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Die Höhle der Löwen
Veröffentlicht am 09 Okt 2017

Vorschau: Die Höhle der Löwen Folge 6

Veröffentlicht am 09 Okt 2017
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Diese Woche wird es tierisch bei „Die Höhle der Löwen“: Neben den fünf Löwen wird am Dienstagabend auch ein Pferd im Studio anwesend sein. Was es damit auf sich hat und welche weiteren Highlights Sie in der sechsten Folge erwarten dürfen verraten wir jetzt in unserer Vorschau.

MIOOLIO

Die Höhle der Löwen: MIOOLIO

Taner Gecer (l.) und Luigi Stella, © MG RTL D / Frank Hempel

Als erstes an diesem Abend wagen sich die Freunde Luigi Stella (41) und Taner Gecer (39) in die Höhle der Löwen. Die Düsseldorfer lieben Pizza, wenn es schnell gehen muss auch mal aus der Tiefkühltruhe. Damit sind sie nicht alleine: Jährlich werden rund 700 Millionen Tiefkühlpizzen in Deutschland vertilgt. Ihrer Meinung nach kann jedoch auch eine TK-Pizza wie frisch vom Lieblingsitaliener schmecken und zwar mithilfe ihres Gewürz-Öls. Nach dem Motto „Pimp your Pizza“ wollen die Freunde mit ihrem Startup MIOOLIO italienischen Pizza-Genuss in jede Küche bringen.

Die Gewürz-Öle wurden von Luigi und Taner eigens kreiert und sind in praktischen Portionsbeuteln erhältlich. Diese werden im Supermarkt idealerweise direkt neben der Tiefkühltruhe platziert. Das Problem: Die beiden würden gerne in größeren Stückzahlen produzieren. Für eine neue Produktionsmaschine benötigen die zwei Gründer 30.000 Euro und bieten den Löwen im Gegenzug dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile an. Taner Gecer ist sich sicher: „Mit den Löwen an Bord würden wir abgehen wie eine Rakete“. Doch geht überhaupt ein Investor mit an Bord?

Finanzpilot-Tipp: 30.000 Euro für 15 Prozent? Eigentlich ein Schnäppchen für die Löwen. Carsten Maschmeyer und Frank Thelen sind allerdings bereits an Lizza, einer gesunden Pizza-Alternative, beteiligt und daher wahrscheinlich raus. Doch auch die anderen Löwen haben in letzter Zeit viel in „gesündere“ Produkte (Kajnok, fit taste usw.) investiert. Es könnte also schwierig für die Gründer werden, nur ein überzeugender Geschmack kann das Ruder noch rumreißen. Wir sind uns nicht sicher und tippen 50:50.

Goodsmith

Die Gründer Simon Salowsky (25) und Bennet Klein (22) wollen mit ihrer Idee ein 2.000 Jahre altes Problem lösen. Sie haben den innovativen Hufschutz Goodsmith entwickelt, der die klassischen Hufeisen überflüssig machen soll. Diese dienten bislang zum Schutz der Hufe, unterdrücken jedoch aufgrund ihrer Starrheit und Unbeweglichkeit den natürlichen Hufmechanismus. Da Pferde am liebsten barfuß laufen haben die zwei Gründer die pferdefreundliche Alternative Goodsmith erfunden.

Die Höhle der Löwen:Goodsmith

© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die Funktionsweise des „Schuhs“ wird direkt am lebenden Objekt im Studio demonstriert. Mit einem Klett- und Klebesystem wird der Gummischutz am Pferdehuf befestigt und macht somit Nägel überflüssig. Mit nur wenigen Handgriffen kann der Schuh immer wieder angebracht und entfernt werden. Der Haken: Eine Firma wurde noch nicht gegründet. Um diesen Schritt und weitere in Angriff zu nehmen fordern die Freunde 250.000 Euro für 15 Prozent der Unternehmensanteile. Schlagen die Löwen zu?

Finanzpilot-Tipp: Ganz schön hohe Bewertung für ein Unternehmen, das noch nicht einmal gegründet wurde. Die Löwen werden es ähnlich sehen und die Gründer ohne Deal davonreiten lassen: No Deal!

Pony Puffin

Nein, hier geht es nicht schon wieder um ein Pferd, also nicht direkt. Bei Pony Puffin dreht sich alles um den Lieblingszopf der meisten Frauen: den Pferdeschwanz. Das Berliner Gründerehepaar, bestehend aus Elena Musiol und ihrem Mann Julian, will jeder Frau zu einem dicken und fülligen Zopf verhelfen. Wie die PR-Fachfrau erklärt hat sie selbst „eher feines Haar ohne Volumen und habe früher alle Mädchen mit einem fülligen Zopf beneidet“. Mit dem Pony Puffin soll dieses Problem nun der Vergangenheit angehören.

Die Höhle der Löwen:Pony Puffin

Elena und Julian Musiol, © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die Gründer hoffen in der Höhle der Löwen einen starken strategischen Partner zu finden und zwar einen fast gleichberechtigten: Gleich 49 Prozent ihres Unternehmens will das Ehepaar für 65.000 Euro abgeben. „Wir suchen in allererster Linie einen weiteren Gesellschafter, der uns mit seinem Know-how zur Seite steht“ erklärt Elena Musiol. Wird ein Löwe bei diesem Angebot anbeißen?

