Gründungsratgeber
Investorsuche leicht gemacht

Investorsuche – Investoren finden leicht gemacht

Veröffentlicht am 14 Mrz 2016

Etwa 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind auf Fremdfinanzierung angewiesen. Investoren, ob privat oder geschäftlich, tragen somit einen wichtigen Teil zum Erhalt und zur Förderung der Wirtschaft bei. Wer allerdings auf der Suche nach einem Investor ist, der ein bestimmtes Vorhaben finanziert, hat häufig Schwierigkeiten, ein passendes Angebot zu finden. Dies liegt zum einen daran, dass vor allem unternehmerische Projekte Investoren zu risikoreich erscheinen. Eine weitere Schwierigkeit stellt die Unterscheidung von seriösen und unseriösen Angeboten dar: Vielen Gründern fällt es nicht leicht, einen passenden Investor auszuwählen. Dabei ist es wichtig, bei der Wahl des Investors vor allem auf seine Verlässlichkeit zu achten.

Start der Investorsuche

Wenn Sie vor der Frage stehen, wie Sie mit der Suche nach Investoren starten sollen, stehen Sie keinesfalls alleine da: In den meisten Fällen sind sich Existenzgründer, die einen Investor suchen, diesbezüglich unsicher. Dabei sollte die Investorensuche keinesfalls überstürzt angegangen werden. Wer sich nicht gründlich auf das Gespräch mit potentiellen Unterstützern vorbereitet, hat kaum eine Chance, Kapital zu erhalten. Hierzu ist es wichtig, sich einen detaillierten Businessplan zu überlegen, welcher die wichtigsten Fakten und Strategien rund um Ihr Unternehmen enthält (Anregungen finden Sie in unserem Businessplan Muster). Je nach dem, wen Sie als Investor gewinnen wollen, ist die Wahrung der richtigen Form hierbei äußerst wichtig. Ist Ihr Ziel beispielsweise, eine Bank zur Finanzierung zu bewegen, ist dieser Schritt unerlässlich. Für andere Finanzierungsformen hingegen wird zwar die Fähigkeit erwartet, das eigene Geschäftsvorhaben in seinen Grundsätzen darlegen zu können – die Einhaltung einer Businessplan-Form ist allerdings nicht erforderlich. In jedem Fall ist die Planung einer der wichtigsten Schritte, um einen Investor zu überzeugen. Zusätzlich erweist sich der Finanzplan auch im weiteren Verlauf der Gründungsphase häufig als nützlich.

Die Präsentation Ihres geschäftlichen Vorhabens sollte in jedem Fall überzeugend und professionell wirken. Stellen Sie die Vorteile heraus, welche Ihr Unternehmen gegenüber der Konkurrenz auszeichnen. Wird die Investition nicht zur Gründung, sondern lediglich zur Erweiterung einer bereits bestehenden Firma genutzt, zeigen Sie auf, warum Sie das Geld benötigen. Möchten Sie Ihr Team vergrößern, zusätzliches Land ankaufen oder Maschinen erwerben? Welchen Nutzen hat diese Erweiterung? Wie viel Geld werden Sie durch die Investition zusätzlich erwirtschaften können?
Auch sollten Sie dem Investor sagen können, ab wann er mit positiven Rückflüssen rechnen kann. Seien Sie hierbei nicht allzu optimistisch – viele Investoren sind erfahren genug, übertriebene Berechnungen zu entlarven und halten von unrealistischen Angeboten Abstand. Falls nötig, können Sie sich diesbezüglich professionell beraten lassen, bevor Sie sich dem Gespräch mit Ihrem Business Angel stellen.

Potentielle Investoren sind sowohl in Filialen als auch im Internet zu finden. Hierbei sollten Unternehmer und Gründer natürlich Angebote und Konditionen vergleichen, um möglichst günstig davonzukommen. Doch Vorsicht: Auch das Investitionsmodell sollte zu Ihren Präferenzen passen.

Formen von Investoren

Häufig gilt die Bank als einzige Anlaufstelle für Personen mit einem Finanzierungsbedarf. Fällt sie jedoch als Investor weg, weil sie ablehnt, schlechte Konditionen bietet oder Sie sich aus anderen Gründen gegen eine Bankfinanzierung entschieden haben, bleiben Ihnen noch einige weitere Finanzierungsmöglichkeiten.

Zum einen bieten staatliche Fördermittel eine Möglichkeit der Startup-Finanzierung. Diese sind allerdings in ihrem Umfang sehr begrenzt und stehen nur für Gründer zur Verfügung, welche spezielle Kriterien erfüllen. Des Weiteren können private oder professionelle Investoren durch eine Beteiligung oder einen Kredit zur Finanzierung verhelfen.

Venture Capital oder Kredit?

