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Payment-Anbieter
Veröffentlicht am 13 Nov 2018

Online bezahlen – Vier Payment-Anbieter im Fokus

Veröffentlicht am 13 Nov 2018
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Onlineshops bieten immer mehr Bezahlmethoden an, um Kunden zu einer schnellen Kaufentscheidung zu verleiten und einen schnellen Versand zu gewährleisten. Es gibt große Unterschiede unter den Anbietern hinsichtlich Anonymität des Käufers, Zahlungsaufschub und ggf. Ratenzahlungsoptionen. Hier erhalten Sie einen Überblick über die gängigen Online-Bezahlmethoden bzw. Payment-Anbieter.

Paypal – Der Platzhirsch

Paypal ist zweifelsohne der größte Anbieter im Bereich Online-Payment. Der Nutzer hat die Möglichkeit, ein virtuelles Konto mit der eigenen E-Mail-Adresse zu verknüpfen und von dort aus, ohne Angabe der Kontonummer, Überweisungen zu tätigen. In einigen teilnehmenden Shops bietet Paypal auch Ratenzahlung an. Den größten Vorteil macht die Masse an Partnershops aus, welche die Zahlung per Paypal anbieten. Zudem bietet Paypal einen Käuferschutz, der dem Nutzer das Geld bei nicht erhaltener Ware zurück erstattet. Für den Käufer fallen für die Transaktion keine Kosten an, jedoch erhöhte der Zahlungsanbieter Ende August seine Händlergebühren für kleinere Zahlungsvolumina.

Paypal ist also eine gute Wahl, wenn man eine sichere Bezahlmethode mit sehr großer Reichweite schätzt. Die Gebührenerhöhung für Händler schafft allerdings Raum für die Wettbewerber.

Klarna – Der große Aufsteiger

Der schwedische Zahlungsanbieter ist seit 2009 am Markt. Der Kunde hat bei Klarna die Wahl, ein Kundenkonto zu eröffnen oder ganz ohne Anmeldung zu zahlen. Hierbei kann man zwischen Rechnungskauf und Ratenzahlung wählen. Den Ratenkauf bieten, ähnlich wie bei Paypal, nicht alle Shops an. Der Kunde kann allerdings über sein Kundenkonto, Rechnungskäufe per Raten abzahlen. Mit diesem Kundenkonto kann der Käufer außerdem seine Zahlungen und eventuelle Retouren verwalten. „Sofortüberweisung.de“ gehört seit 2014 ebenfalls zur Klarna Gruppe. Dort kann der Nutzer über eine Maske, per Online-Banking Zahlungen direkt an den Verkäufer überweisen. Genau wie Paypal bietet auch Klarna einen Käuferschutz. Für Transaktionen fallen keine Gebühren an.

Mit einem festen Kundenkonto genießt man beim Online-Shopping große Freiheiten und Flexibilität bei der Zahlung – mehr als bei Paypal. Einziger Nachteil gegenüber Paypal ist die geringere Zahl an Partnershops, die eine Zahlung per Klarna anbieten. Die Abdeckung ist jedoch gerade in Deutschland immer noch zufriedenstellend.

myCard2GO – Nischenprodukt für anonyme Zahlungen

Bei der myCard2GO handelt es sich um eine Prepaid-Visa-Karte. Die Karte ist an Tankstellen und Kiosken erhältlich. Sie wird online mit einer gültigen Mobilfunknummer per SMS aktiviert. Online- und Offlinezahlungen sind möglich, man kann mit der Standardvariante jedoch weder Geld an Automaten abheben, noch Geld an andere Kartenbesitzer senden. Die Karte kostet einmalig zehn Euro plus einer monatlichen Gebühr von 50 Cent. Das monatliche Transaktionsvolumen ist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zur Geldwäsche auf 100 Euro limitiert.

Wer online ohne Kundenkonto kleinere Transaktionen tätigen will, findet mit der myCard2GO eine adäquate Lösung. Die Karte fungiert dabei als dauerhaftes Zahlungsmedium, welches vom Nutzer flexibel aufgeladen und zur Online-Zahlung verwendet werden kann. Mit ihrer Limitierung von 100 Euro im Monat eignet sich die Karte allerdings eher nur für kleinere Einkäufe.

Paysafe Card – Prepaid Lösung für Kleinstbeträge

Die Paysafe Card beinhaltet einen 16-stelligen PIN-Code, hinter dem eine, vom Kunden gewählte, Summe Geld steht. Die Karte kommt mit einem Wert zwischen zehn bis 100 Euro und wird an Tankstellen, Postämtern und Tabakläden angeboten. Doch bei Zahlungen unter zehn Euro, muss der Nutzer das Restgeld anderweitig umsetzen. Die Karten werden vor allem in digitalen Branchen wie Online-Spielen, Social Media und der Telekommunikation für Zahlung verwendet.

Der Nutzer kann die Paysafe Card bar bezahlen und muss sie anschließend nicht, etwa mit einer Mobilfunknummer, aktivieren. Daher bietet diese Zahlungsmethode die, von allen hier vorgestellten, beste Anonymisierung.

Bildquelle: shutterstock.com

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Markus Kosmalla
Über den Autor
Markus Kosmalla berichtet vornehmlich aus der Welt der Firmen & Finanzen. Seine weiteren Schwerpunkte liegen bei Ratgeber-Themen wie auch Produkttests.