Hinter vielen No-Name- und Eigenmarken-Produkten stecken große Hersteller und manchmal kommen sie sogar aus denselben Produktionsstätten wie bekannte Markenprodukte. Wir zeigen Dir, warum Eigenmarken oft so günstig sind, was sie von Markenprodukten unterscheidet und wann sich der Griff zur günstigen Alternative lohnt.
Auf einen Blick:
- Fast alle Supermärkte und Discounter führen Eigenmarken (No-Name/Handelsmarken)
- Viele Eigenmarken werden von Herstellern produziert, die auch Markenware fertigen
- Je nach Produktgruppe sind große Preisunterschiede möglich
Produkte unter der Lupe: Eigenmarke vs. Marke
Je nach Produktgruppe lohnt sich die Eigenmarke unterschiedlich stark. Verlässlicher als Vermutungen über Hersteller ist ein Blick auf Zutatenliste, Nährwerte, Siegel und den Preis pro 100 g/ml.
Hier ein kompakter Überblick:
| Grundnahrungsmittel | Qualität ist oft gut vergleichbar – Eigenmarken lohnen sich meistens (z. B. Reis, Nudeln, Mehl, Zucker). |
| Gewürze | Sparpotenzial ist hoch, aber Aroma/Frische können variieren. Bei Lieblingsgewürzen lohnt ein Geschmackstest. |
| Alkohol | Kann sich lohnen, aber Qualität schwankt stärker – lieber nach Rebsorte/Region/Restzucker auswählen statt nur nach Preis. |
| Milchprodukte mit Standard-Rezeptur | Häufig sehr ähnliche Zutaten und Nährwerte – Eigenmarke lohnt sich oft (z. B. Milchreis, Naturjoghurt). |
| Süßigkeiten | Eigenmarken sind oft nah dran, aber Rezeptur kann abweichen – hier entscheidet Dein Geschmack. |
| Konserven und TK-Basics | Unterschiede liegen eher bei Salz/Zucker, Sortierung oder Herkunft – Preisvergleich lohnt sich. |
Warum gibt es No-Name-Produkte zu kaufen?
Eigenmarken sind eine Antwort auf den Wunsch vieler Kunden nach solider Qualität zum günstigen Preis. Für Händler haben sie mehrere Vorteile: Sie können Preis-Leistung klar positionieren, Abnahmemengen bündeln und ihr Sortiment stärker steuern.
Viele Handelsketten nutzen klar benannte Eigenmarken-Linien, z. B. „ja!“ (REWE) oder „GUT & GÜNSTIG“ (EDEKA). Damit trennen sie Basis-Produkte klar von Premium- und Bio-Linien.
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Warum sind No-Name-Produkte günstiger?
Der Preis für Lebensmittel hängt u. a. von Zutaten, Verarbeitung, Energie, Transport, Handel und Verpackung ab. Markenprodukte tragen zusätzlich häufig hohe Kosten für Marketing, Markenaufbau, Aktionen und aufwendigere Verpackung. Eigenmarken sparen hier oft und profitieren teils von großen Abnahmemengen und schlankeren Vermarktungsstrukturen. Wichtig: Günstiger heißt nicht automatisch schlechter. Unterschiede stecken eher in Rezeptur, Rohstoffqualität, Herkunft, Geschmackskonstanz oder Nachhaltigkeitsstandards.
Unser Fazit
Hinter vielen No-Name-Produkten stecken bekannte Markenhersteller. Gespart wird hier meist am Marketing, dem Design und der Verpackung. Teilweise finden sich im Markenprodukt auch hochwertigere Inhaltsstoffe (z.B. Eier aus Freilandhaltung, die das Endprodukt teurer machen). Sowohl die Markenartikel als auch No-Name-Produkte ohne ausgeklügeltes Marketing haben jeweils Vorteile.
Für Grundnahrungsmittel eignen sich die No-Name-Produkte genau so gut wie ihre teuren Alternativen. Dabei erfüllen sie alle wichtigen Richtlinien und schmecken teilweise genauso gut wie ein Markenprodukt. Der Versuch lohnt sich und günstiger sind die No-Name-Produkte allemal!
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