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Veröffentlicht am 20 Apr 2020

Google weiß, wo Social Distancing funktioniert und wo nicht

Veröffentlicht am 20 Apr 2020
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Seit einigen Wochen sollen wir aufgrund der Corona-Krise sämtliche Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In einigen Ländern gibt es sogar Ausgangssperren. Nun wird darüber diskutiert, ob und inwiefern die Maßnahmen wieder gelockert werden sollen. Doch wie gut waren wir eigentlich bisher beim „Social Distancing“?

Wie klappt es mit dem Corona-Kontaktverbot?

Eine neue Google-Website zeigt, wo in 131 Ländern die soziale Distanzierung besonders ernst genommen wird – und wo eher nicht. Google betrachtet die sechs Bereiche Einzelhandel und Freizeit, Supermärkte und Apotheken, Parks, Transitstationen, Arbeitsplätze sowie Wohngebiete. So wird deutlich, ob sich an diesen Orten durchschnittlich mehr oder weniger Menschen aufgehalten haben als vor den Einschränkungen. Basierend auf anonymisierten Standortdaten bei Google Produkten und Dienstleistungen können über mehrere Wochen hinweg prozentuale Veränderungen dargestellt werden. Das Unternehmen betont, dass nur Aggregatdaten und keine individuellen Bewegungsdaten herangezogen würden.

Google macht frühzeitige Maßnahmen gegen das Corona-Virus möglich

Der Sinn dahinter ist, dass mithilfe dieser Daten Corona-Hotspots frühzeitig identifiziert werden können. In diesen Bereichen sollen die Abstandsregeln dann gezielt verschärft werden. Parks können zum Beispiel geschlossen, Öffnungszeiten in Geschäften angepasst und mehr Busse und Bahnen eingesetzt werden, sodass weniger Menschen gleichzeitig an einem Ort sind. Um das neuartige Corona-Virus besser zu verstehen, arbeiten Regierungen verstärkt mit Tech-Konzernen wie Google zusammen.

Trotz Kontaktverbot halten wir uns vermehrt in Parks auf

Betrachtet man die Daten für Deutschland, sieht man einen deutlichen Rückgang beim Besuch von Restaurants, Cafés, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen. Auch Bahnstationen und Arbeitsstätten werden weniger besucht. Eine leichte Abnahme kann man auch bei den Supermärkten und Apotheken beobachten, etwas mehr Menschen sind in Wohngebieten unterwegs. Auffällig ist der sehr starke Personenzuwachs in Parks. Das sieht in Ländern mit einer strengeren Ausgangssperre anders aus. In Spanien, Italien und Großbritannien gibt es in fast allen Bereichen einen deutlichen Rückgang, in den Wohngebieten jedoch eine starke Zunahme an Personen. In den Niederlanden und in Schweden sieht man ein ähnliches Bild wie in Deutschland. „Social Distancing“ klappt also nicht überall gleich gut und hängt davon ab, wie streng die Beschränkungen im jeweiligen Land sind.

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(Seite wird fortlaufend aktualisiert)

Bildquelle: © Getty Images

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.