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Veröffentlicht am 28 Dez 2020

Wie wir in diesem Jahr bezahlt haben und was sich verändert hat

Veröffentlicht am 28 Dez 2020
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2020 war ein Jahr voller Umwälzungen. Die Corona-Krise hat uns alle aus der Bahn geworfen, aber sie hat auch die längst überfällige Digitalisierung vorangetrieben. Das hatte unter anderem Folgen für unser Bezahlverhalten. Kurz vor Jahresende werfen wir einen Blick darauf, was in diesem Jahr im Bereich (Mobile) Payment passiert ist.

Mobile Payment in Deutschland immer beliebter

Apple Pay machte in diesem Jahr Schlagzeilen, als die Sparkasse ankündigte, die mobile Bezahllösung in die eigene Girocard zu etablieren. Laut Apple-Pay-Chefin Jennifer Bailey nutzen mittlerweile 1,5 Millionen Sparkassen-Kunden Apple Pay. Dies sagte sie der WELT AM SONNTAG. Durch das Vorpreschen der Sparkassen erhöht sich nun auch der Druck auf andere Banken, Apple Pay in ihre Bezahlsysteme zu integrieren, wovon Apple Pay profitieren dürfte.
Auch Google Pay konnte in diesem Jahr Erfolge verzeichnen. Zwar ist die Bezahllösung noch längst nicht etabliert in Deutschland, aber die Liste der Banken, die Google Pay integriert haben, ist kürzlich gewachsen. Unter anderem gehören nun die Hanseatic Bank, ING-Diba und die Landesbank Berlin (LBB) dazu. Durch die Beteiligung der LBB ist die Amazon Visa Card mit Google Pay nutzbar.
In diesem Jahr ging zusätzlich Samsung Pay in Deutschland an den Start. Wie das ganze bei den Deutschen ankommen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht allerdings, dass in der Corona-Krise weniger bar und mehr kontaktlos bezahlt wird, was für sämtliche Mobile Payment Anbieter vorteilhaft ist.

Deutsche Banken arbeiten an gemeinsamem Bezahlsystem

Zum Ende des Jahres kündigen mehrere namenhafte deutsche Banken an, ein neues, einheitliches Bezahlsystem einführen zu wollen. Als erster Schritt sollen Paydirekt, Giropay und Kwitt zusammengeführt werden. Dafür hat das Kartellamt grünes Licht gegeben, was allerdings noch nicht als Freibrief für das finale Projekt zu verstehen ist. Zukünftig sollen Verbraucher im Geschäft und im Internet bezahlen und schnell Geld von Konto zu Konto überweisen können, egal bei welcher Bank das Konto geführt wird. Durch das gemeinsame Projekt soll das Bezahlverfahren für Kunden und Händler verbessert werden. Außerdem erhofft sich die deutsche Kreditwirtschaft, dadurch mit PayPal und Apple Pay konkurrieren zu können. Ein ambitioniertes Vorhaben, denn PayPal hat allein in Deutschland 25 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: Bei Paydirekt sind es laut eigenen Angaben 3,5 Millionen Nutzer. Wie das gemeinsame Bezahlsystem angenommen wird, kann wohl erst gesagt werden, wenn es auf dem Markt ist. Möglicherweise gibt es im nächsten Jahr mehr darüber zu berichten.

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Bildquelle: © Unsplash / Christian Wiediger

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.