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Kredit für Bitcoin & Co
Veröffentlicht am 14 Feb 2018

Kredit für Bitcoin & Co.: Laut Studie finanzieren 19% ihre Krypto-Investments mit Kredit

Veröffentlicht am 14 Feb 2018
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Der Krypto-Wahn der letzten Monate war so groß, dass selbst Privatleute, die gar nicht über das eigene Kapital zur Anlage verfügten, einen Kredit aufnahmen, um an den täglichen Kursgewinnen teilzuhaben. Fast jeder Fünfte der Befragten gibt an, seine Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum mit einem Kredit zu finanzieren. Dies fand die Nachrichtenplattform Coindesk in einer Umfrage unter Lesern heraus. Gleichzeitig wurde jedoch auch angegeben, dass mehr als die Hälfte der Kreditnehmer ihren Kredit auch schon wieder zurückgezahlt haben.

Großteil der Befragten glaubt an Krypto-Blase

Diese Zahlen unterstreichen, dass sich viele Privatleute zu risikoreichen Aktionen hinreißen ließen, in der Hoffnung, ihre Gewinne zu maximieren. Unterdessen halten 49% der Befragten die aktuelle Marktsituation, trotz eigener Investition, für eine Blase. Coindesk führte die Befragung unter mehr als 3.000 Lesern durch, die vor allem in den USA und Europa leben.

US-Banken verbieten Kredit für Bitcoin & Co.

Gerade in den Vereinigten Staaten scheint das Kaufen von Kryptowährungen auf Kredit nicht unüblich zu sein.

Anfang Februar gaben die zwei großen Banken Bank of America sowie JPMorgan Chase bekannt, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht mehr über Kreditkarte gekauft werden können. Damit soll das Kreditrisiko auf Seiten der Banken eingeschränkt werden. Der höchst volatile Markt, die sich etwa in großen Schwankungen beim Bitcoin-Kurs widerspiegelt, sorgte vermehrt für Ausfälle, deren Verluste letztendlich auch von den Banken getragen werden mussten. Gleichzeitig soll durch das Verbot von Kreditkarten zur Kaufabwicklung die Zahl der Fälle von Betrug und Geldwäsche eingedämmt werden. Immer wieder nutzten Betrüger gestohlene Kreditkarten, um Kryptowährungen zu kaufen.

Europäische Kontrollstellen warnen vor Risiko

Auch in Europa werden Warnungen vor Investitionen in Bitcoin, Ethereum und Co. immer lauter. Erst am Montag warnten die Finanzkontrollstellen Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die Europäische Bankenaufsicht (EBA) und die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) vor dem hohen Risiko der unregulierten Produkte. Dabei wurden nicht nur die hohe Volatilität der Kurse angesprochen, sondern auch auf die fehlende Transparenz vieler Handelsplattformen eingegangen. Vielen Anlegern sei es nicht möglich, Transaktionen zum Umtausch in traditionelle Währungen zum gewünschten Zeitpunkt durchzuführen. Außerdem waren immer wieder Plattformen wegen Betriebsproblemen für Nutzer nicht erreichbar, die oftmals für Verluste durch zwischenzeitliche Preisänderungen sorgten.

Bildquelle: Shutterstock

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.