Gründungsratgeber
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Fielmann Franchise – ab in die Selbstständigkeit

Veröffentlicht am 30 Jan 2019
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Franchise Konzepte, wie das von Fielmann, aber auch Apollo Optik Franchise, McDonald’s oder Vodafone, bieten einen interessanten Ansatz, in die eigene Unabhängigkeit zu starten. Wie aber funktionieren Franchisekonzepte? Wie viel Aufwand bringen diese für den Franchisenehmer mit sich? Und wie steht es um die Aspekte der Finanzierung?

Fielmann Franchise und Fielmann AG

Die Fielmann AG gehört zu den renommiertesten Anbietern im Bereich Augenoptik in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg ist praktisch entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv. Produkte und Dienstleistungen der Fielmann AG werden in Filialen in ganz Deutschland angeboten, von denen es hierzulande derzeit (Stand: November 2018) rund 600 gibt. Typischerweise sind solche Filialen in Fußgängerzonen, Einkaufszentren und an weiteren stark frequentierten Plätzen anzutreffen. Wichtiges Standbein ist das Fielmann Franchise Konzept. Das Fielmann Franchise Konzept bietet Franchisenehmern die Möglichkeit, mit verhältnismäßig niedrigem Kostenaufwand eine eigene Filiale zu eröffnen, innerhalb derer die Produkte der Fielmann AG exklusiv anzubieten sind. Der verhältnismäßig geringe Bedarf an Eigenkapital resultiert aus verschiedenen Faktoren. Neben diesem (positiven) Kostenaspekt profitiert der Franchisenehmer darüber hinaus von weiteren Faktoren, welche den Einstieg in die eigene Selbstständigkeit in nicht unbeträchtlichem Maße zu erleichtern wissen. Ganz ohne Kosten geht es indes nicht. Hierzu nachfolgend mehr.

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Wie funktioniert Franchising?

Beim Franchising regelt ein sogenannter Franchisevertrag sozusagen die Partnerschaft zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber. In einem solchen Vertrag werden je nach Franchisekonzept unterschiedliche Bestandteile geregelt. Unter anderem berühren diese:

  • Lizenzkosten des Franchisenehmers (Kosten für Konzession)
  • Rechte des Franchisenehmers hinsichtlich des Verkaufs der Produkte des Franchisegebers
  • Support in Bereichen wie Marketing, Betriebsführung, Standortwahl, Inventar
  • u.v.m.

Jedes Franchise Konzept, so auch bei Fielmann Franchise, regelt also die grundsätzliche Partnerschaft zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber. Wichtig ist zu beachten, dass ein Franchisenehmer über einen solchen Konzessionsvertrag zwar Produkte und Dienstleistungen – bei Fielmann Franchise also primär Brillen – des Herstellers verkauft, dies jedoch rechtlich selbstständig. Er handelt auf eigene Rechnung und ist selbstständiger Unternehmer. Damit sieht sich jemand, der mit Fielmann Franchise einen Kooperationsvertrag eingeht, aber auch mit gewissen Risiken konfrontiert. Derartige Risiken liegen vor allem in Fragen der Finanzierung begründet. Insbesondere zu Beginn, wenn eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich des Erfolgs der neu zu gründenden Filiale besteht.

Fielmann Franchise bietet Chancen und Risiken

Vorweg: Fielmann Franchise ist nicht stärker risikobehaftet wie etwa ein Konzessionsvertrag mit Apollo Optik Franchise. Noch dazu bietet Fielmann Franchise wie jedes Franchisekonzept überaus gewinnbringende oder zumindest unterstützende Vorteile, die einem beim Gang in die Selbstständigkeit ansonsten normalerweise verwehrt bleiben und somit Risiken senken:

  • Marke: Der Franchisebieter hat eine Marke, ein Image aufgebaut, welches praktisch automatisch auf den Franchisenehmer transferiert wird. Kunden nehmen beim Gang in die Filiale die Schnittstelle zwischen Franchisenehmer und -geber nicht wahr. Ob es sich bei der Filiale um eine Fielmann Franchise Filiale handelt oder nicht, ist für Kunden nicht ersichtlich.
  • Hilfe bei der Betriebsführung vom Support bis zu Systemen (Buchhaltung, Finanzplanung, Inventarplanung) – gerade für „Neueinsteiger“ in die Selbstständigkeit eine gute Hilfestellung.
  • Standortanalyse und Filialgründung

Beim Franchising stellen sich aber trotz allem grundsätzliche Fragen im Bereich der Finanzierung (Eigenkapitalbedarf), Versicherungen, Arbeitsrecht und mehr. All diese Bereiche bergen auch gewisse Risiken, die es zu beachten gilt.

Finanzplanung ist das A und O

Wer wie bei Fielmann Franchise den Schritt in die Selbstständigkeit gehen will, muss sich vor allem um die Finanzen ausgiebig Gedanken machen. Marketingplanung hat hierbei nicht die höchste Priorität, da Fielmann Franchise den Lizenznehmer wie erwähnt in diesen Dingen ausführlich unterstützt. Insbesondere die Marke des Franchisegebers ist Gold wert. Was zu regeln ist, ist hingegen zum einen der Bedarf an Eigenkapital im Rahmen der Gründung, also die Anschubfinanzierung. Denn obgleich beim Franchising diesbezüglich im Allgemeinen eine Unterstützung durch den Lizenzgeber erfolgt, so kommt auch beim Franchising kein Gründer ohne Eigenkapital aus. Daneben gilt es, mit Blick auf den Cashflow die ersten Monate oder auch das gesamte erste Jahr vorauszuplanen. Bedacht werden müssen Mietkosten, Kosten für Versicherungen sowie insbesondere auch Personalkosten. Eine ausgewogene, detaillierte Finanzplanung ist das A und O, wenn es in die Selbstständigkeit geht, auch wenn man sich dabei den Vorteilen eines Fielmann Franchise bedient.