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Veröffentlicht am 08 Sep 2020

Airbnb will trotz Corona an die Börse

Veröffentlicht am 08 Sep 2020
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Die Reisebranche wurde von der Corona-Krise mit am stärksten getroffen. Die strengen Abstandsregeln und die Gefahr, sich im Urlaub im Ausland anzustecken, machen Reisen nicht gerade attraktiver. Dennoch kündigt der Apartmentvermittler Airbnb mitten in der Pandemie Börsenpläne an. Was hat es damit auf sich?

Börsenpläne sind aufgeschoben anstatt aufgehoben

Eigentlich war es keine Überraschung, dass Airbnb an die Börse gehen möchte. Schließlich hatte das Unternehmen dies schon im vergangenen Jahr angekündigt. Doch wie für viele andere läuft auch für Airbnb in diesem Jahr nicht alles nach Plan. Eigentlich wollte das Unternehmen schon im März ein sogenanntes „Direct Listing“ machen. In dem Fall wäre der Börsengang nicht mit der Aufnahme von zusätzlichem Kapital verbunden, man arbeitet nicht mit Investmentbanken zusammen und spart hohe Ausgaben für Platzierungsgebühren. Nun soll es aber doch ein klassischer Börsengang werden, da Airbnb frisches Kapital gerade gut gebrauchen kann. Denn durch die Corona-Krise musste Airbnb aufgrund von ausbleibenden Buchungen Entlassungen vornehmen, um Kosten einzusparen.

Die Börse verabschiedet sich aus dem Krisenmodus

Für einen Börsengang könnte der der Zeitpunkt schlechter sein: Viele Aktien entwickeln sich zurzeit gut und die Krisensituation entspannt sich allmählich, weshalb bereits einige andere Unternehmen kürzlich entschieden haben, ihre Aktien an der Börse zu platzieren. Auch die Bereitschaft, zu reisen, nimmt wieder zu. Die Hotelindustrie hat gegenüber Unterkunftsvermittlern wie Airbnb allerdings das Problem, dass in Hotels Social Distancing schwieriger einzuhalten ist als in einer Wohnung.

Wie Airbnb mit der Corona-Krise umgeht

Trotzdem erweitert das 2008 in San Francisco gegründete Unternehmen sein Geschäftsmodell. Eigentlich ist Airbnb dafür bekannt, dass man über das Unternehmen Übernachtungen in 100.000 Städten und 220 Ländern buchen kann. Angeboten werden auch Schlösser und Baumhäuser. Diese Idee entstand, als die Gründer ihre Miete nicht alleine bezahlen konnten und Geschäftsreisenden einen günstigen Schlafplatz auf einer Luftmatratze vermieteten. Über die Plattform ist es nun auch möglich, Unternehmungen, Exkursionen, Stadtführungen und Kurse zu buchen. In der Corona-Krise werden auch Online-Video-Kurse angeboten. So zeigt Airbnb, dass man die Corona-Pandemie mit den richtigen Anpassungen durchaus überstehen kann und dass ein Börsengang während der Krise keinesfalls abwegig ist.

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Bildquelle: © Getty Images

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.