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Fintech Finleap
Veröffentlicht am 20 Jul 2017

FinTech-Plattform FinLeap erhält 39 Millionen

Veröffentlicht am 20 Jul 2017
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Die Berliner Schmiede für FinTechs erhält 39 Millionen Euro von institutionellen Investoren und sichert sich damit die Expansion. Bereits 12 Technologieunternehmen der Finanzbranche hat FinLeap den Marktstart ermöglicht, darunter Unternehmen wie financeAds, Clark und die solarisBank. Mit letzterem hat sich FinLeap als einer der bedeutendsten europäischen FinTech-Plattformen etabliert.

Dabei wurde die Holding erst 2014 als ein FinTech-Ableger der Firmenschmiede HitFox gegründet, beschäftigt jedoch mittlerweile bereits mehr als 450 Mitarbeiter aus über 30 verschiedenen Nationen. Mit dem frischen Kapital der letzten Finanzierungsrunde will FinLeap nun weiterwachsen.

Finleap - Ramin Niroumand

„FinLeap gewinnt weiter an Unabhängigkeit, denn hinter uns stehen nun verschiedenste Partner. Gleichzeitig steigert es auch unsere Stabilität, da unsere Partner bedeutende Bank- und Versicherungsunternehmen sind. Beides sind wertvolle Bausteine für den Bau von komplexen FinTech-Modellen.“

– Ramin Niroumand, FinLeap-CEO und -Co-Founder, in einer Pressemitteilung vom 17.07.17

Zu den Investoren gehören unter anderem die niederländische NIBC Bank, die Signal Iduna Gruppe und die japanische SBI Gruppe. „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen weiterer institutioneller Investoren. FinLeap gewinnt hierdurch weiter an Unabhängigkeit, denn hinter uns stehen nun verschiedenste Partner“, kommentiert Ramin Niroumand die jüngste Finanzierungsrunde in einer Pressemitteilung. Auch das Vertrauen bereits bestehender Investoren, wie der Hannover Rück, wurde durch eine Erhöhung der Anteile bekräftigt.

FinLeap eröffnet neuen Berliner Standort und wird zum de:hub

FinleapFinLeap entwickelt FinTechs, unterstützt sie mit 0,5 bis 5 Millionen Euro Startkapital und begleitet sie beim Wachstum. Die Ventures profitieren dabei mittlerweile von Synergien innerhalb der FinLeap-Gruppe und von dem bereits vorhandenen starken Investoren-Netzwerk. Außerdem erhalten die neu gegründeten FinTechs den Zugang zu einer integrierten Technologieplattform und erfahrenen Unternehmern. Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsmodells wurde die Plattform nun als „de:hub für Fintech“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgewählt.

Infolgedessen verschiebt sich der Hauptgeschäftssitz des FinTech-Company-Builders innerhalb Berlins von Mitte nach Charlottenburg, um dort eine neue FinLeap-Zentrale zu schaffen. Am neuen Standort soll nun nicht nur ein neuer Campus für FinLeap entstehen, sondern auch der offizielle de:hub. In einer landesweiten Ausschreibung im Rahmen der „Digital Hub Initiative“ wurden Orte als de:hub gekürt, an denen ein Austausch mit internationalen Investoren und etablierten Unternehmen stattfindet und an denen innovative Ideen entwickelt werden. „Wir wollen einen Ort schaffen, der als Bindeglied zwischen Digital- und Finanzbranche fungiert. Es soll ein offenes Haus zum Netzwerken und für neue Kooperationen werden. Jeder, der an der Digitalisierung der Finanzindustrie interessiert ist, ist willkommen“ sagt FinLeap-Co-Founder und CEO Ramin Niroumand bezüglich des neuen Standortes in einer Pressemitteilung. Dazu sind in der FinLeap-Zentrale internationale Branchentreffen und Veranstaltungen auf der hauseigenen Dachterrasse oder und auf der Eventetage geplant. FinLeap und seine ersten Ventures sind bereits in das 11.000 m² große Gebäude eingezogen.

Bildquelle: © FinLeap
shutterstock.com

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.