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Umzugskosten - Organisation ist alles

Umzugskosten – vorausschauend planen und clever sparen

Veröffentlicht am 17 Jun 2015

Umzugskosten – Tipps für die Planung

      • Wo fallen höhere Umzugskosten an: mit einem Umzugsprofi oder in Eigenregie?
      • Was muss alles vor einem Umzug bedacht und organisiert werden?
      • Welche Umzugskosten lassen sich wann steuerlich absetzen?

 

Das muss bei einem Umzug unbedingt bedacht werden

Davon abgesehen, dass die alte Wohnung ordnungsgemäß hergerichtet und übergeben sowie die neue Wohnung auf den Einzug vorbereitet sein sollte, darf man nicht vergessen, genug Zeit und Geld für den Umzug einzuplanen. Fragen wie „Was brauche ich für einen Umzug?“ oder als konkreteres Beispiel: „Was kosten Halteverbotsschilder für einen Umzug?“ müssen Sie beantworten können. Wer für einen Umzug Checkliste und Stift bereithält, kann im Vorfeld folgende Punkte abhaken:

      • Mietvertrag unter Einhaltung der Frist kündigen oder
      • passenden Nachmieter finden
      • Übergabe eventueller Einbauten schriftlich vereinbaren
      • Renovierungsarbeiten beauftragen oder erledigen
      • Umzugstermin festlegen, Urlaub beantragen
      • Helfer rechtzeitig ansprechen
      • Ablesetermine für Heizung vereinbaren
      • Wohnungsabnahme organisieren und Protokoll vorbereiten
      • Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen informieren
      • Keller beziehungsweise Speicher entrümpeln
      • ausreichend Umzugskartons und anderes Verpackungsmaterial besorgen

Was kosten Halteverbotsschilder für einen Umzug und wo kann man diese beantragen?

Ansprechpartner für die Beantragung einer Halteverbotszone für ein bis zwei Tage ist das zuständige Straßenverkehrsamt, in einzelnen Fällen auch das Landrats- oder Ortsamt. Die Kosten variieren je nach Stadt. Sie sollten aber zwischen 80 und 150 Euro einplanen. Einzelne Dienstleister haben sich spezialisiert und organisieren die Halteverbotszone für einen günstigen Pauschalpreis.

Umzugskosten – Sollte man einen Profi beauftragen?

Selber machen oder Profi einstellen?

Die Leistungen eines Profis können Sie ganz nach Bedarf zusammenstellen: Sie reichen vom Verpacken Ihrer Umzugsgegenstände über den Transport bis hin zum wunschgemäßen Einräumen Ihrer neuen Wohnung. Für rein privat veranlasste Umzüge hingegen sollten Sie folgende Fragen klären:

      • Wie weit ist die neue Wohnung entfernt?
      • Wie viel Umzugsgut haben Sie effektiv zu transportieren?
      • Wie groß ist Ihr Budget für den Umzug?

 

Ziehen Sie nämlich innerhalb eines Ortes um und beauftragen ein Umzugsunternehmen, entfällt auf das Be- und Entladen des Transporters der größte Teil der Umzugskosten. Die Fahrt wird hier preislich zur Nebensache. Bei größeren Entfernungen verschiebt sich das Ganze, sodass die Rentabilität steigt. Natürlich spielen Ihre finanziellen Möglichkeiten die entscheidende Rolle bei einem Umzug. Folgende Vorarbeiten und Überlegungen empfehlen sich daher bereits weit im Vorfeld:

      • Was kostet ein Umzug mit einer Firma? (Nachverhandeln nicht vergessen!)
      • Wie hoch sind die Kosten, wenn Sie einen Umzugstransporter mieten?
      • Zusammenstellung aller selbst zu organisierenden Schritte und dabei anfallende Umzugskosten nicht vergessen!

 

Natürlich haben Sie einen deutlich größeren Aufwand vor sich, wenn Sie den Umzug selbst abwickeln wollen, aber unterm Strich können Sie dabei kräftig an den Transportkosten einsparen.

Umzugskosten – Was kann man alles von der Steuer absetzen?

Beim Umzug Steuern sparen

Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen müssen und wenig Zeit haben, können Sie sehr gut den steuerlichen Effekt ausnutzen, um bares Geld zu sparen. Somit lohnt sich die Beauftragung eines Umzugsprofis.

In folgenden Fällen des Umzugs können Sie anfallende Kosten in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen:

•Verkürzter Arbeitsweg
•Wechsel des Arbeitsplatzes
•Verbesserung der Arbeitsbedingungen
•Rückkehr aus dem Ausland

So viel gibt es pauschal:

Bei jobbedingten Umzügen erkennt das Finanzamt derzeit eine Pauschale von

  • 695 Euro für Ledige
  • 1390 Euro für Verheiratete
  • 306 Euro pro Kind und für mitziehende Verwandte an

So stehen einer vierköpfigen Familie, die zum Beispiel von Berlin nach München zieht, allein durch die Pauschale schon 2002 Euro zu.

