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20 gründe warum startups scheitern teil 2 marktpotenzial
Veröffentlicht am 26 Nov 2019

20 Gründe warum Start-ups scheitern (Teil 2)

Veröffentlicht am 26 Nov 2019
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In der letzten Woche haben wir bereits Herausforderungen vorgestellt, die zum frühzeitigen Platzen des Gründertraums führen können. Laut einer Befragung des Analyseunternehmen CBInsights gibt es jedoch weitere Umstände, mit denen Start-ups deutlich häufiger zu kämpfen haben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Start-up?

Das Timing ist entscheidend für den Erfolg eines Produkts. Den Markteintritt zu wagen, wenn die potenziellen Kunden noch nicht bereit für das Produkt sind, ist nicht besser, als der Konkurrenz den Vortritt zu lassen. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld Marktforschung zu betreiben.
Generell steht und fällt ein Produkt mit der Akzeptanz der Kundschaft. Gründer neigen aber oft dazu, kein Kundenfeedback einzuholen, weil sie mit anderen Aspekten der Unternehmensentwicklung beschäftigt sind und eine Art Tunnelblick entwickeln. Doch nur, wenn man weiß, was die Verbraucher wollen, kann man ein erfolgreiches und nutzerfreundliches Produkt kreieren.
Ein anderer wichtiger Aspekt, der vor allem am Anfang gerne außen vor bleibt und nicht professionell betrieben wird, ist das Marketing. Denn häufig fehlen vor allem am Anfang Mitarbeiter, die sich damit auskennen. Aber auch in dieser Phase ist es wichtig, ein differenziert aufgestelltes Team zu haben, das alle wichtigen Aufgaben bewältigen kann.

Fehlendes Businessmodell und unrealistische Preisvorstellungen

17 Prozent der befragten Gründer geben an, keinen vernünftigen Business-Plan gehabt zu haben. Dadurch ist es schwierig, mit einem Produkt tatsächlich auf lange Sicht Geld zu verdienen und Investoren zu überzeugen. Ein Balanceakt, mit dem sich dabei viele Start-ups konfrontiert sehen, ist der richtige Produktpreis. Einerseits müssen die Kosten gedeckt werden, aber andererseits möchte man Kunden nicht durch ein zu teures Produkt abschrecken. Wenn dieses Gleichgewicht nicht gefunden wird, kann es schnell passieren, dass man kein Kapital mehr zur Verfügung hat. Mit 29 Prozent Zustimmung ist das der zweithäufigste Grund für das Scheitern von Start-ups.

Als Start-up die Wettbewerber beachten

Genauso, wie Kundenwünsche nicht ignoriert werden sollten, darf man auch die Konkurrenz nicht außer Acht lassen. Zumindest geben das 19 Prozent der befragten Start-ups an. Das gilt insbesondere dann, wenn man der erste Anbieter am Markt ist und das Produkt noch Verbesserungspotenzial hat, welches von der Konkurrenz ausgenutzt werden könnte.

Wollen die Kunden das Produkt überhaupt?

Schließlich ist mit 42 Prozent der am häufigsten genannte Grund, dass es kein Marktpotenzial gibt. Wenn die potenziellen Kunden das Produkt nicht benötigen, werden sie es nicht kaufen. Und dann werden Investoren auch nicht in die Idee investieren.

Bildquelle: shutterstock.com

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.