Viele Menschen haben einen schlechten Bonitätsscore – oftmals sogar, ohne dies zu wissen. Eine schlechte Bonität kann in vielen Fällen negative Auswirkungen haben, weswegen angestrebt werden sollte, diese zu verbessern. Der Score gibt die Kreditwürdigkeit einer Person an und berechnet auf Grundlage verschiedener Daten das Risiko eines Zahlungsausfalls. Ermittelt wird die Bonität häufig von Banken, Kreditgebern oder Auskunfteien.

Am verbreitetsten ist der Score der Auskunftei Schufa. Einen negativen Einfluss hat eine schlechte Bonität besonders bei der Suche nach einem Kredit, aber auch in alltäglicheren Situationen wie zum Beispiel dem Onlineshopping oder beim Abschluss eines Handyvertrags. Hier erfährst Du was es mit der schlechten Kreditwürdigkeit auf sich hat, welche Gründe es dafür gibt und was Du tun kannst, um eine schlechte Bonität zu verbessern!

Was ist eine schlechte Bonität?

Spätestens, wenn Du Dich genauer mit dem Thema Bonität beschäftigst, kommst Du an dem Begriff „Schufa Score“ nicht vorbei. Der Score spielt u. a. bei Banken und Kreditgebern eine zentrale Rolle bei der Bonitätsprüfung vor einer Kreditvergabe. Anhand von vergangenen Daten wie Zahlungsausfällen oder Kreditkarten-Informationen schätzt die Auskunftei Schufa Deine Kreditwürdigkeit ein. Der Schufa Score kann einen Wert von 0 bis 100 annehmen, wobei 100 für eine optimale Bonität steht. Je niedriger der Score also ausfällt, desto höher ist das Risiko eines Zahlungsausfalls für Banken und Kreditgeber. Die Chancen einen Kredit zu erhalten, sind für Personen mit schlechter Bonität deshalb deutlich eingeschränkt. Von einer schlechten Bonität spricht man bei einem Schufa Score von 90 oder weniger, wobei es dort nochmal eine Unterteilung in verschiedene Risikostufen gibt:

  • Schufa Score zwischen 80 und 90: Deutlich erhöhtes bis hohes Risiko
  • Schufa Score zwischen 50 und 80: Sehr hohes Risiko
  • Schufa Score unter 50: Sehr kritisches Risiko

Die häufigsten Gründe für eine schlechte Bonität

Erfährt man, dass man über eine schlechte Bonität verfügt, ist die erste Frage, die man sich stellt, meist: Warum? Ganz so einfach ist die Frage allerdings nicht zu beantworten, denn es gibt verschiedene Gründe, warum die Kreditwürdigkeit als schlecht eingestuft werden kann. Prinzipiell ist es aber wichtig, dass man stets den Überblick über seine Finanzen hat und bedacht mit seinem Geld umgeht. Ist dies nicht der Fall und Du überziehst häufig Deinen Dispokredit, zahlst Rechnungen nicht pünktlich oder gibst mehr Geld aus als Du tatsächlich einnimmst, wirkt sich dies negativ auf die Bonität aus. Durchaus kann es aber auch vorkommen, dass eine schlechte Bonität nicht Deine eigene Schuld ist, sondern dass bei Auskunfteien Daten fehlerhaft gespeichert sind.

Schlechte Bonität wegen Dispo-Überziehung

Ein hoher Disporahmen gilt als Vertrauensbeweis seitens der Bank, die Deine Kreditwürdigkeit als gut einstuft. Wird der Dispokredit jedoch häufig ausgereizt und überzogen kann dies ein Grund für einen schlechteren Bonitätsscore sein. Ebenfalls gilt für Auskunfteien ein geringer Dispositionsrahmen als Anhaltspunkt für eine schlechte Bonität. Die Auskunfteien vertrauen darauf, dass Banken die Bonität Ihrer Kunden fachgerecht einstufen können und orientiert sich entsprechend an deren Urteil.

Zu viele Kreditanfragen & Kredite

Insbesondere mehrere Kreditanfragen innerhalb kurzer Zeit haben einen negativen Einfluss auf die Bonität. Häufige Kreditanfragen signalisieren, dass es dem Antragsteller schwer fällt, einen Kredit zu bekommen. Da hierfür meist Negativmerkmale bei Auskunfteien der Grund sind, führt dies zu einer Herabstufung des Bonitätsscore. Auch die Anhäufung zu vieler Kredite kann zu einer schlechten Bonität führen. Vor allem Dispokredite, 0 %-Finanzierungen und Konsumentenkredite sind besonders verlockend für Verbraucher und werden oft unbedacht abgeschlossen. Bei mehreren Krediten verliert man schnell den Überblick und Zahlungen werden vergessen oder können nicht gedeckt werden. Dementsprechend kommt es zu negativen Schufa Einträgen und Deine Kreditwürdigkeit verschlechtert sich in diesen Fällen.

