BNPL als Schuldenfalle
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- Der Anteil der Nutzer, die bei „später zahlen“ eine Bezahlfrist versäumt und Mahngebühren gezahlt haben, hat sich binnen eines Jahres von 22 auf 44 Prozent verdoppelt (SCHUFA 2025).
- Besonders junge Menschen verlieren den Überblick: 24 Prozent der 14- bis 29-Jährigen (BaFin).
- Ab dem 20. November 2026 gelten strengere Regeln durch die EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Ein interaktiver Report samt Gesamtschuld-Rechner ordnet die Entwicklung ein.
Düsseldorf, 4. August 2026
Buy Now, Pay Later, angeboten von Diensten wie Klarna oder PayPal, ist im Online-Handel Alltag. Doch was einzeln harmlos wirkt, summiert sich über mehrere Anbieter zu einer Belastung, die kaum jemand überblickt. Ein neuer auxmoney-Report bündelt die aktuellen Studien von SCHUFA, BaFin und Creditreform und macht die Entwicklung sichtbar, samt eigens entwickeltem Gesamtschuld-Rechner.
„Später zahlen“ gehört im deutschen Online-Handel zum Standard: Rund ein Drittel der Verbraucher (33 Prozent) hat in den vergangenen sechs Monaten ein solches Angebot genutzt (SCHUFA-Verbraucherbefragung 2025). Die bekanntesten Anbieter sind Dienste wie Klarna oder PayPal. Für sich genommen ist jeder einzelne Kauf unkritisch. Das Risiko entsteht in der Summe.
Einzeln harmlos, in der Summe gefährlich
Wer bei mehreren Anbietern gleichzeitig „später zahlt“, baut Verpflichtungen über verschiedene Apps und Fälligkeiten auf, die keine einzelne Plattform zusammenführt. Genau hier verliert sich der Überblick. Die Entwicklung ist messbar: Der Anteil der Nutzer, die binnen sechs Monaten mindestens eine Bezahlfrist versäumt und Mahngebühren gezahlt haben, ist laut SCHUFA von 22 Prozent (Oktober 2024) auf 44 Prozent (Herbst 2025) gestiegen, also fast jeder Zweite.
Ein Blick in die eigenen Daten: Nach einer auxmoney-eigenen Auswertung hat mehr als die Hälfte der Kundinnen und Kunden neben dem auxmoney-Kredit mindestens einen BNPL- oder Kleinkredit laufen.
Vor allem junge Menschen verlieren den Überblick
Besonders betroffen sind junge Menschen. Laut BaFin verlieren 24 Prozent der 14- bis 29-Jährigen den Überblick über ihre parallelen Zahlungen, über alle Nutzer sind es 14 Prozent. Und 38 Prozent der jungen Nutzer geben an, mehr gekauft zu haben, als sie eigentlich geplant hatten.
Die Nutzer sehen die Falle selbst
Bemerkenswert ist, dass die Nutzer die Risiken selbst erkennen: 59 Prozent halten „später zahlen“ für eine mögliche Schuldenfalle, 63 Prozent fürchten, den Überblick über ihre Ausgaben zu verlieren (SCHUFA 2025). Trotzdem bleibt die Nutzung hoch.
Gesamtwirtschaftlich kippt der Trend
Auch im großen Bild zeigt sich eine Wende: Creditreform meldet im SchuldnerAtlas 2025 mit 5,67 Millionen Überschuldeten (Quote 8,16 Prozent) erstmals seit 2018 wieder einen Anstieg, bei jungen Menschen überdurchschnittlich.
Ab 20. November 2026: strengere Regeln
Mit der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie (CCD II) fällt „später zahlen“ ab dem 20. November 2026 erstmals unter dieselben Schutzregeln wie ein klassischer Ratenkredit: verpflichtende Bonitätsprüfung auch bei Kleinbeträgen, Pflichtangaben in der Werbung, ein 14-tägiges Widerrufsrecht und Hilfe bei Zahlungsproblemen vor einer Kündigung.
Der Ausweg: Transparenz und Konsolidierung
Für Verbraucher bleibt die Grundfrage die des Überblicks. Wer mehrere parallele Raten jongliert und in Rückstand gerät, dem hilft kein weiterer Schnellkredit, sondern Transparenz und Konsolidierung: die verstreuten Später-Zahlungen in einen klar kalkulierten Ratenkredit bündeln, mit ausgewiesenem Effektivzins, festem Tilgungsplan und einem einzigen Fälligkeitstermin.
„Bequeme Bezahlmodelle sind gekommen, um zu bleiben. Und das ist gut so. Aber Bequemlichkeit darf nicht bedeuten, dass Menschen den Überblick verlieren. Als Kreditvermittler sehen wir es als unsere Aufgabe, dass jemand seine gesamte Belastung im Blick hat, nicht nur die nächste Rate. Verantwortung im Kreditmarkt heißt heute: Transparenz schaffen, wo Bezahlmodelle sie verschleiern.“

Der vollständige Report inklusive interaktivem Gesamtschuld-Rechner ist abrufbar unter auxmoney.com/kredit/bnpl-report.
Über auxmoney
auxmoney ist eine führende digitale Plattform für Konsumentenkredite in Europa. Durch einzigartige Risikomodelle und vollständig digitale Prozesse verbessert auxmoney den Zugang zu Krediten und reduziert gleichzeitig das Risiko und die Kosten der Kreditvergabe. auxmoney Kundinnen und Kunden profitieren von besseren Konditionen und mehr Transparenz. Viele institutionelle Anleger wie family offices, Banken, Versicherungen oder Fonds investieren aufgrund der nachhaltigen und planbaren Renditen über die Plattform. auxmoney ist Vorreiter bei der Förderung finanzieller Teilhabe.
Methodik & Quellen:
- SCHUFA-Verbraucherbefragung 2025 (NORDLIGHT research, n = 1.000, bevölkerungsrepräsentativ, PM vom 13.11.2025);
- BaFin „Buy now, pay later“ (2026) und „Risiken im Fokus 2026″; Creditreform SchuldnerAtlas 2025;
- EU-Verbraucherkreditrichtlinie (RL 2023/2225, CCD II), Anwendung in Deutschland ab 20.11.2026.
- Klarna und PayPal sind als bekannte Beispiele für Anbieter von „später zahlen“ genannt;
- die ausgewiesenen Studienzahlen beziehen sich auf Buy Now, Pay Later insgesamt, nicht auf einzelne Anbieter.
- Abdruck honorarfrei bei Quellenangabe „auxmoney“, Infografiken auf Anfrage.

