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FinCompare
Veröffentlicht am 29 Sep 2017

FinCompare: Finanzierungslösung mittels Robo-Advisor

Veröffentlicht am 29 Sep 2017
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FinCompare vereinfacht und verkürzt mit dem Start von „App Solutions“ die Finanzierungsanfrage für kleine und mittelständische Unternehmen weiter. Die Produkt-Suite funktioniert wie ein Robo-Advisor und ermittelt die passende Finanzierungslösung für das anfragende Unternehmen.

Neuer Robo-Advisor vereinfacht Unternehmensfinanzierung

FinCompare ist die führende digitale Plattform für Unternehmensfinanzierungen. Das Berliner Fintech bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) Zugang zu vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten. Mit der jetzt gestarteten App Solutions wird der gesamte Kreditprozess weiter vereinfacht und zu 100 Prozent digital. Das Herzstück der neuen Web-App: Der Robo-Advisor. Dieser ermittelt auf Basis von zehn Fragen, die dem anfragenden Unternehmen anfangs gestellt werden, die perfekte Finanzierungslösung:

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„Wir sind seit mehr als einem halben Jahr am Markt und haben festgestellt, dass viele unserer Kunden zwar ihren Finanzierungsbedarf kennen, aber häufig nicht wissen, welche Finanzierungsform geeignet ist. Konkret: Rund 60 Prozent unserer Kunden fragen einen klassischen Bankkredit an, aber nur zehn Prozent davon schließen am Ende auch einen Bankkredit ab. Denn für die große Mehrheit finden wir bessere Lösungen. Dieses ‚Matching’ haben wir nun mit unserer Software automatisiert“

– Stephan Heller, Gründer und CEO von FinCompare, am Rande der Tech-Konferenz Bits&Pretzels in München

FinCompares neue Zielgruppe: freie Berater und Versicherungsmakler

Laut FinCompare ist die App Solutions in ihrer Handhabung und Funktionalität einzigartig am Markt. Die Web-Applikation bildet nicht nur Antragsstrecke, Datenraum und Angebotsvergleich vollständig ab, sondern bietet auch die Möglichkeit Kreditanfragen und Unternehmenskunden zu verwalten. Mit dem Angebot richtet sich das im Februar 2017 gegründete Startup nicht mehr nur an KMU, sondern erstmals auch an freie Versicherungs-, Finanz- und Steuerberater. Für das Berliner Fintech war die individuelle, persönliche und vor allem unabhängige Beratung von Anfang an ein wichtiger Bestandteil des Finanzierungsantrags. Mit der App Solutions wird dieser Ansatz nun weiter unterstützt. Freie Berater oder Versicherungsmakler können jetzt mit FinCompare mehrere Finanzierungsanfragen für Unternehmen erstellen und diese verwalten.

Paul Weber, Mitgründer und CCO von FinCompare:
„Die Web-App soll als so genannte Stand-Alone-Lösung im Alltag von freien Beratern, die wir als wichtige Partner für FinCompare verstehen, genutzt werden. Zum Beispiel für Versicherungsmakler, die ihre Unternehmenskunden damit digital verwalten können und zusätzlich ihre Beratungskompetenz stärken, indem sie über FinCompare Zugang zu verschiedenen Finanzierungsoptionen bieten. Die Oberfläche unserer Web-App ist intuitiv und selbsterklärend aufgebaut und Berater sind damit sofort startklar.“ (Pressemitteilung vom 27.09.17)

 

Wunsch nach modularen Finanzierungsangeboten wächst

Die Idee zu FinCompare kam Gründer Stephan Heller als er für sein erstes Startup Watchmaster, eine Handelsplattform für Luxusuhren, eine Finanzierungslösung suchte. Mittlerweile hat das Startup über 1.000 zufriedene Kunden und mehr als 200 namhafte Finanzierungspartner. Darunter nicht nur traditionelle Banken, wie die Commerz- oder Volksbank, sondern auch alternative Finanzdienstleister, wie Arvato Bertelsmann, oder Fintechs, wie Lendico und bezahlt.de. Neben dem klassischen Bankkredit stehen dem Kunden auch Finanzierungsformen wie Lagerfinanzierung, Factoring, Leasing, Crowdfunding und Einkaufsfinanzierung zur Wahl.

Das Angebot von individuellen Finanzierungslösungen je nach Bedürfnis des Unternehmens trifft den Zahn der Zeit. Denn KMU müssen bei der Finanzierung von Wachstum und Investitionen ihr Tempo an das der Globalisierung und digitalen Transformation anpassen. Aufgrund der intransparenten Anbieterlandschaft und dem unüberschaubaren Angebot ist dies jedoch nicht immer einfach und meistens mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.

„KMU haben heute andere Bedürfnisse in Finanzierungsfragen. Neben dem zunehmend digitalisierten Nutzerverhalten ist ein Großteil aktiv auf der Suche nach modularen Finanzierungen und nach Alternativen zur Hausbank“, erklärt Stephan Heller. Genauer gesagt streben sich als zwei Drittel aller KMU nach einer stärkeren Unabhängigkeit von ihrer Hausbank, mehr als 60 Prozent wünschen sich mehr modulare Finanzierungslösungen z.B Leasing oder Factoring.

FinCompare will zum Fintech-Aggregator werden

FinCompareFinComapre will zu der Anlaufstelle für KMU-Finanzen in Europa werden und langfristig zur Fintech-Integrationsplattform, die verschiedene B2B-Fintech-Geschäftsmodelle bündelt, werden. „Unsere Vision ist es, zu einem digitalen Finanz-Hub zu werden, das Angebote von Banken, Fintechs und mittelfristig auch Insuretechs bündelt und weitere Mehrwertdienste integriert“ sagt CEO Stephan Heller. „Wir haben in drei Monaten eine Web-App entwickelt, die Standards im Markt setzt und damit die Unternehmensfinanzierung weiter digitalisiert. Unser Ziel ist aber größer: Wir arbeiten am ‚Re-Bundling’ des Finanzierungsmarktes und werden FinCompare zum FinTech-Aggregator ausbauen“. Dies soll schon mit dem nächsten Release Realität werden.

 

Mit dem Konzept trifft FinCompare auf ein bestehendes Marktbedürfnis in dem Viele großes Erfolgspotenzial sehen. Deswegen konnte das Startup bereits neben den österreichischen Investoren Speedinvest und Uniqa mehrere Partner aus den Bereichen Banking und Fintech für sich gewinnen. Darunter beispielsweise auch André M. Bajorat (figo) oder Alex Graubner-Müller (Kreditech). Auch das Managment-Team, bestehend aus CEO Stephan Heller, COO Nicolay Ofner, CTO Sarp D. Demirel und CCO Paul Weber, verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Branche und in der Startup-Skalierung.

Bildquelle: © FinCompare

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.