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Veröffentlicht am 08 Nov 2017

N26 auf Investorenjagd: Über 50 Millionen Dollar im Gespräch

Veröffentlicht am 08 Nov 2017
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Das deutsche Fintech-Startup N26 sucht offenbar nach neuen Investoren. Wie Gründerszene erfahren hat, soll es um mindestens 50 Millionen US-Dollar gehen. Erst vor kurzem hatte N26 weitreichende Expansionspläne publik gemacht.

Gründer auf Roadshow in den USA

N26-Gründer Valentin Stalf

N26-Gründer Valentin Stalf

Glaubt man den Berichten, hat N26-Gründer Valentin Stalf gerade erst eine Roadshow in den USA hinter sich, um vor möglichen Geldgebern für sein Produkt zu werben. Ein nicht genannter Insider habe dabei für die Finanzierungsrunde das Ziel von 50 Millionen Dollar ausgesprochen. Laut einer anderen Quelle seien sogar 75 Millionen Dollar anvisiert. Sollte sich das bewahrheiten, wäre dies eine enorme Finanzspritze für die Mobilbank. Im Sommer letzten Jahres hatte das Unternehmen bereits 40 Millionen Dollar im Rahmen einer Series-B-Runde eingesammelt. N26 selbst wollte die Gerüchte bisher noch nicht kommentieren. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich die Finanzierungsrunde am Ende tatsächlich ausgeht.

Startup-Bank auf Expansionskurs

Die riesigen Summen, die nun für eine Finanzierung im Gespräch sind, passen ins Bild. Schon seit Monaten feiert N26 immer wieder neue Meilensteine. Erst im August knackte die Bank die Marke von 500.000 Kunden in Europa. Kurz zuvor wurde eine Kooperation mit auxmoney geschlossen. Dabei hat N26 auch längst neue Märkte im Auge. Ende Oktober gab das Unternehmen Pläne bekannt, in die USA zu expandieren. Vor ein paar Tagen folgte dann die nächste Ankündigung, auch im Vereinten Königreich Fuß zu fassen. Beides soll noch im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Angesichts dieser sehr ambitionierten Pläne käme da eine neue Finanzspritze gerade recht.

Mobiles Banking im Aufwind

N26 steht mit seinen Erfolgen in der Branche nicht alleine da – ganz im Gegenteil. Dem Startup blühen außerhalb des bisherigen Kernmarktes schwierige Zeiten. Fintech-Startups wie Atom und Revolut schreiben ähnliche Erfolgsgeschichten. Der direkte britische Konkurrent Monzo machte erst vor wenigen Tagen Schlagzeilen mit einer Finanzierungsrunde, die der Bank über 80 Millionen Euro einbrachte. Auch hierzulande begehren andere Fintech-Startups auf. So gab der Berliner P2P-Bezahldienst Cringle erst gestern eine neue Kooperation mit der Consorsbank bekannt. Alle genannten Unternehmen punkten bei Kunden mit ihrem Konzept, Banking über das Smartphone flexibler und mobiler zu machen.

Bildquelle: © N26

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.