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new york verbietet bargeldloses bezahlen mobile payment
Veröffentlicht am 05 Feb 2020

New York dämmt die bargeldlose Zahlung ein

Veröffentlicht am 05 Feb 2020
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Immer wieder haben wir in der letzten Zeit darüber berichtet, dass bargeldlose Bezahlmethoden wie Mobile Payment sich mittlerweile auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreuen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Deutschland im Unterschied zu vielen anderen Ländern eine besonders enge Bindung zum Bargeld hat. Doch ausgerechnet die US-Metropole New York schreitet jetzt zu drastischen Maßnahmen, um sicherzugehen, dass sich die New Yorker so schnell wohl nicht vom Bargeld verabschieden werden.

Wer Bargeld nicht annimmt, muss zahlen

Seit diesem Monat sind in New York Shops verboten, in denen ausschließlich bargeldlos gezahlt werden kann. Geschäfte dürfen die Bargeldannahme nicht verweigern und keine zusätzlichen Gebühren auf Barzahlungen erheben. Hält man sich nicht daran, wird es teuer: Der erste Verstoß kostet 1.000 Dollar, für jeden weiteren werden 1.500 Dollar fällig. Ähnliche Verbote wurden bereits in Philadelphia, New Jersey und San Francisco durchgesetzt. Chicago und Washington D.C. denken darüber nach.

Reine Bargeldnutzer sollen nicht benachteiligt werden

Der Sinn hinter der Regelung ist, dass Menschen ohne Bankkonto oder ohne die finanziellen Mittel, die nötig sind, um sich ein Smartphone oder eine Smartwatch zu kaufen, nicht aus dem Zahlungssystem ausgeschlossen werden sollen. Denn der Anteil der New Yorker ohne Bankkonto liegt über dem allgemeinen Durchschnitt. Darüber hinaus werden vor allem kleinere Transaktionen bis zehn Dollar gerne in bar getätigt. Insbesondere um diese kleineren Beträge geht es bei dieser Vorschrift, denn ab 20 Dollar sind die Geschäfte nicht mehr gezwungen, Bargeld anzunehmen.

Wird dadurch der Fortschritt aufgehalten?

Trotzdem könnte diese Regelung die Verbreitung und Etablierung digitaler Zahlungsmethoden hemmen, denn um die Vorschriften einhalten zu können, sind Kassengeräte zur Verwahrung von Bargeld erforderlich. Geschäftsmodelle, die auf einer vollständigen Selbstbedienung und automatisierten Bezahlmethoden basieren, wie Amazon oder Wirecard sie zum Beispiel planen, sind dadurch nicht ohne Weiteres umsetzbar. Profitieren werden wohl solche Geschäfte, die Bargeld und bargeldlose Transaktionen parallel anbieten.

Bildquelle: © Apple

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.