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Veröffentlicht am 04 Sep 2019

Start-up will Blockchain in die Mitte der deutschen Bevölkerung bringen

Veröffentlicht am 04 Sep 2019
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Deutschland hinkt beim Einsatz der Blockchain hinterher. Dabei könnte sie einige Abläufe in Unternehmen vereinfachen. Woran hapert es hierzulande noch und wie will ein Münchener Start-up jetzt für die Trendwende sorgen?

Blockchain noch nicht flächendeckend verbreitet

Laut einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom haben sich über 80 Prozent der deutschen Unternehmen bisher nicht aktiv mit der Blockchain-Technologie auseinandergesetzt. Sie ist flexibel einsetzbar und kann nicht nur als dezentrale Handelsplattform, sondern auch für Transaktionen mit virtuellen Kryptowährungen eingesetzt werden. Darüber hinaus kann man Eigentumsrechte ohne die Notwendigkeit eines Notars übertragen und Verträge digital unterzeichnen. Dennoch gibt es einige Faktoren, welche die große Mehrheit der Unternehmen bisher davon abhalten, diese Möglichkeiten auch tatsächlich zu nutzen. Viele sehen keine praktischen Anwendungsmöglichkeiten und es fehlt an Personal mit der entsprechenden Expertise. Für Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten hat das Thema eine etwas größere Priorität, bei 17 Prozent laufen bereits konkrete Projekte.

Start-up nimmt sich vor, Deutschland zum Blockchain-Vorreiter machen

Da ist noch Luft nach oben. Das finden jedenfalls Alexey Utin, Christopher Zapf und Martin Kreitmair. Sie haben das Start-up Tangany 2018 mit dem Ziel gegründet, durch Blockchain einen echten Mehrwert zu generieren. Ihr Produkt „Wallet as a Service“ ermöglicht Unternehmen die Nutzung einer bereits bestehenden Blockchain-Infrastruktur, ohne dass Vorkenntnisse benötigt werden. Zudem entwickelt das Start-up speziell auf die Kundenwünsche angepasste Blockchain. Tangany setzt dabei auf die strenge Einhaltung der EU-Sicherheitsrichtlinien und auf Einfachheit. Denn um erfolgreich zu sein, müsse Blockchain laut den Gründern so einfach wie Google werden.
Die Münchener bauten ihr Business zunächst mit eigenem Kapital auf, kurz danach konnten sie von staatlichen Fördergeldern profitieren. Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in einer Seed-Runde, um weiter wachsen zu können und die Blockchain schließlich in der Mitte der Bevölkerung zu etablieren.

Bildquelle: © Tangany GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.