Fast 10 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Einige schaffen es aus eigener Kraft wieder auf die Beine, andere bleiben jahrelang in der Schuldenfalle stecken. In solchen Fällen helfen professionelle Schuldnerberater. Doch wie hoch sind die Schuldnerberatung-Kosten überhaupt und gibt es auch kostenlose Angebote? Wir klären Dich auf.

Schuldnerberatung Kosten: Wie viel Geld benötige ich?

Kostenlose Beratungsstellen

Es gibt zahlreiche Schuldnerberatungen, die völlig kostenlos sind: Das sind zum Beispiel

Schuldnerberatung Kosten

Der Haken dabei: Oft sind solche Angebote nur für arbeitslose Menschen kostenfrei. Informiere Dich also vorab im Internet oder telefonisch darüber, ob der angebotene Service in Ihrem Fall auch wirklich nichts kostet. Zudem ist die Nachfrage oft so riesig, dass man ziemlich lange auf einen Termin warten muss.

Mehrere Wochen oder gar Monate sind der Normalfall. Unser Tipp: Weise bereits im ersten Telefongespräch Deinen Ansprechpartner auf Deine dringende Lage hin. In Notsituationen ist eine kurzfristige Beratung per Telefon oder online möglich.

Schuldnerberatung Kosten: Günstige Möglichkeiten

Mittellose Menschen oder Niedrigverdiener haben Anspruch auf eine günstige Schuldnerberatung durch einen Anwalt. Möglich ist das allerdings nur mit einem sogenannten Beratungshilfeschein vom Gericht. Diesen kannst Du kostenfrei auf der Webseite Deines Landesgerichts downloaden und an Dein zuständiges Amtsgericht schicken.

Wer einen solchen Schein hat, bezahlt für den Anwalt nur 15 Euro.

Anspruch auf einen Beratungshilfeschein haben im Regelfall:

  • Hartz-IV- oder Sozialhilfe-Empfängerinnen und -empfänger
  • Menschen mit einem ähnlichen Einkommen wie Bezieher von Arbeitslosengeld 2
  • Menschen, die wegen einer Pfändung vom Existenzminimum leben müssen
  • Mittellose Menschen (zum Beispiel Obdachlose)

Schuldnerberatung Kosten: Kostenpflichtige Angebote

Eine weitere Anlaufstelle für Schuldner sind Rechtsanwälte für Schulden oder Insolvenzrecht. Die Kosten hierfür variieren stark und sind je nach Höhe der Schulden, Anzahl der Gläubiger und Dauer der Beratung unterschiedlich. Eine professionelle Schuldnerberatung durch einen Anwalt gestaltet ihre Kosten transparent und macht schon vor der Vertragserstellung klar, welche Zahlungen zu welchem Zeitpunkt anfallen werden. Auch die Gesamtkosten sind jederzeit transparent.

Übliche Kosten für eine Schuldnerberatung belaufen sich auf mehrere Hundert bis 2.000 Euro.

Vorsicht vor anderen Anbietern: Weil der Begriff „Schuldnerberater“ gesetzlich nicht geschützt ist, gibt es zahlreiche Anbieter, die weder Anwälte noch Mitglieder einer staatlich anerkannten Schuldnerberatungsstelle sind. Von solchen „Schuldnerberatungen“ wird abgeraten, weil sie keine sogenannte Rechtsdienstleistungsbefugnis haben. So sind beispielsweise nur Anwälte oder gemeinnützige Beratungsstellen dazu berechtigt, Schuldner in ein Insolvenzverfahren zu schicken. Es gibt jedoch auch einige Anbieter, die mit Anwälten kooperieren. Hierfür zahlen Schuldner in der Regel doppelte Kosten – für die Schuldnerberatung sowie für den Anwalt.

Du hast finanzielle Schwierigkeiten? Probiere es mit diesen Möglichkeiten, um Deine Schulden eigenständig abzubauen:
Schulden begleichen – so geht’s 

Du brauchst Hilfe einer Schuldnerberatung? Hilfreiche Tipps:

  • Versuche es zuerst bei einer kostenlose Beratungsstelle
  • Prüfe, ob Du Anspruch auf einen Beratungshilfeschein haben
  • Vor Vertragsabschluss die Gesamtkosten der Schuldnerberatung genau erklären lassen: Welche Gebühren fallen an? Wofür und in welcher Höhe?
  • Bei vagen Aussagen über Kosten und Dauer der Beratung direkt zu einer anderen Schuldnerberatung wechseln
  • Beratungsvertrag der Schuldnerberatung vor dem Unterschreiben genau prüfen

Schuldnerberatung Kosten

Schuldnerberatung Kosten: Fazit

Wer Hals über Kopf in Schulden steckt, sollte sich an eine Schuldnerberatung wenden. Sie kann Dir dabei helfen, von Deinen Schuldenberg loszukommen und Dich aus Deiner finanziellen Notsituation zu befreien. Das Wichtigste hast Du bereits erkannt: Das Eingestehen der eigenen Situation. Nun liegt es an Dir, die professionelle Hilfe anzunehmen und zu beherzigen. Unser Tipp: Probiere es zuerst bei einer kostenlosen Beratungsstelle wie der Diakonie oder Caritas. Dort sind die Beraterinnen und Berater mit vielen sozialen Einrichtungen vernetzt und können Dich an Familien- oder Suchtberatungsstellen sowie an Jobcenter oder Wohnungsämter vermitteln. Falls Du Dich an einen Anwalt wendest, überprüfe vorher, ob Dir eine kostenlose Beratung mithilfe eines Beratungshilfescheins vom Gericht zusteht.

Schuldnerberatung Kosten: Häufige Fragen

Es gibt kostenlose und preiswerte Schuldnerberatungen wie zum Beispiel:
  • staatliche Einrichtungen von Städten oder Gemeinden,
  • Verbraucherzentralen oder
  • Gemeinnützige Organisationen wie die Arbeiterwohlfahrt, Diakonie oder Caritas.
Ja, vor allem mittellose Menschen oder Niedrigverdiener haben Anspruch auf eine günstige Schuldnerberatung durch einen Anwalt. Benötigt wird allerdings ein sogenannter Beratungshilfeschein vom Gericht. Den gibt’s kostenlos auf der Webseite Ihres Landesgerichts. Mit einem solchen Schein bezahlt man für den Anwalt nur 15 Euro.
Beantragen können den Beratungshilfeschein:
  • Hartz-IV- oder Sozialhilfe-Empfänger
  • Menschen mit einem ähnlichen Einkommen wie Bezieher von ALG 2
  • Menschen, die wegen einer Pfändung vom Existenzminimum leben müssen
  • Mittellose Menschen
Vorsicht gilt bei privaten Schuldnerberatungen: Weil der Begriff „Schuldnerberater“ gesetzlich nicht geschützt ist, gibt es zahlreiche private Anbieter, die weder Anwälte noch staatlich anerkannt sind. Von solchen „Schuldnerberatungen“ raten wir ab, weil diese Anbieter keine sogenannte Rechtsdienstleistungsbefugnis haben. So haben zum Beispiel nur Anwälte oder gemeinnützige Beratungsstellen die Erlaubnis, Schuldner in ein Insolvenzverfahren zu schicken. Es gibt jedoch auch einige Anbieter, die mit Anwälten kooperieren. Hierfür zahlen Schuldner in der Regel doppelte Kosten – für die Schuldnerberatung als auch für den Anwalt.

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