Zahlreiche Neuigkeiten für Verbraucher im neuen Jahr: Der Solidaritätszuschlag (kurz: Soli) fällt weg, Mindestlohn und Kindergeld gehen rauf. Dafür werden Benzin- und Heizölpreise teurer. Auf welche Änderungen Sie sich 2021 gefasst machen können – wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst. 

Auf einen Blick

  • Kindergeld wird um 15 Euro pro Kind erhöht
  • Der Soli entfällt für einen Großteil der Bevölkerung
  • Benzin und Heizöl werden teurer
  • Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 9,50 Euro

Aenderungen 2021

Wieder die reguläre Mehrwertsteuer

Die Bundesregierung hat die Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr gesenkt, um die durch Corona geschwächte Wirtschaft anzukurbeln. Ab dem 1. Januar gilt wieder der bisherige Steuersatz: 19 statt 16 Prozent bzw. 7 statt 5 Prozent.

Der Soli wird abgeschafft – für die meisten

Der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent sollte zuletzt bei der Unterstützung des Aufbaus der neuen Bundesländer helfen. Für fast alle Menschen in Deutschland entfällt er ab 2021. Nur wer als Single mehr als 73.000 Euro im Jahr oder als verheiratetes Ehepaar über 151.000 Euro im Jahr verdient, muss den Soli gestaffelt weiter zahlen.

Tipp: Nutzen Sie die Ersparnis und legen Sie mit der 50-30-20-Regel jeden Monat Geld für Ihre Altersvorsorge an.

Höherer Mindestlohn

Gute Nachrichten für Geringverdiener: Ab dem 1. Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,50 Euro. Vorher lag er bei 9,35 Euro pro Stunde.

Grundrente wird eingeführt

2021 kommt sie endlich: die Grundrente. Alle Menschen mit geringer Rente sollen davon profitieren. Der Zuschlag beträgt im Schnitt 70 bis 80 Euro pro Monat. Voraussetzung: Sie müssen mindestens 33 Grundrentenzeiten vorweisen können – also mindestens 33 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben. Alle weiteren Infos zum Thema erhalten Sie hier.

Mehr vom Jahreseinkommen steuerfrei

Ab 2021 steigt auch der Grundfreibetrag – das ist der Betrag, der vom Einkommen steuerfrei bleiben muss. Ab 1. Januar 2021 steigt dieser von derzeit auf 9.408 auf 9.696 Euro. Für Verheiratete bleibt doppelt so viel Geld vom Einkommen steuerfrei, also 19.488 Euro.

Entlastung für Menschen mit Behinderungen

Gute Nachrichten für Menschen mit Handicaps: Sie können ab 2021 höhere Pauschbeträge steuerlich geltend machen. Dadurch müssen zum Beispiel Fahrtkosten nicht mehr einzeln nachgewiesen werden. Bei einem Grad der Behinderung von 50 gilt eine Pauschale von 1.140 Euro, bei einem Grad von 100 sind es sogar 2.840 Euro.

Mehr Wohngeld

Wer ein Recht auf Wohngeld hat, darf sich 2021 auf etwa 15 Euro mehr im Monat freuen. Pro weiterem Haushaltsmitglied kommen 3,60 Euro hinzu.

Mehr Kindergeld

Das Kindergeld wird um 15 Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind steigt das Geld nämlich von 204 auf 219 Euro, für das dritte Kind von 210 auf 225 Euro und ab dem vierten Kind von 235 auf 250 Euro. Auch der Kinderfreibetrag steigt um mehr als 500 Euro auf 8.388 Euro. Familien mit geringem Einkommen können sich über einen höheren Kinderzuschlag freuen: Der Maximalbetrag liegt künftig bei 205 statt wie bisher bei 185 Euro.

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Mehr Hartz IV

Hartz-IV-Empfänger dürfen Sich 2021 ebenfalls über einen Zuschlag freuen. Das sind die neuen Regelsätze pro Monat:

  • Alleinstehende Erwachsene: 446 Euro
  • Partner in einer Bedarfsgemeinschaft: 401 Euro
  • Kinder bis 5 Jahre: 283 Euro
  • Kinder von 6 bis 13: 309 Euro
  • Kinder von 14 bis 17: 373 Euro
  • Kinder von 18 bis 25 im Haushalt: 357 Euro

Benzin und Heizöl werden teurer

Unternehmen wie Raffinerien müssen ab 2021 pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht, 25 Euro zahlen. Damit wird Benzin um 7 Cent pro Liter teurer, Diesel und Heizöl um 7,9 Cent. Der Preis für Erdgas steigt um 0,6 Cent pro Kilowattstunde.

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Weniger Hürden beim Krankenkassen-Wechsel

Der Wechsel zu einer neuen Krankenkasse wird einfacher: Die Mindestvertragslaufzeit sinkt von 18 auf 12 Monate. Auch ein Kündigungsschreiben ist nicht mehr nötig. Wer wechseln will, muss einfach nur noch der neuen Krankenkasse beitreten.

Richtwert des Krankenkassen-Zusatzbeitrags steigt

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen steigt. Wie hoch genau, ist bei jeder Krankenkasse unterschiedlich. Als Richtwert hat sich das Gesundheitsministerium auf einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,3 Prozent festgelegt – das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2020.

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