Auch Alleinerziehende mit Kind im eigenen Haushalt, Geschiedene oder Verwitwete bekommen den Ehegattenbetrag. Liegt der letzte berufliche Umzug keine fünf Jahre zurück, erlaubt das Finanzamt um 50 Prozent höhere Pauschalen. Ein Single bekäme damit beispielsweise 1042,50 statt 695 Euro.

Diese Kosten können Sie absetzen

Für die meisten Posten Ihrer Umzugsrechnung müssen Sie Belege vorzeigen. Weitere werden von einer Pauschale erfasst, die Sie von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen dürfen.

Grundsätzlich können Sie geltend machen:

  • 30 Cent pro Kilometer für Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen
  • Maklergebühren für Mietimmobilien
  • Doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate, falls Sie Ihre alte Wohnung nicht sofort kündigen können oder wollen
  • Kosten für den Transport des Hausrats
  • Reparaturen von Transportschäden

Für sonstige Umzugskosten können Sie zusätzlich einen Pauschalbetrag ansetzen, ohne Einzelnachweise erbringen zu müssen.
Dazu zählen beispielsweise folgende Ausgaben:

  • Renovierung der alten Wohnung
  • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer
  • Ändern von Vorhängen
  • Fachgerechtes Anbringen von Lampen
  • Einbau von Küche und anderen elektrischen Geräten
  • Ummelden des PKW
  • Änderung des Telefonanschlusses

Einrichtung und Renovierung Ihres neuen Heims gelten als Privatsache. Sie können daher nicht steuerlich abgesetzt werden.

Für privat veranlasste Umzüge sind die Voraussetzungen weniger günstig, Sie müssen die Rechnung einer Umzugsfirma und die Überweisung auf deren Konto nachweisen. Vom Rechnungsbetrag können Sie 20 Prozent geltend machen. Der abzusetzende Betrag ist aber auf 4.000 Euro begrenzt. (Stand: 06.01.2015)

Wo man noch sparen kann

Selbst bei den Kartons können Sie Umzugskosten sparen. Entweder nutzen Sie die Angebote der Umzugsfirma oder besorgen sich gebrauchte Kartons, die deutlich günstiger sind. Zum Beispiel können Sie den Lebensmittelhändler in Ihrer Nähe fragen und somit Geld einsparen. Altes Zeitungspapier eignet sich optimal zum Verpacken von Geschirr und Gläsern. Einfach Freunde und Bekannte darum bitten, welches für Sie zu sammeln.

Wichtig ist, dass Sie für den Umzugstag Folgendes beachten:

      • Umzugstermin nochmals mit den Helfern abstimmen
      • eventuell Babysitter für Kinder und Betreuer für Haustiere organisieren
      • Strom, Gas, Telefon etc. für die neue Wohnung anmelden
      • Möbel abbauen, Kühlschränke abtauen, Umzugskisten packen
      • Parkmöglichkeiten für das Umzugsfahrzeug sichern, eventuell Halteverbotsschilder besorgen
      • Verpflegung für den Umzugstag organisieren
      • persönliche Sachen, wie bspw. Kleidung, Dokumente oder Schlüssel, separat einpacken
      • Nachbarn über Umzug informieren
      • Treppenhäuser vor und nach dem Umzug auf Schäden untersuchen und diese dokumentieren
      • eventuell Böden abdecken und Türen aushängen

 

Der Umzug – Wie man am besten Platz spart

Beim Umzug Platz sparen

Das Beladen des Fahrzeugs sollte mit den großen Möbeln beginnen. Wurden Schränke, Vitrinen oder Regale zerlegt, sind die Einzelteile gut zu verpacken und zu sichern. Alternativ können die Türen zugeklebt werden, um beim Tragen das störende Aufklappen zu verhindern. Die großen Teile gehören ganz nach hinten auf das Fahrzeug, um ein Umstürzen zu vermeiden. Davor werden die Kisten und Säcke gestapelt, wie der vorhandene Platz es am besten hergibt. Achten Sie beim Packen der Umzugskartons darauf, dass diese nicht so schwer ausfallen. Sinnvoll sind genaue Beschriftungen zum Inhalt und Zielort. Wenn die Kartons zwischenzeitlich auf der Straße abgeladen werden, behalten Sie Ihr Eigentum immer im Auge.

Nach dem Umzug – Kontrolle ernst nehmen

Ihre alte Wohnung verdient einen letzten Blick, um eventuelle Beschädigungen durch den Umzug festzustellen und zu protokollieren. Haben Sie ein Umzugsunternehmen beauftragt, sollten Sie die Kontrolle Ihres Eigentums zügig erledigen, um eventuelle Regressansprüche kurzfristig geltend machen zu können. Dokumentieren Sie die Schäden mit Fotos, sodass es keine Auseinandersetzungen gibt. Ebenso kritisch nehmen Sie bitte Treppenhäuser, Türrahmen, Wände und Fußböden in Augenschein: Sie stehen im Extremfall für die Beschädigungen gerade und sollten deswegen genau feststellen, ob Sie die Verantwortung an das Unternehmen weiterreichen können. Haben die befreundeten Helfer Schäden angerichtet, steht Ihre Privathaftpflichtversicherung dafür ein.

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