Höhere Ausgaben als Einnahmen

Ebenfalls übt die eigene finanzielle Situation einen Einfluss auf die Bonitätsprüfung aus, zum Beispiel bei Kreditanfragen. Übersteigen Deine  monatlichen Ausgaben Dein zur Verfügung stehendes Einkommen, kann dies zu einer schlechten Bonität führen. So entsteht der Eindruck, dass Du leichtfertig mit Deinem Geld umgehst und Deine Finanzen nicht im Griff hast. Folglich verschlechtert sich Dein Score und Dir werden Kredite aufgrund mangelnder Kreditwürdigkeit entweder komplett verwehrt oder zu schlechteren Konditionen angeboten.

Zahlungsverzug bei Rechnungen, Kreditraten & Kreditkarten

Das Zahlungsverhalten spielt für Banken und Auskunfteien bei der Festlegung des Bonitätsindex eine wichtige Rolle. Personen, die viele offene Rechnungen haben oder mit Zahlungen von Kreditraten und Kreditkarten in Verzug geraten, werden von Banken und Auskunfteien als unzuverlässig eingestuft. In diesen Fällen wird das Risiko eines Zahlungsausfalls höher angesehen als bei Personen, deren Zahlungsverhalten sehr zuverlässig ist. Um eine schlechte Bonität zu vermeiden, sind Rechnungen und Verbindlichkeiten also stets pünktlich und zuverlässig zu zahlen.

Fehlerhafte Schufa-Daten können zu schlechter Bonität führen

Eine schlechte Bonität ist nicht immer eigenverschuldet. Aufgrund von fehlerhaften Daten und Einträgen bei der Schufa oder anderen Auskunfteien kann Deine Bonität auch fälschlicherweise als schlecht eingestuft werden. Deshalb empfiehlt sich eine regelmäßige Prüfung der Bonitätsauskunft auf falsche Einträge. Gängige Fehler sind zum Beispiel verspätete Zahlungen, die zu Unrecht aufgelistet werden, Forderungen in falscher Höhe oder abbezahlte Kredite, die nur nicht rechtzeitig aus der Auskunft gelöscht werden. Diese können alle einen starken negativen Einfluss auf Deinen Score haben, obwohl Sie gar nicht zutreffen.

Welche Nachteile hat eine schlechte Bonität?

Eine schlechte Bonität kann nicht nur bei der Kreditvergabe in der Bank als potentieller Kreditnehmer zum Problem werden, sondern auch in alltäglichen Situationen. So kann die schlechte Bonität zum Beispiel beim Abschluss eines neuen Handyvertrags oder beim Bezahlen in Online-Shops zum Hindernis werden.

Schlechtere Konditionen bei Krediten

Bei der Vergabe von Krediten hat eine schlechte Bonität zur Folge, dass Du von Banken oder anderen Kreditanbietern entweder abgelehnt wirst oder das Darlehen mit schlechteren Konditionen angeboten bekommst. Dies ist durch das erhöhte Risiko des Zahlungsausfalls zu erklären. Ist das Risiko zu hoch, wirst Du als Kreditnehmer abgelehnt. Bei einem erhöhten, aber in Kauf zu nehmendem Risiko sichern sich die Banken und Kreditanbieter allerdings durch höhere Zinsen ab. Das heißt, die Kosten für einen Kredit mit dem gleichen Nettodarlehensbetrag sind für einen Kreditnehmer mit schlechter Bonität höher, als die Kosten eines Kreditnehmers mit guter Bonität.

Eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten bei Online-Shops

Heutzutage ist Onlineshopping nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Auch hier kann die schlechte Kreditwürdigkeit einen negativen Einfluss auf das Shoppingerlebnis haben. Besonders Kleidung wird gerne auf Rechnung bestellt, um verschiedene Outfits oder Größen nur mal auszuprobieren und anschließend wieder zurückzuschicken. Möglich ist das aber nur mit einer guten Bonität. Bevor Du Deinen Onlinekauf auf Rechnung tätigen kannst, wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Ist Dein Score zu niedrig sind Deine Zahlungsmöglichkeiten eingeschränkt und meist nur Vorauszahlungen möglich. Auch Finanzierungen von beispielswiese großen Elektrogeräten bleibt Dir mit schlechter Bonität verwehrt.

