Hamburg wird zur Höhle der Löwen -100 Millionen für Startups

Veröffentlicht am 12. September 2018

Mit einem neuen Fonds will die Stadt Hamburg noch mehr Geld in den Aufbau von Startups investieren. Das Ziel ist dabei, die Stadt noch weiter als Finanz- und Gründerzentrum zu etablieren. Das Konzept ist dabei dem von DHDL nicht unähnlich.

100 Millionen Euro für junge Unternehmen

joachim seeler förderung startups

Der zurzeit noch in der Finanzierungsphase befindliche Fonds soll am Ende auf ein Volumen von 100 Millionen Euro kommen und wird von der Investitions- und Förderbank (IFB) Hamburg verwaltet. 90 Prozent davon sollen dabei von privaten Geldgebern gestemmt werden. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die 100 Millionen zusammenkriegen. Es gibt viel Interesse von Kapitalgebern, die sich finanziell beteiligen wollen“, so der Hamburger Sprecher für Hafen, Industrie, Handel und Finanzwirtschaft, Joachim Seeler (SPD).
Am Ende sehe der Prozess dabei dem Prinzip der erfolgreichen VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ sehr ähnlich, allerdings mit wesentlich höheren Summen von bis zu fünf Millionen Euro pro Unternehmen. Außerdem liege der Fokus im Kontrast zu DHDL darauf, Unternehmen beim weiteren Wachstum zu unterstützen, die bereits am Markt etabliert sind. Anstatt einer Jury müssen die Startups in Hamburg nun die Fonds-Manager von ihren Projekten zu überzeugen. Im Fernsehen wird der Prozess jedoch nicht zu sehen sein.

Hintergrund: Startups in Hamburg

Was den Fonds im Vergleich zu traditionellen Investitionskonzepten interessant macht, ist die hohe Flexibilität des Konstrukts. So können sowohl Kredite als auch Kapital für Unternehmensanteile vergeben werden. Der neue Fonds ist dabei nicht das einzige Instrument, das die Stadt Hamburg zur Förderung von Startups installiert hat. Schon jetzt können junge Unternehmen über Programme wie „InnoRampUp“ und den „Next Commerce Accelerator“ Unterstützung in kritischen Gründungsphasen anfordern. Nicht zuletzt dank der zahlreichen Förderprogramme ist die Hansestadt damit bereits zum Zentrum für digitale Wirtschaft, Logistik, Luftfahrt und Medizintechnik aufgestiegen. Genau auf diese Bereiche soll sich das Engagement auch in Zukunft fokussieren. Als Vorbilder der vorausschauenden Investitionspolitik werden Stockholm und München genannt.

Bildquellen: © MG RTL D
IFB Hamburg
HFR

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