überweist die entsprechende Summe an den Verkäufer. Aufbewahren lassen sich Bitcoins beispielsweise in Online-Wallets oder auf einem USB-Stick. Um Bitcoins zu verkaufen, benötigt man ein Konto auf einer Handelsplattform. Vor dem Verkauf müssen Anzahl der Bitcoins, Bezahlmethode und Währung bestimmt werden.

Unabhängigkeit vom Bankensystem hat nicht nur Vorteile

Allerdings werden Bitcoins noch nicht überall als Zahlungsmittel akzeptiert. Rechtlich sind sie nicht mit konventionellen staatlichen Währungen gleichgesetzt. Man kann also nicht darauf bestehen, Rechnungen mit Bitcoins zu bezahlen. Der Kurs wird von Nachfrage und Angebot beeinflusst, was zu starken Schwankungen und sogar zu einem Totalverlust führen kann. Anders als bei Sparguthaben gibt es keine Einlagensicherung, kaum Regulierung und keinen Support. Deshalb wird die Anlage in Kryptowährungen von der EZB als hoch spekulativ eingeschätzt. Ein Anlagedepot sollte also nicht vollständig aus Bitcoins zusammengesetzt sein. Für den Bitcoin-Handel und den schnellen Ablauf von Transaktionen benötigt man eine stabile Internetverbindung sowie ein Gerät, das die Software unterstützt. Das Guthaben kann im schlimmsten Fall verloren gehen, wenn das Smartphone oder die Festplatte defekt sind beziehungsweise verlegt oder von Hackern angegriffen werden. Teilweise ist es mithilfe eines Experten jedoch möglich, die Bitcoins wiederherzustellen.
Auf der einen Seite kann man mithilfe von Bitcoins also unabhängig von Banken schnelle und günstige Transaktionen tätigen. Auf der anderen Seite sollte man sich dem Risiko der starken Kursschwankungen bewusst sein.

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Bildquelle: © Unsplash / Aleksi Raisa

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.