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Veröffentlicht am 25 Jul 2017

US-Start-Up Machinio will in Deutschland durchstarten

Veröffentlicht am 25 Jul 2017
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Das 2013 in Chicago gegründete Start-Up Machinio spezialisiert sich auf eine Branche, die in Zeiten der Digitalisierung oft vergessen wird: die Industrie. Genauer gesagt fokussieren sich die Amerikaner auf gebrauchte Industriemaschinen, also Druckerpressen, Traktoren, Gabelstapler und vieles mehr.

Gründer entdecken Marktlücke

Machinio versteht sich dabei als Plattform, die Käufer und Verkäufer zusammenbringt. Dafür durchsucht Machinio das Internet nach Verkaufsanzeigen für Gebrauchtmaschinen und fasst alle Ergebnisse bei sich zusammen. Dadurch unterscheidet sich das Start-Up von anderen Marktplätzen, wie etwa der 1999 in Deutschland gegründeten Plattform Maschinensucher.de, auf der man Produkte lediglich einstellen kann, nicht jedoch vergleichen.

Machinio drängt nach Europa

Bis Anfang diesen Jahres war die Plattform nur in der englischen Sprache verfügbar, dennoch erzielte das US-Start-Up etwa 40 Prozent seines Umsatzes im Europäischen Raum – den Großteil davon in Deutschland. Dieser Markt soll nun ausgebaut werden, dafür ist das Angebot Machinios seit Anfang 2017 auch auf Italienisch, Spanisch und auch auf Deutsch verfügbar. Zusätzlich wurde nun in Berlin das erste Büro auf deutschem Boden eröffnet.

Finanzierung zur Markterweiterung

Die nötigen Finanzen dafür sammelten die Gründer in insgesamt drei Finanzierungsrunden zwischen 2013 und 2016 ein. Vier Millionen Euro erhielt das Start-Up insgesamt, unter anderem von der Auktionsplattform Ritchie Bros, auf der ebenfalls Maschinen verkauft werden können. So kann sich Machinio nun weiter auf den europäischen und vor allem den deutschen Markt konzentrieren. In einem der stärksten Industrieländer der Welt hat die Digitalisierung dieser Branche noch nicht wirklich stattgefunden – in dieses Milliardengeschäft dringt nun das US-Start-Up Machinio.

Digitalisierung der Industrie

Rentabel ist die Plattform über eine Art Abo-Modell. Jährlich zahlen die Verkäufer, die sich in der Datenbank listen lassen wollen, eine Gebühr abhängig von der spezifischen Branche, dem Wert der Ware und der Anzahl der Inserate. Für die Käufer ist die Plattform kostenlos. So erreichen die Anbieter eine größere Anzahl an Kunden, die dafür alle Angebote auf einen Blick zusammengefasst präsentiert bekommen. Das ist Machinios Beitrag zur Digitalisierung der Industrie.

Bildquelle: shutterstock.com

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.