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So schaffen Sie Liquiditätspuffer für Ihr Unternehmen
Veröffentlicht am 03 Jun 2020

So schaffen Sie Liquiditätspuffer für Ihr Unternehmen

Veröffentlicht am 03 Jun 2020
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Auch wenn die ersten Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise bereits wieder gelockert wurden, so bedeutet das noch keine Entspannung der Liquiditätssituation für Unternehmen.

Staatliche Zuschüsse und Förderprogramme sind eine Möglichkeit der Liquiditätssicherung. Doch nicht für alle Firmen ist das ausreichend. Deshalb gilt es zu schauen, wie Unternehmen mit anderen Finanzierungsinstrumenten einen Liquiditätspuffer schaffen können.

Nachstehend stellen wir Ihnen 6 Ansätze vor, die Sie für Ihr Unternehmen prüfen sollten:

  1. Kontokorrentlinie: Der einfachste Weg ist natürlich, Ihre Bank um die Ausweitung der Kontokorrentlinie zu bitten. Das klappt leider nur nicht in allen Fällen, zumal die Bank dafür in der Regel auch eine Ausweitung der Besicherung fordert. Deshalb sind oftmals kreativere Ansätze gefragt wie die nachstehenden.
  2. Leasing: Sofern Sie in den vergangenen 6 Monaten in bewegliche Anlagegüter – bspw. Maschinen, Werkzeuge, IT-Hardware o.ä. – investiert und diese aus eigenen Mitteln bezahlt haben, so bestehen gute Chancen, diese nachträglich in einen Leasingvertrag zu überführen. Das funktioniert sogar im Agrarsektor bei der Anschaffung von Nutztieren. Der Vorteil für Sie: Sie erhalten Liquidität in Form des gezahlten Kaufpreises zurück und zahlen dafür dann eine monatliche Leasinggebühr.
  3. Sale & Lease Back: Selbst wenn Ihr bewegliches Anlagevermögen in der Bilanz schon älter ist, können Sie hieraus Liquidität generieren. So können Sie beispielsweise ihre teilweise oder bereits vollständig abgeschriebenen Maschinen an spezialisierte Finanzierungsgesellschaften verkaufen. Ihre Vorteile dabei: Sie erhalten den Zeitwert der Maschine und heben somit stille Reserven, die in Ihrem Anlagevermögen schlummern. Im Gegenzug zahlen Sie dann zukünftig für die weitere Nutzung der Maschine eine monatliche Leasinggebühr.
  4. Lagerfinanzierung: Nicht nur Maschinen im Anlagevermögen können Ihnen zu einem Liquiditätspuffer verhelfen, sondern auch Vorräte und Lagerbestände an unfertigen oder fertigen Erzeugnissen. Ob produzierendes Unternehmen oder Händler – ziehen Sie einen Teil der geplanten Umsätze um bis zu 6 Monate nach vorne und nutzen Sie die Liquidität für weiteres Wachstum oder als Liquiditätsreserve.
  5. Einkaufsfinanzierung: Um die eigene Liquidität zu schonen und Skonto bei Lieferanten nutzen zu können, bietet sich eine Einkaufslinie an. Wenn Sie Waren oder Rohstoffe bestellen – ob in Deutschland, im europäischen Ausland oder auch in Asien oder Amerika -, so übernehmen zunächst einmal spezialisierte Finanzdienstleister die Bezahlung der Lieferantenrechnung und verschaffen Ihnen bis zu 120 Tage Zahlungsaufschub. Und bei einigen Finanzierungslösungen muss Ihr Lieferant noch nicht einmal erfahren, dass Sie seine Rechnung finanzieren.
  6. Factoring: Wenn Sie zahlungskräftige Kunden mit guter Bonität haben, dann nutzen Sie diese doch für die Bildung einer Liquiditätsreserve. Verwandeln Sie Ihre Forderung an Ihre Kunden sofort nach Rechnungsstellung in klingende Münze – und nutzen Sie die vorgezogenen Einnahmen als Puffer auf Ihrem Konto oder für Skontoabzüge bei Ihren Lieferanten. Wenn Sie wollen, können Sie auch gleich die Verfolgung des Zahlungseingangs und das gesamte Mahnwesen mit auslagern. Und wenn Sie in den kommenden Monaten verstärkte Zahlungsausfälle befürchten, sollten Sie vielleicht über eine Versicherung gegen diese Ausfälle nachdenken.

 

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Dominic Böhmer
Über den Autor
Dominic Böhmer ist Leiter Firmenkunden bei auxmoney und Spezialist für Finanzierungslösungen im KMU-Umfeld.