Gründungsratgeber
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Immobilienmakler werden – ein Grundriss

Veröffentlicht am 04 Jul 2016
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Der Traum vom einfachen Geld ist der Inbegriff der Selbstständigkeit. Viele sehen im Beruf des Immobilienmaklers genau das: ein bequemer Weg zu großem Reichtum. Doch in der Realität entpuppt sich der Berufsalltag eines Maklers mit der Zeit als genauso arbeitsintensiv, wie jeder andere freischaffende Beruf auch.

Wie kann man Immobilienmakler werden?

Der Beruf des Immobilienmaklers bietet wie viele wissen einen großen Vorteil: Er benötigt keine gängige Ausbildung; Jedermann kann also theoretisch Immobilienmakler werden. Allerdings ist die Ausübung an einige Bedingungen geknüpft, die bei dem klassischen Weg zum Teil entfallen. Der herkömmliche Weg beginnt bei einer kaufmännischen Ausbildung in der Immobilienbranche (Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau). Innerhalb dieser sollte nach Möglichkeit der Themenschwerpunkt „Immobilienvermittlung“ gewählt werden. Mit Hilfe einer solchen Ausbildung werden im Allgemeinen Grundkenntnisse und spezifisches Fachwissen welches ein Immobilienmakler benötigt im Besonderen vermittelt. Quereinsteiger sollten sich dieses Wissen mit Hilfe von Weiterbildungen und Seminaren aneignen. Möglichkeit dazu bieten beispielsweise die Deutsche Immobilienakademie oder die Europäische Immobilienakademie. An die Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau kann anschließend das Pendant zu einem gewöhnlichen Meisterschein gemacht werden: der geprüfte Immobilienfachwirt. Die Ausbildung und Prüfung erfolgt durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) und befähigt den Immobilienfachwirt einerseits zur Tätigkeit im mittleren Management innerhalb der Immobilienbranche oder zur Selbstständigkeit. Eine Zulassung zur Prüfung zum Immobilienfachwirt erfolgt entweder durch eine Ausbildung innerhalb der Immobilienwirtschaft oder durch mindestens fünfjährige Berufspraxis. Der Lehrgang kann in Vollzeit oder aber auch berufsbegleitend absolviert werden, sodass der angehende Immobilienfachwirt zusätzlich arbeiten kann. Für Berufstätige belaufen sich die Kosten in etwa auf knapp 2000 €.
Auch gibt es die Möglichkeit eines Studiums der Immobilienwirtschaft oder des Immobilienmanagements.

Immobilienmakler-Voraussetzungen

Da die Tätigkeit als Immobilienmakler keine direkte Ausbildung benötigt, ist diese nur an eine Selbstständigkeit geknüpft. Dazu benötigen Sie einen Gewerbeschein sowie eine amtliche Lizenz nach §34c der Gewerbeordnung. Zusätzlich gliedern sich die zu vermakelnden Immobilien für Sie als Makler in drei Bereiche: Grundstücke bzw. Immobilien, gewerbliche und Wohnräume sowie grundstücksgleiche Rechte. Je nachdem, welchen Umfang Ihre Lizenz haben soll, kann der zu zahlende Betrag zwischen 300 und 2000 € liegen. Neben dem Immobilienumfang ist nach §34c auch Voraussetzung, dass sowohl keine Verurteilung wegen Betruges oder Veruntreuung als auch keine Insolvenzverfahren innerhalb der letzten fünf Jahre vorliegen, wenn man Immobilienmakler werden will. Obwohl der Beruf des Immobilienmaklers nicht rechtlich geschützt ist, sind dennoch einige Verbände innerhalb Deutschlands entstanden, wie beispielsweise der Immobilienverband Deutschland (IVD), welche zur Aufnahme gewisse Fachkenntnisse und praxisorientierte Erfahrungen der Makler voraussetzen. Sofern Sie diese Immobilienmakler-Voraussetzungen vollständig erfüllen, steht Ihrer Karriere prinzipiell nichts mehr im Wege.
Für den Beruf als Immobilienmakler gibt es aber auch Voraussetzungen, welche nichts mit der Qualifikation zu tun haben, die Sie aber erfüllen sollten. Neben Spaß an der Arbeit und Freude am Umgang mit Menschen sollte man zudem geduldig sein. Das Gehalt für die Arbeit als Makler ist eine Zeit lang eher gering. Erst wenn man für einige Mieter oder Käufer die richtige Wohnung oder das richtige Haus gefunden und sich so ein gewisses Ansehen verdient hat, kann man als Immobilienmakler gut verdienen.

Die Arbeitsweise

Typisch für einen Immobilienmakler ist die Provision (regional auch Courtage genannt). Diese wird bei erfolgreicher Vermittlung an den Makler ausgezahlt und kann sich unterschiedlich zusammensetzen. Vorausgehend wird zwischen Vermieter und Makler ein sogenannter Maklervertrag vereinbart, in dem die Art der Provision festgelegt wird. Über diese hinaus kann auch ein festgesetztes Entgelt festgelegt werden, welches unabhängig vom Erfolg ausbezahlt wird. Die Provision setzt sich bei privaten Immobilien und Grundstücken deutschlandweit für gewöhnlich aus 5,95 – 7,14 % des Kaufpreises zusammen. Bei privaten Vermietungen liegt die Norm bei zwei Netto-Kaltmieten und bei gewerblichen Transaktionen ist es eine rein individuelle Absprache zwischen Auftraggeber und Makler. Je nach regionalem Immobilienmarkt kann auch variieren, ob die Maklerprovision seitens des Auftraggebers oder Käufers bzw. Mieters bezahlt wird. Makler und Interessent vereinbaren meist eine Besichtigung. Hierfür sollten Sie als Immobilienmakler genügend Zeit einplanen und vorher Informationen über die Immobilie sammeln, um den potentiellen Käufer bzw. Mieter bestmöglich informieren zu können. Im Zuge der Selbstständigkeit lohnt sich demnach auch die Einrichtung eines eigenen Büros inklusive des notwendigen Equipments, sofern der Verdienst es zulässt.

Fazit

Falls Sie planen Immobilienmakler zu werden, sollten Sie sich also einiges an Fachwissen aneignen und Informationen zum Thema Immobilienmakler sammeln, sofern Sie nicht einen fachgebundenen Abschluss anstreben oder abgeschlossen haben. Das Immobilien-Knowhow ermöglicht Ihnen nicht nur ein sicheres Auftreten während Besichtigungen und Maklertätigkeiten, sondern auch den Eintritt in diverse Vereine wie den IVD. Dadurch können Sie Kontakte zu Kollegen knüpfen sowie einen breiteren Kundenkreis ansprechen. Letztlich benötigt aber auch ein „Beruf für Jedermann“ finanzielle Unterstützung. Insbesondere durch die Selbstständigkeit verweigern viele Banken Kredite. Eine Alternative wäre ein zinsgünstiges Darlehen bei auxmoney. Melden Sie sich kostenfrei an.

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