So beeinflusst schlechte Bonität Handyvertrag, Wohnungssuche und Leasing-Verträge

Eine weitere bekannte Situation, in der die schlechte Bonität zum Verhängnis werden kann, ist die Wohnungssuche. Bevor es zum Abschluss eines Mietvertrags kommt, führen viele Mieter und Makler eine Bonitätsprüfung der Interessenten durch. Der Score der Prüfung ist oftmals der ausschlaggebende Faktor, der darüber entscheidet, wer die Wohnung letztendlich beziehen darf. Darüber hinaus wird auch von Handyanbietern eine Bonitätsprüfung veranlasst. Ist das Risiko eines Zahlungsausfalls zu groß, verhindert die schlechte Bonität auch den Abschluss eines Handyvertrags. Auch beim Leasing, einer beliebten Form der Finanzierung von Autos, ist die Kreditwürdigkeit wichtig. Insbesondere direkt bei den jeweiligen Herstellern gilt die Bonität als Entscheidungskriterium. Deshalb wird man auch beim Leasing mit schlechter Bonität häufig abgelehnt.

Besteht die Chance auf einen Kredit trotz schlechter Bonität und Schufa?

Bei den meisten Banken wird es sehr schwierig, mit einer schlechten Bonität eine Chance auf einen Kredit zu bekommen. Verzweifelt begeben sich deshalb viele Verbraucher auf die Suche nach alternativen Angeboten. Dabei stoßen sie nicht selten auf unseriöse Anbieter, die mit Krediten ohne Schufa werben. Davon solltest Du allerdings die Finger lassen! Die Darlehen werden von den Kreditanbietern mit enorm hohen Zinsen abgesichert und werden schnell zur Kostenfalle. Dahingegen ermöglichen wir bei auxmoney jedem eine faire Chance auf einen Kredit. Zur Berechnung unseres auxmoney-Score berücksichtigen wir mehr als 300 Faktoren und bieten Dir mit unserem Ratenkredit eine Alternative zu unseriösen und überteuerten Kreditangeboten ohne Schufa. Die Kreditanfrage ist dabei vollkommen kostenlos und unverbindlich.

Wie kann man eine schlechte Bonität verbessern?

Eine schlechte Bonität führt zu einigen Nachteilen, jedoch kannst Du an Deiner Kreditwürdigkeit arbeiten und diese verbessern. Wir haben für Dich die wichtigsten Tipps zum Verbessern der schlechten Bonität zusammengestellt:

1. Regelmäßige Prüfung der Bonitätsauskunft:

Du hast die Möglichkeit, einmal im Jahr kostenlos die Schufa Selbstauskunft anzufordern. Nimm dieses Angebot wahr und überprüfe ob alle Daten in der Auskunft richtig sind. Bei Fehlern beantragst Du die Löschung oder Korrektur der Schufa Einträge.

2. Konditionsanfragen statt Kreditanfragen:

Kreditanfragen werden in Deiner Bonität 12 Monate abgespeichert und können sich unter Umständen negativ auf diese auswirken. Konditionsanfragen hingegen sind bonitätsneutral und haben keinen negativen Einfluss auf Deine Kreditwürdigkeit.

3. Löschfristen beachten & Einträge entfernen lassen:

Sofern möglich, solltest Du negative Einträge in der Schufa entfernen lassen. Falscheinträge lassen sich sofort löschen, ebenso wie geringfügige Schuldeinträge unter 2.000 Euro mit Zustimmung des Gläubigers. Bei sonstigen, berechtigten Einträgen solltest Du mit einer Kreditanfrage warten, bis die Löschfrist vorbei ist.

4. Ungenutzte Konten und Kreditkarten kündigen:

Mehrere Konten und Kreditkarten gelten für Auskunfteien als Zeichen für Unzuverlässigkeit. Deshalb empfiehlt sich, ungenutzte Konten und Kreditkarten zu kündigen.

5. Dispokredit möglichst hoch ansetzen:

Ein hoher Dispokredit signalisiert, dass die Bank Deine Kreditwürdigkeit als gut einschätzt. Auf diese Einschätzung vertraut die Schufa und bewertet dies als positiv. Allerdings wirkt es sich negativ auf den Schufa Score aus, wenn der Dispokredit überzogen wird, mit dieser Entscheidung sollte also bedacht umgegangen werden.

