Liquiditätsplanung - auxmoney Finanzlexikon

Liquiditätsplanung

Definition

Mit einer jederzeit aktualisierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass zu fälligen Zahlungsterminen eine ausreichende finanzielle Liquidität, sprich geldliche Verfügbarkeit auf dem Girokonto vorhanden ist. Ein Liquiditätsplan ist sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich so hilfreich wie notwendig. In beiden Fällen wird die Haushalts- oder die Budgetplanung durch eine Liquiditätsplanung ergänzt.

Liquiditätsplanung verfeinert die Finanzplanung

Liquidität ist vom lateinischen Wort liquidus abgeleitet, zu Deutsch flüssig. Umgangssprachlich heißt es „flüssig zu sein“, wenn auf dem Girokonto genügend Deckung vorhanden ist, um die anstehenden Zahlungen und Verbindlichkeiten vollständig sowie pünktlich leisten zu können. Das wird am Beispiel einer Planung für den Privathaushalt deutlich. Der Budget-/Planungszeitraum ist ein Monat. In den Monatskalender werden unter dem jeweiligen Tag die dann fälligen Einnahmen und Ausgaben eingetragen. Der einzelne Tag wird in einer eigenen Spalte saldiert. Das zeigt für jeden Kalendertag, welche Einnahmen zur Verfügung stehen, und welche Ausgaben fällig werden. In dem Planungszeitraum der 30 Kalendertage zeigt die Liquiditätsplanung tageweise Mehreinnahmen und Mehrausgaben. Ausgaben sind nur dann möglich, wenn die vorhandenen Einnahmen durch eine Geldzufuhr erhöht werden, oder wenn ein Dispo-Kredit zur Verfügung steht, wenn also im Soll gebucht werden kann. In Bezug auf die Liquiditätsplanung hat der Dispo-Kredit die Wirkung einer Einnahme, weil sich dadurch die Geldverfügbarkeit auf dem Girokonto erhöht.

Projektplanung mit Budgetplan und mit Liquiditätsplan

Je höher das Budgetvolumen ist, umso wichtiger ist ein genauer Liquiditätsplan. Er dient nicht nur zur Ausgabensteuerung, sondern auch zum Schonen der eigenen Finanzressourcen. Zum Planen der Liquidität gehört es auch, vorhandenes Geld temporär zinsbringend anzulegen; sei es als Tages- oder als Festgeld. Um den Zinsertrag zu optimieren, werden Rechnungen so spät wie möglich bezahlt. Im Rahmen der Liquiditätsplanung wird das Tages-/Festgeldkonto aufgelöst und der Bestand dem Firmengirokonto zugeführt. Das geschieht punktgenau auf den Tag, an dem die fällige Rechnung überwiesen wird.

Liquiditätsplan immer für einen überschaubaren Zeitraum

Mit einer guten, professionellen Liquiditätsplanung wird auf finanzielle Schwankungen im Alltag reagiert. Das kann aktuell notwendig werden, wenn für fällige Ausgaben auf fällige Einnahmen gewartet wird. Verzögert sich deren Gutschrift, müssen ungeachtet dessen alle Zahlungstermine für die Ausgaben eingehalten werden. Darauf kann nur mit einer tagesaktualisierten Liquiditätsplanung reagiert werden.