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N26 erhält 160 Millionen Dollar
Veröffentlicht am 20 Mrz 2018

Neue Fintech-Rekordfinanzierung: N26 erhält 160 Millionen Dollar

Veröffentlicht am 20 Mrz 2018
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Das deutsche Fintech N26 hat eine Series C Finanzierungsrunde in Höhe von 160 Millionen Dollar abgeschlossen. Dies gab die Berliner Mobile Bank am heutigen Dienstag bekannt.

Diese Finanzierungsrunde wurde damit in einer im Fintech-Sektor zuvor nie erreichten Höhe abgeschlossen.

Tencent und Allianz führen Finanzierungsrunde an

Geldgeber mit dem größten Finanzieurungsvolumen sind Allianz X, die Investmentsparte der Allianz Versicherung, sowie der chinesische Tech-Gigant Tencent.

Valentin Stalf, CEO and Co-Founder N26

Quelle: N26.com

 

„Wir freuen uns sehr, dass Allianz X und Tencent unsere Series C anführen. Beide zählen nicht nur zu den führenden Unternehmen in ihren Branchen, Finanzdienstleistungen und Internet Services, sondern haben ein klares Verständnis davon, wie Technologie und Design Industrien verändern können.“, sagt Valentin Stalf, CEO und Mitgründer von N26.

 

 

Neben Tencent und Allianz X ist sind auch weitere Investoren an Bord, die N26 bereits in vorherigen Finanzierungsrunden unterstützten. Dazu gehören US-Starinvestor Peter Thiel, der chinesische Milliardär Li Ka-Shing sowie mehrere Zalando-Manager.

Der Geldgeber Tencent

Besonders interessant ist das Engagement von Tencent. Das 1998 gegründete Unternehmen ist in China unter anderem in den Bereichen Social Media, Online-Medien und Gaming aktiv. Neben dem sozialen Netzwerk QQ dürfte der bekannteste Dienst der Messenger WeChat sein. Mehr als eine Milliarde Chinesen nutzen die App täglich. Neben der Nachrichtenfunktion können über WeChat auch Zahlungen vorgenommen werden. So können Nutzer mit WeChat Pay per App auch im stationären Handel bezahlen. Daneben arbeitet Tencent auch mit künstlicher Intelligenz und bietet Cloud-Lösungen an. Außerdem beteiligt sich Tencent regelmäßig an verschiedensten Start-Ups, viele davon bereits mit Milliardenbewertungen .

Frisches Geld für Expansion und Produktentwicklung

N26 wurde 2013 gegründet und kam 2015 auf den Markt. Seitdem konnte das Fintech mehr als 850.000 Kunden gewinnen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Banken zeichnet sich N26 vor allem durch eine schlanke Organisation und den Verzicht auf ein Filialnetz aus, was zu deutlich reduzierten Kosten führt.

N26 will mit dem erhaltenen Geld seine globale Wachstumsstrategie und die Produktvision weiter vorantreiben. Dabei soll der Fokus weiterhin auf Europa liegen. Hier ist N26 bereits in 17 Ländern vertreten und will Geld aus der Finanzierung für die weitere Produktentwicklung einsetzen.

Teile der Finanzierung sollen darüber hinaus auch für die Expansion in die Märkte USA und Großbritannien genutzt werden.
Die Mobile Bank arbeitet bereits mit vielen anderen Fintechs zusammen und bietet deren Dienste integriert in ihrer App an. Kunden können unter anderem mithilfe von Clark Versicherungen vergleichen und mit auxmoney einen Kredit aufnehmen. In Frankreich können Kunden zur mobilen Bezahlung bereits den Payment-Dienst Apple Pay nutzen. Kommt also langfristig auch eine Kooperation mit Tencent und seinem Dienst WeChat Pay?

Bildquelle: N26

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.