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Die EC-Karte von Monzo
Veröffentlicht am 07 Nov 2017

Startup-Bank Monzo wirbt 71 Millionen Pfund ein

Veröffentlicht am 07 Nov 2017
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Die britische Startup-Bank Monzo kann auf eine erfolgreiche Finanzierungsrunde zurückblicken. Wie das Unternehmen mitteilt, stehen nun weitere 71 Millionen Pfund (80,5 Millionen Euro) an Mitteln zur Verfügung. Monzo selbst kündigt zudem weiteres Wachstum an und hält auch eine Überraschung für seine Crowdfunding-Investoren bereit.

Bewertung innerhalb von 10 Monaten verdoppelt

Neben den bisherigen Geldgebern beteiligten sich mit Goodwater Capital, Stripe and Michael Moritz auch drei neue Investoren an der abgeschlossenen Finanzierungsrunde. Die zusätzlichen Einnahmen treiben die Bewertung Monzos auf insgesamt 318 Millionen Euro, was eine Verdopplung seit Februar dieses Jahres darstellt. Zusammen mit anderen Meilensteinen wie dem Erwerb einer vollen Banklizenz und der Verfünffachung der Nutzer-Basis auf über 500.000 Nutzer ist das Jahr 2017 damit für das Unternehmen bisher bereits höchst erfolgreich. „Das ist eine unglaubliche Bestätigung unserer Strategie bisher“, so CEO Tom Blomfield in der Pressemitteilung vom 7. November. Letztendlich bedeute der jüngste Erfolg, dass das bisherige Wachstum auch in das nächste Jahr mitgenommen werden könne.

Aufstockungsmöglichkeiten für private Investoren

Monzo CEO Tom Blomfield

Monzo-CEO Tom Blomfield

Auch die Crowdfunding-Unterstützer von Monzo können das Unternehmen weiter direkt unterstützen. Alle bisherigen privaten Geldgeber erhalten die Möglichkeit, ihren Betrag aufzustocken. Dafür habe das Unternehmen 1,5 Millionen Pfund bereitgestellt. Auch diejenigen, die den Einstieg in der letzten Crowdfunding-Kampagnen verpasst haben, erhalten eine weitere Chance. Blomfield verspricht eine neue Kampagne für das Jahr 2018, die bereits aktiv vorbereitet werde. Diesmal solle dabei jeder Interessent die Chance bekommen, sich am Unternehmen zu beteiligen.

Konkurrenz für traditionelle Banken

Hinter Monzo steht die Idee, Banking flexibler und vor allem mobiler zu gestalten. Die gleichnamige App bietet die Möglichkeit, Zahlungen von unterwegs aus zu übermitteln und sich eine detaillierte Auflistung aller Zahlungseingänge und -ausgänge anzeigen zu lassen. Nach der Anerkennung als Bank stellt Monzo mittlerweile auch eigene Bankkonten, die sogenannten „Current Accounts“ zur Verfügung, die sich komplett via Smartphone verwalten lassen. Dieser Service hat bereits 20.000 Nutzer und soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Bisher wird Monzo vor allem im Vereinten Königreich genutzt, jedoch ist zu erwarten, dass der Service angesichts des anhaltenden Erfolgs bald noch weiter ins Ausland expandiert. Erst einmal muss sich Monzo jedoch gegen den deutschen Konkurrenten N26 durchsetzen, der ein ähnliches Konzept bietet und in Großbritannien kurz vor der Markteinführung steht.

Bildquelle: © Monzo

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.