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clubhouse neues soziales netzwerk in der krise
Veröffentlicht am 03 Feb 2021

Soziales Netzwerk Clubhouse hilft gegen Einsamkeit in der Corona-Krise

Veröffentlicht am 03 Feb 2021
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Clubhouse ist im Moment DER neue Social Media Trend in Deutschland. Aber benötigen wir neben Facebook, Instagram, TikTok und Co. überhaupt noch ein weiteres soziales Netzwerk? Wir erklären, was das Besondere an Clubhouse ist.

Auch während der Corona-Pandemie entspannt mit vielen Menschen diskutieren

Clubhouse ist eine Mischung aus öffentlicher Telefonkonferenz und virtueller Party, bei der man sich nach Belieben unter die Leute mischt. Man tritt entweder bestehenden Räumen bei, in denen über ein bestimmtes Thema gesprochen wird, oder man erstellt selbst einen Raum. Dort besteht die Möglichkeit, entweder nur zuzuhören oder sich selbst am Gespräch zu beteiligen. Es gibt bewusst keine Kamera-Funktion, man sieht seine Gesprächspartner nicht. Dadurch wird einerseits der Podcast-Trend bedient und andererseits schaut man bereits bei Videokonferenzen im Homeoffice lange genug auf seinen Bildschirm. Darüber hinaus kann man so Aufgaben nebenbei erledigen und muss sich nicht schick machen, was eine ungezwungene Atmosphäre erzeugt. Gerade diese spontanen Gespräche fehlen uns in der Corona-Krise durch die Kontaktbeschränkungen, sodass die App gerade jetzt viele Menschen besonders anspricht.

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Gleichzeitig ist es verhältnismäßig einfach, mit Prominenten, Stars und Influencern zu diskutieren. In Deutschland sind unter anderem Thomas Gottschalk, Jens Spahn und Carsten Maschmeyer bei Clubhouse vertreten. Anfangs bekamen ausschließlich Tech-Influencer und Prominente Zugang, noch heute läuft Clubhouse nur auf Apple-Geräten und man benötigt eine Einladung von einem registrierten Nutzer, um mitmachen zu können. Dadurch wird die App als besonders exklusiv wahrgenommen. Ist man selbst nicht Teil der Community, hat man das Gefühl, etwas zu verpassen. Wer niemanden kennt, der bei Clubhouse ist, kann sich einer Telegram-Gruppe anschließen, deren Mitglieder sich gegenseitig einladen. Anders als bei vielen bekannten sozialen Netzwerken gibt es auf Clubhouse keine Likes oder ähnliche Bewertungssysteme. So wird kein Druck erzeugt, sich miteinander zu vergleichen oder sich im bestmöglichen Licht darzustellen.

Clubhouse hat beim Thema Datenschutz Nachholbedarf

Bei all den Vorteilen ist es allerdings wichtig zu erwähnen, dass die App den EU-Datenschutzrichtlinien nicht gerecht wird. Die kostenlose App erhält Zugriff auf sämtliche Kontakte, die eigene Telefonnummer und kann das persönliche Verhalten auf der Plattform analysieren. Die Gespräche werden aufgezeichnet, zudem gibt es laut Medienberichten keinen zuverlässigen Schutz gegen Hacker. Deshalb ist es ratsam, genau zu überlegen, was man von sich preisgeben möchte. Wenn man besonders großen Wert auf Datenschutz legt, sollte man jedoch grundsätzlich keine sozialen Netzwerke nutzen.

Bildquelle: © Unsplash / Adem Ay

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.