Finanzpilot-Tipp: Beauty-Produkt und 49 Prozent der Anteile? Das klingt nach einem Deal, der wie für Frau Williams gemacht ist! Sicher möchte sie den Pony Puffin mittels Teleshopping verkaufen und natürlich auch in den USA großmachen. Wir vermuten: Deal mit Judith Williams.

Erledigungen.de

Behördengänge macht keiner gerne, auch nicht Gründer Sebastian Simon. Besonders die meist erheblichen Wartezeiten stören den 26-Jährigen: „Das ist verlorene Zeit“. Simon, der eigentlich Luft- und Raumfahrttechnik studiert hat, will jetzt anstatt mit Raketen mit seiner Plattform erledigungen.de abheben. Das Prinzip: Man bucht die gewünschte Dienstleistung online und lässt von der Abholung der Unterlagen bis zum Warten auf dem Amt alles von einem Erlediger erledigen.

Die Höhle der Löwen:erledigungen.de

Sebastian Simon, © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Um der Bürokratie den Kampf anzusagen benötigt der Münchener 200.000 Euro Kapital und ist bereit dafür 10 Prozent seiner Firma abzugeben. Sehen die Investoren Potenzial in dieser Idee?

Finanzpilot-Tipp: Online-Dienst und Webseite? Das schreit nach Frank Thelen. Doch auch die anderen Investoren könnten das Prinzip interessant finden. Die Frage ist, ob sie eine Bewertung von zwei Millionen Euro für gerechtfertigt halten. Wir wissen alle, dass die Löwen bei zu hohen Bewertungen schnell empfindlich reagieren. Wir tippen dennoch auf: Deal!

SYWOS

SYWOS ist die Abkürzung für Symmetrical Workout System und der Name eines speziellen Fitnessgeräts. Entwickelt wurde SYWOS von der sportbegeisterten Famile Goehringer aus Kelkheim. Tochter Ariane (22) zog nach ihrem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens wieder zurück zu ihren Eltern Sandra (51) und Rainer (54). Nach dem Motto „Always fit, everywhere!” entwickelten sie gemeinsam ein Sportgerät, welches gerade einmal so viel wiegt, wie ein handelsübliches Tablet und somit leicht überall untergebracht und mitgenommen werden kann.

Die Höhle der Löwen:Sywos

(v.l.): Rainer, Ariane und Sandra Goehringer, © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Für jedes Trainingsziel soll „SYWOS“ mit passenden Übungen eine Lösung bieten. Damit das Familienunternehmen weiter wachsen kann brauchen die Gründer 100.000 Euro von den Löwen. Im Gegenzug erhalten diese 10 Prozent der Firma. Kann das Produkt die Investoren überzeugen?

Finanzpilot-Tipp: Beim Wort „Familienunternehmen“ hat es bei uns natürlich sofort geklingelt. Unsere liebste Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl kann sich bestimmt sehr gut mit den Goehringers identifizieren. Fraglich ist, ob das Produkt innovativ genug für sie oder einen anderen Löwen ist. Wir wollen uns nicht festlegen und prognostizieren eine 50:50 Chance für einen Deal.

parce

Nicht weniger als „die Zukunft des Wohnens“ versprechen die drei Gründer Eugen Pflüger (42), Nikolaj Klebert (32) und Malte Janduda (29). Allerdings mussten sie mit ihrem Produkt „parce“ bereits einen ersten herben Rückschlag wegstecken: „Wir haben unser Produkt auf den Markt gebracht, mussten nach drei Monaten allerdings einen offiziellen Rückruf durchführen. Das ist für ein Start-up natürlich der absolute Tiefpunkt. Wir haben uns aber nicht unterkriegen lassen und die neue Generation entwickelt“, sagt Mitgründer Eugen. Mit der neuen Generation, genannt „parce plus“ starten sie jetzt den zweiten Anlauf und wollen dazu einen Löwen für sich gewinnen.

Die Höhle der Löwen:parce

(v.l.): Nikolaj Klebert, Malte Janduda und Eugen Pflüger, © MG RTL D / Frank Hempel

Die Münchener wollen das Zuhause ihrer Kunden intelligenter und smarter machen. Auf dem Markt gibt es ja schon viele „smarte“ Haushaltsgeräte und Möbel, damit die alten Lampen, Mixer usw. jedoch nicht alle ausgetauscht werden müssen haben die Drei einen intelligenten Zwischenstecker erfunden. Dieser funktioniert mit WLAN und erfüllt den gleichen Zweck, wie die von Haus aus smarten Geräte. Damit der zweite Versuch nun wirklich gelingt benötigen Malte, Eugen und Nikolaj 500.000 Euro von den Investoren. Dafür sind sie bereit 10 Prozent ihres Unternehmens abzugeben. Ist dies ein Business-Case für die Löwen?

Finanzpilot-Tipp: 500.000 Euro sind viel Geld, auch für die Löwen. Jedoch ist die Idee zukunftsträchtig und könnte alle Löwen begeistern. Wir schätzen die Chancen auf einen Deal hoch ein und tippen auf einen Zusammenschluss von zwei oder mehr Löwen: Deal!

Welche Gründer die Löwen tatsächlich überzeugen konnten und mit einem Deal nach Hause gehen erfahren Sie wie immer am Dienstagabend um 20:15 Uhr auf VOX.

Bildquellen: © MG RTL D / Frank Hempel
© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.