6. Rechnungen pünktlich bezahlen:

Wenn Rechnungen und Forderungen immer pünktlich gezahlt werden, wird man als zuverlässig eingestuft. Zuverlässiges Zahlungsverhalten wirkt sich positiv auf den Schufa Score aus.

7. Häufige Wechsel von Banken und Wohnorten vermeiden:

Der häufige Wechsel von Banken ist ein weiteres Zeichen für Unzuverlässigkeit. Ebenfalls werden viele Wohnortwechsel als Negativmerkmal angesehen. Dir wird unterstellt, das Eintreiben von Schulden zu erschweren. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Umzug einen negativen Einfluss auf Deine Bonität hat.

8. Finanzen im Blick behalten:

Die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu haben, ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Landet eine offene Rechnung im Inkassobüro, folgt ein negativer Schufa Eintrag. Deshalb sollten die Ausgaben stets im kontrolliert werden und nicht mehr Geld ausgegeben werden als man durch sein Einkommen zur Verfügung hat.

Fazit: Eine schlechte Bonität muss nicht von Dauer sein

Einen pauschalen Grund für eine schlechte Bonität gibt es nicht. Von Fall zu Fall sind die Gründe unterschiedlich. Ursache kann die Überziehung des Dispo-Kredit sein, zu viele Kreditanfragen, offene Rechnungen oder sogar fehlerhafte Schufa Einträge. Nachteile bringt eine schlechte Kreditwürdigkeit in jedem Fall mit sich. So werden einem schlechtere Konditionen bei Krediten angeboten oder man wird als Kreditnehmer abgelehnt. Auch im Alltag kann es zu Einschränkungen im Onlineshopping oder beim Abschluss von Verträgen kommen. Schlechte Bonität kann zu Problemen bei der Wohnungssuche oder beim Abschluss von Handyverträgen und Leasing-Verträgen führen. Jedoch bedeutet das nicht das Ende der Welt, denn man hat die Möglichkeit, unter Beachtung einiger Tipps die schlechte Bonität zu verbessern. Verzage also nicht, wenn Auskunfteien Deine Kreditwürdigkeit als nicht optimal einstufen, neben der eigenständigen Verbesserung Deines Bonitätsscores hast Du zudem die Möglichkeit auf auxmoney als fairen Kreditvermittler zurückzugreifen und einen Kredit zu erhalten.

Häufige Fragen zum Thema schlechte Bonität

Eine schlechte Bonität liegt meist nicht ohne Grund vor, sondern vielmehr ist der Grund nicht bekannt. Viele Menschen beschäftigen sich nämlich erst nach einer abgelehnten Kreditanfrage mit Ihrer Bonität und Datenauskunft. Häufig stößt der Antragsteller dann auf Einträge, von denen er nichts wusste oder auf fehlerhafte bzw. veraltete Daten. Unter Umständen können auch das Alter oder häufige Wohnortwechsel negative Auswirkungen auf den Bonitätsscore haben.

Wie lange Daten von der Schufa gespeichert werden, hängt von der Art des Eintrags ab. Je nach Schufa Eintrag gelten unterschiedliche Fristen. Zum Beispiel bleiben die Daten eines Kredits den Du vollständig zurückgezahlt hast nach der Schuldbegleichung noch drei weitere Jahre bestehen. Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber zur Schufa Speicherung.

Unter bestimmten Umständen lassen sich Schufa Einträge löschen. Zum Beispiel lässt sich die Löschung von fehlerhaften Einträgen sofort beantragen. Ebenso lassen sich Einträge mit niedrigen Schulden (max. 2.000 Euro) sofort löschen, wenn eine Bestätigung des Gläubigers vorliegt und die Schulden innerhalb von sechs Wochen nach dem Schufa Eintrag beglichen wurden. Bei einer privaten Insolvenz muss das Verfahren durch eine Restschuldbefreiung beendet worden sein. Erst drei Jahre nach dem Ende der Insolvenz wird der Eintrag automatisch bei der Schufa gelöscht.

Bei schlechter Bonität ist es sinnvoll mehrere Kredite zu einem einzigen Darlehen umzuschulden. Jedoch wird es mit schlechtem Score schwierig, bei einem neuen Kreditanbieter oder einer neuen Bank einen Kredit umzuschulden. Hier ist es hilfreich, das Gespräch mit der Hausbank oder dem aktuellen Kreditgeber zu suchen und die eigene finanzielle Situation transparent zu schildern. So besteht eine höhere Chance Kredite trotz schlechter Kreditwürdigkeit umzuschulden.

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