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N26 fintech start-up wertvoll
Veröffentlicht am 23 Jul 2019

N26 wird wertvollstes Start-up Deutschlands

Veröffentlicht am 23 Jul 2019
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Für die Smartphone-Bank N26 gibt es zurzeit nur eine Richtung: Steil bergauf. Durch die letzte Finanzierungsrunde ist das FinTech jetzt sogar das am besten bewertete Start-up Deutschlands.

Investoren belohnen schnelles Wachstum

Durch eine ungeplante Ausweitung der aktuellen Finanzierungsrunde um 170 Millionen Dollar ist die Unternehmensbewertung von N26 auf 3,5 Milliarden Dollar angestiegen. Damit überholt die Internetbank den Gebrauchtwagenhändler „Auto 1“, der zuvor den ersten Platz der wertvollsten Start-ups Deutschlands belegt hatte. Zudem gehört N26 nun zu den zehn am besten bewerteten FinTechs weltweit und konkurriert dadurch mit den großen europäischen Unternehmen in diesem Bereich wie TransferWise oder Klarna.
Valentin Stalf, CEO von N26, äußert sich dazu folgendermaßen in der FAZ: „Unsere Bewertung spiegelt wider, dass zahlreiche Investoren daran glauben, dass wir die Chance haben, Retailbanking über die nächsten Jahre nachhaltig zu verändern“. Das zusätzliche Kapital kam dieses Mal ausschließlich von namenhaften Bestandsinvestoren, darunter die Allianz, der chinesische Internetkonzern Tencent und PayPal-Mitgründer Peter Thiel.

N26 setzt sich ehrgeizige Ziele

Mit dem so gewonnenen Geld soll die Expansion ins Ausland weiter vorangetrieben werden. Nächstes Jahr steht Brasilien auf dem Plan. Gerade in dort sei eine Markteintritt besonders lukrativ, weil dort die Kontoerstellung sehr teuer ist und mit N26 für die Bevölkerung deutlich günstiger werden würde. Erst vor wenigen Wochen war das Start-up in den USA an den Start gegangen. Weitere Länder werden bereits anvisiert.
All das dient dem Ziel, in den nächsten Jahren von 3,5 auf 50 Millionen Kunden weltweit zu kommen. Auch einen Börsengang schließt das FinTech nicht aus, allerdings je nach Marktsituation frühestens in drei bis fünf Jahren. Dafür sollen die Teams im In- und Ausland weiter ausgebaut werden, nachdem sich die Mitarbeiterzahl innerhalb des letzten Jahres bereits verdreifacht hatte.
Darüber hinaus will N26 bestehende Funktionen erweitern und in neue Produkte wie Gemeinschaftskonten investieren.

Das Berliner FinTech befindet sich also zurzeit auf Erfolgskurs und auch weiterhin hoch hinaus. Dennoch bleibt die Frage, wie lange ein Unternehmen solch ein starkes Wachstum aufrechterhalten kann. Wir sind gespannt.

Bildquelle: © N26 GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.