Dient Ihr Startup Investoren als sogenanntes „Venture Capital“ (Risikokapital), so werden diese Teilhaber Ihres Unternehmens. Hierbei nutzen Sie das angelegte Kapital der Investoren, zahlen dieses allerdings nicht zurück. Im Gegenzug beteiligen Sie die Unterstützer an Ihren zukünftigen Profiten. In den meisten Fällen fordern diese sogar ein Mitspracherecht und eine gewisse Entscheidungsgewalt. Sollten Sie erst nach längerer Zeit Einnahmen vermuten, kann sich die Finanzierung durch Venture Capital anbieten – allerdings verlieren Sie dabei auch Ihre Stellung als unabhängiges Oberhaupt Ihres Unternehmens. Zudem ist diese Finanzierungsform häufig die teuerste: Erwirtschaften Sie viel Profit, müssen Sie auch viel an Ihren Business Angel zahlen. Vor allem Finanzierungsmakler, aber auch andere Finanzinstitute bieten Venture Capital-Finanzierungen an.

Für die meisten Gründer und Selbstständigen, die einen Investor suchen, bietet sich daher die klassischere Finanzierung durch einen Kredit an. Dabei wird lediglich Geld geliehen, welches höchstens an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden ist. Des Weiteren steht es Ihnen frei, wie Sie Ihre Firma führen. Der Vorteil einer Finanzierung durch einen Kredit liegt somit bei der bestehenden Unabhängigkeit. Allerdings muss eine regelmäßige Rückzahlung geleistet werden. Wenn Sie die Bank als Investor für Ihren Unternehmenskredit ablehnen, kann sich ein Kredit von anderer Stelle anbieten. Bei auxmoney finden Sie private Anleger, die darauf warten, Ihr Geschäftsvorhaben zu finanzieren.

Private Investoren finden

Seriöse Investoren suchen – und finden

Bei der Investorensuche ist es vor allem wichtig, nur auf seriöse Angebote einzugehen. Im Idealfall werden diese auch ausschließlich angesprochen. Hierzu sollten Sie sich dem Risiko bewusst sein, welches mit der Investition in ein Unternehmen verbunden ist. Das Risiko spiegelt sich in den Zinsen wieder, zu welchen Ihnen Investoren ihr Geld geben; daher sollte eine sehr niedrige Verzinsung Sie ebenso skeptisch machen wie eine sehr hohe. Sollten Sie online auf Investorsuche gehen, machen Sie sich zuvor Gedanken über die Kosten und Gebühren, die Sie tragen können und wollen. Setzen Sie sich eine Grenze, welche Sie nicht überschreiten – und kommunizieren Sie diese direkt an potentielle Investoren. Zusätzlich sollten Sie dubiose Angebote aus Foren oder von unbekannten Websites und Anbietern umgehen. Ein vertrauenswürdiger professioneller Investor tritt auch dementsprechend auf: Sei es durch eine gepflegte Website oder im direkten Kontakt. Auch Bewertungen und (aktuelle) Testergebnisse helfen dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. In jedem Fall sollten Sie mit einer gesunden Portion Zurückhaltung an alle Angebote herantreten, die Ihnen online oder direkt begegnen.

Die richtigen Konditionen

Der wichtigste Anhaltspunkt für die Entscheidung für den passenden Investor sollten natürlich die Konditionen sein, zu denen Ihnen die Finanzierung angeboten wird. Trotzdem ist es ratsam, sich nicht einfach auf das günstigste Angebot einzulassen.

Verkaufen Sie Firmenanteile an die Investoren, unterschätzen Sie den Einfluss nicht, welchen diese auf Ihr Unternehmen haben könnten. Wird ein zu großes Mitspracherecht gewährt, oder sind die Investoren zu einem hohen Prozentsatz am Gewinn beteiligt, ist die Finanzierung mit großen Einschränkungen verbunden. Lassen Sie einen Beteiligungsvertrag in jedem Fall prüfen, wenn Unsicherheiten bestehen.

Erfolgt die Finanzierung durch einen Kredit, ist die Laufzeit in nicht zu unterschätzender Faktor: Bei einer langen Laufzeit bleibt die monatliche Belastung relativ gering; allerdings sind die zu leistenden Zinszahlungen höher. Wer hingegen gleich höhere Umsätze erwartet und sich schnell aus der Kreditbindung befreien möchte, für den lohnt sich eine kürzere Laufzeit mit geringerer Zinszahlungen. Am besten zu bewerten sind Angebote, bei denen Sie als Kreditnehmer die Laufzeit flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Wenn es um den Zins geht, sollten Sie realistisch bleiben. Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl, wenn Ihnen eine Verzinsung zu niedrig vorkommt und Sie einen Haken vermuten – in den meisten Fällen ist ein solcher Verdacht nicht unbegründet.

Entscheiden Sie sich für eine Finanzierung durch auxmoney, können Sie die Laufzeit von bis zu 60 Monaten, sowie die Kreditsumme von bis zu 25.000 Euro selbst auswählen. Der Zinssatz richtet sich nach Ihrer Bonität, wobei auch Selbstständige gute Chancen auf eine schnelle Finanzierung durch die privaten Anleger haben.

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